s.Oliver Würzburg

Basketball Während die Hakro Merlins Crailsheim sich in einem wahren Krimi den Klassenerhalt gesichert haben, muss sich Würzburg wieder mit Platz neun zufrieden geben

Playoffs wieder hauchdünn verpasst

Die zwei Gesichter des Sports erlebten gestern die Basketball-Fans aus der Region. Während die Hakro Merlins aus Crailsheim bei ihrem „Heimspiel in Würzburg“ auf fast schon sensationelle Art und Weise den Klassenerhalt unter Dach und Fach brachten, hat es für die s.Oliver „Baskets“ aus Würzburg wieder nicht mit dem Einzug in die Playoffs gereicht. Wie in der Vor-Saison sind die Würzburger in der Abschlusstabelle zwar punktgleich mit dem Tabellenachten, doch der direkte Vergleich gegen eben dieses Team wurde verloren. Die stark ersatzgeschwächten Würzburger hatten gestern beim 65:97 bei Brose Bamberg nicht den Hauch einer Chance. Die Löwen aus Braunschweig nutzten dagegen die Gunst der Stunde und siegten mit 100:85 gegen medi Bayreuth. Mit diesem Erfolg überflügelten sie die Würzburger. Für die Unterfranken dagegen ist die Saison nun beendet

Grenzenloser Jubel dagegen bei den „Zauberern“ aus Crailsheim in der Würzburger s.Oliver-Arena, wohin sie gestern ausweichen mussten. Nach einem kaum für möglich gehaltenen 99:87-Sensationssieg gegen den Tabellenzweiten EWE Baskets Oldenburg bleiben die Merlins in der Bundesliga. Sie profitierten dabei von der 87:90-Niederlage der Eisbären aus Bremerhaven beim Mitteldeutschen BC in Weißenfels. Nun muss Bremerhaven runter in der 2. Liga. ptt

Die Stimmen der Trainer

Denis Wucherer (s.Oliver Würzburg): „Glückwunsch an Bamberg und die Coaches. Über das Spiel heute gibt es nicht sehr viel zu sagen. Unser Tank war nach relativ kurzer Zeit komplett leer. Dies hat sich in den letzten Wochen, die sehr anstrengend durch die Doppelbelastung, und Verletzungen in unserem Team waren, heraus kristallisiert. Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir haben uns international teuer verkauft und konnten auch national bis zum letzten Spieltag um einen Playoff-Platz mitspielen. Nochmals Glückwunsch an Bamberg für eine großartige Saison und viel Glück in den Playoffs.“

Federico Perego (Brose Bamberg): „Danke für die Glückwünsche von Coach Wucherer. Würzburg hat eine sehr gute Eurocup Saison gespielt und konnte die reguläre Saison trotz vieler Verletzungen kompensieren. Die nächsten Tage werden wir Energie tanken um uns dann intensiv auf unseren Playoff-Gegner Vechta vorzubereiten. Trotz der Verletzungen Vechtas ist die Mannschaft nicht zu unterschätzen.“

Tuomas Iisalo (Hakro Merlins Crailsheim): „Es ist schwer in dieser Situation Worte zu finden. Wir haben Unmögliches möglich gemacht. Heute haben wir jedes bisschen Unterstützung der Fans gebraucht. Es war eine unglaubliche Erfahrung. Unsere Jungs haben gezeigt, welchen Charakter sie haben, vor allem nach den schwierigen Zeiten dieser Saison. Ich bin froh für den Klub, die Fans und jedem der Anteil daran hat. Letztes Jahr habe ich gesagt, dass wir es nur zusammen schaffen können – und das ist nun der Grund für diesen magischen Tag.“ Mladen Drijencic (Headcoach EWE Baskets Oldenburg): „Ich gratuliere zum verdienten Sieg und dem verdienten Klassenerhalt. Wir haben heute alles versucht, aber das hat leider nicht zum Sieg gereicht. Ich kann meiner Mannschaft nicht vorwerfen, dass sie nicht alles versucht hat.“