s.Oliver Würzburg

Basketball Denis Wucherer vor dem Spiel gegen Bonn:

Spielfreude und Spaß wieder da

Archivartikel

Das unglücklich verlaufene Fiba-Europe-Cup-Finale gegen das italienische Team von Dinamo Sassari hat bei den Basketballern von s.Oliver Würzburger sicherlich Spuren hinterlassen. „Der Stachel der Niederlage sitzt nach wie vor tief. Wir waren nicht weit davon entfernt, einen europäischen Wettbewerb zu gewinnen. So eine Chance hast du nicht oft“, ist Headcoach Denis Wucherer auch eine Woche danach davon überzeugt, dass die Niederlage noch immer in den Köpfen herumspukt. Verarbeitet ist die Sache noch nicht, dafür aber wohl verdrängt: „Die Spieler sind Profis. Sie wissen, dass sie noch andere Ziele haben.“

Das hat die Mannschaft bei ihrer starken Leistung beim insgesamt schon etwas überraschenden Sieg in Bayreuth eindrucksvoll gezeigt. „Alle wussten ganz genau, dass das die letzte Chance für uns ist. Dementsprechend haben alle Spieler gezeigt, was in ihnen steckt.“ Trotz der langen und anstrengenden Saison, trotz der vielen Verletzten. So etwas macht natürlich einen Trainer Stolz: „Durch die starke Leistung vor allem in der ersten Hälfte in Bayreuth sind das Selbstbewusstsein, der Spaß am Job und die Spielfreude, die uns in den letzten Monaten ausgezeichnet haben, wieder da.“

Nicht nur die Fans, auch der gesamte Trainer- und Betreuerstab hat natürlich schon mal alle Möglichkeiten, wie die letzten beiden Spieltage der Saison verlaufen könnten, „durchgespielt“. Aber im Endeffekt sei dies nichts anderen als ein Zeitvertreib. „Die ganze Rechnerei hilft uns ja nicht weiter. Wichtig ist einzig und allein, dass wir zunächst gegen Bonn und dann vielleicht auch in Bamberg gewinnen und dafür alles raushauen. Wir wollen vor und mit unseren fantastischen Fans noch einmal richtig viel Spaß haben“, sagte Wucherer am Donnerstag unmittelbar nach dem Training.

Dabei war erstmals wieder nach seiner Verletzung der 18-jährige Joshua Obiesie. Spielen wird er gegen Bonn aber wahrscheinlich noch nicht. „Er hat erst einmal trainiert, das dürfte noch nicht ganz reichen“, so Wucherer. Er schenkt deshalb den Spielern sein Vertrauen, die in Bayreuth dabei waren und dabei einen sehr guten Job gemacht haben. „Wenn nichts Außergewöhnliches passiert, wird Joshua gegen Bonn nur zugucken.“ Was dann am Sonntag passieren kann, weiß ohnehin noch niemand. Hier ist nur eines klar: Die Brose-Arena in Bamberg ist die einzige aktuelle BBL-Halle, in der Würzburg noch nicht gewonnen hat. Zumindest bisher nicht . . .