s.Oliver Würzburg

Basketball Dreimal auswärts in Folge für s.Oliver Würzburg / Das Jahr beginnt mit einer „Reisewelle“ und führt zunächst nach Vechta

Wucherer: „Die haben den Aufstiegsspirit“

Mit drei Heimspielen in Folge in der easyCreditBBL startet s.Oliver Würzburg ins neue Jahr – los geht es am Samstagabend um 18 Uhr beim Überraschungsteam der Liga: Bundesliga-Rückkehrer Rasta Vechta hat neun seiner letzten elf Spiele gewonnen und ist als Tabellensechster auf klarem Playoff-Kurs.

„Sie haben diesen Aufstiegsspirit, den ich auch aus meiner Gießener Zeit kenne und der mit keinem Geld der Welt zu bezahlen ist“, sagt Headcoach Denis Wucherer vor der Partie im Rasta-Dome. Vier Tage später steht im Fiba-Europe-Cup das erste Heimspiel im neuen Jahr an: Am Mittwoch um 19 Uhr ist mit Szolnoki Olaj der amtierende Double-Gewinner und aktuelle Spitzenreiter aus Ungarn in der Würzburger s.Oliver-Arena zu Gast.

Doch zunächst gilt die volle Konzentration dem Auswärtsspiel beim dreimaligen Aufsteiger (2013, 2016 und 2018) aus Niedersachsen: „Sie haben sich im Sommer clever verstärkt, Coach Pedro Calles macht einen guten Job und seine Handschrift ist erkennbar“, so Denis Wucherer: „Das Team von Vechta hat eine Identität. Keine andere Mannschaft der Liga forciert mehr Ballverluste, keine andere Mannschaft wirft so oft von außen. Außerdem spielen sie sehr abgeklärt und machen nur wenige Fehler. Wir müssen bereit sein und von Anfang bis Ende physisch dagegen halten.“

Etwas überraschend haben die Niedersachsen auswärts eine bessere Bilanz (fünf Siege/zwei Niederlagen) als im heimischen Rasta- Dome (vier Siege/drei Niederlagen), der auch am Samstag wieder ausverkauft sein wird. Bayreuth, Frankfurt und Ulm ist es in der laufenden Saison bereits gelungen, die Punkte aus Vechta zu entführen.

Spieler mit schnellen Fingern

Das Geheimnis des Erfolgs der Niedersachsen liegt unter anderem an den schnellen Fingern ihrer Spieler: Mit Seth Hinrichs, Thomas Bray, Max DiLeo und Austin Hollins kommen gleich vier Akteure durchschnittlich auf mehr als einen Ballgewinn pro Partie. Insgesamt klauen die Niedersachsen ihren Gegnern 10,5 Bälle pro Spiel, das ist der aktuelle Spitzenwert in der easyCredit-BBL.

Weniger gut ist die Dreierquote, was die „Rastamen“ aus Vechta aber ein Stück weit dadurch ausgleichen können, dass sie mehr als 30 Würfe pro Spiel von jenseits der 6,75-Meter-Linie nehmen – damit sind sie ebenfalls die Nummer eins der Liga. Mit seiner Lieblingsbeschäftigung kommt auch ihr Topscorer Austin Hollins auf den Großteil seiner 16,6 Punkte im Schnitt – er trifft gut 37 Prozent seiner 8,4 Dreierversuche pro Partie. Thomas Bray (13,5 Punkte) drückt siebenmal pro Spiel von außen ab und trifft 34 Prozent. Auf eine zweistellige Punkteausbeute kommen außerdem Power Forward Seth Hinrichs (12,5), Spielmacher Josh Young (11,7) und Nachverpflichtung Tyrone Nash (10,8).

Für Rasta Vechta ist das Heimspiel gegen die Unterfranken das vierte Spiel innerhalb von elf Tagen – eventuell ein kleiner Vorteil für s.Oliver Würzburg, nachdem das für den 2. Januar vorgesehene Heimspiel gegen die Fraport Skyliners verlegt werden musste (der neue Termin ist noch nicht bekannt) und dadurch nach der knappen Heimniederlage gegen Oldenburg fünf Tage zur Regeneration und Vorbereitung zur Verfügung standen. pw