s.Oliver Würzburg

Basketball s.Oliver gewinnt gegen ZZ Leiden im Fiba-Europe-Cup mit 75:65 / Nach dem Sieg in Holland Tabellenführer der FEC-Gruppe A

Würzburg dreht Partie in der zweiten Hälfte

ZZ Leiden – Würzburg 65:75

Würzburg: Wells 16 Punkte/2 Dreier (7 Assists), Ellis 12 (5 Assists), Olaseni 11 (8 Rebounds), Hulls 11/3, Florian Koch 7/1, Lösing 6, Cooks 6, Buck 2, Albus 2, Richter 2 (8 Rebounds), Kresimir Loncar.

Zur Halbzeit der Gruppe A des Fiba-Europe-Cups (FEC) haben sich die Basketballer von s.Oliver Würzburg mit dem zweiten Auswärtssieg die „Pole Position“ vor den letzten drei Spieltagen gesichert: Dank einer starken zweiten Hälfte setzte sich das Team von Headcoach Denis Wucherer am Mittwoch beim holländischen Vizemeister ZZ Leiden mit 75:65 (25:30) durch.

50 Punkte nach der Pause

Nach einer zähen Anfangsphase mit schlechten Trefferquoten bekamen die Unterfranken den Gegner ab dem zweiten Viertel durch gute Verteidigung immer besser in den Griff und drehten die Partie durch starke 50 Punkte in der zweiten Hälfte. Topscorer der Partie war Leidens Darius Thompson mit 24 Punkten. Für s.Oliver Würzburg trafen mit Cameron Wells (16), Perry Ellis (12), Jordan Hulls (11) und Gabriel Olaseni (11) vier Spieler zweistellig. Wucherer verzichtete beim zweiten FEC-Auswärtsspiel auf Spielmacher Skyler Bowlin, für den US-Amerikaner rückte Kapitän Kresimir Loncar ins Aufgebot und Jordan Hulls in die Startformation. Nach vier gespielten Minuten lag der holländische Vizemeister, der zuvor sämtliche sieben Pflichtspiele der Saison gewonnen hatte, bereits mit 10:2 vorne – vor allem deshalb, weil bei den Unterfranken erst einmal wenig bis kein Rhythmus in der Offensive zu sehen war.

Erst ab Minute fünf lief es besser bei den Gästen – allerdings leisteten sie sich zu viele Fehler, um einen höheren Rückstand zu vermeiden. Darius Thompson und der holländische Nationalspieler Mohamed Kherazzi konnten Würzburger Ballverluste nutzen, um die Heimmannschaft mit zwei krachenden Dunks mit 21:10 in Führung zu bringen (8. Minute).

Das war aber dann auch der Zeitpunkt, ab dem es der Wucherer-Truppe immer besser gelang, das Tempo des Spiels zu kontrollieren. In den letzten zwölf Minuten einer an Punkten armen ersten Halbzeit gestattete s.Oliver Würzburg den Hausherren nur noch neun Zähler und konnte das Defizit dadurch bis zum Seitenwechsel auf fünf Punkte reduzieren (30:25). „Ab dem zweiten Viertel haben wir 30 Minuten lang eine solide Verteidigung gespielt. Von da an war es nur eine Frage der Zeit, bis unsere ersten Dreier gefallen sind“, sagte Wucherer nach dem Spiel. Im dritten Viertel gelang das noch nicht – nach 30 Minuten hatten die Unterfranken nur einen von insgesamt 15 Dreierversuchen im Leidener Korb untergebracht. Statt dessen kamen nach der Pause Gabriel Olaseni und Perry Ellis immer besser ins Spiel - das Big-Man-Duo von s.Oliver Würzburg erzielte in der zweiten Halbzeit zusammen 21 Punkte. Bei den Holländern hielten im dritten Abschnitt vor allem Darius Thompson und Spielmacher Maurice Watson weiter dagegen und sorgten dafür, dass die Gastgeber in der 31. Minute immer noch mit 49:43 vorn lagen. Cameron Wells und Perry Ellis konnten dann aber auf 49:47 verkürzen, und ab diesem Zeitpunkt war auch die Würzburger Dreier-Flaute endlich beendet: Jordan Hulls netzte zweimal in Folge von jenseits der 6,75-Meter-Linie zum 49:53 (33. Minute) ein und gab dem Spiel damit die entscheidende Wende. Fünf von sieben Dreierversuchen trafen die Gäste in der Schlussphase der Partie. Denis Wucherer setzte elf Akteure ein, von denen sich zehn in die Scorerliste eintragen konnten – am Ende auch noch der 19-jährige Badu Buck, der einen Fastbreak mit Korbleger zum 64:72 abschloss und dabei die ersten Europapokal-Punkte seiner Karriere erzielte. Durch den zweiten Sieg im dritten Spiel und die gleichzeitige 84:86-Niederlage von Sakarya BSB in Rumänien hat s.Oliver Würzburg die Tabellenführung in der FEC-Gruppe A erobert. pw