Tauberbischofsheim

40:30 – Matchball Schmidt

Archivartikel

Fabian Greulich zur Bürgermeisterwahl in Tauberbischofsheim

Es war eine herbe Schlappe für Amtsinhaber Wolfgang Vockel. Nur knapp 30 Prozent – das ist schmerzhaft. Die Enttäuschung darüber war dem Bürgermeister kurz nach der Bekanntgabe der Ergebnisse ins Gesicht geschrieben.

Auf der anderen Seite Anette Schmidt. Sie fuhr einen klaren Etappensieg ein. Knapp 40 Prozent der Wählerstimmen verbuchte sie für sich.

40:30 – Matchball Schmidt.

Mit dem klaren Ergebnis im Rücken geht die „Herausforderin“ in den finalen Durchgang. Ob sie dort überhaupt noch auf „Titelverteidiger“ Wolfgang Vockel treffen wird, ist nicht sicher. Denn bis Montagabend hatte der sich zu diesem Thema – genauso wie übrigens Stefan Konietzny – noch nicht festlegen wollen. Ob Vockel der entscheidende „Return“ gelingen kann, der das Blatt innerhalb weniger Tage zu seinen Gunsten wendet, ist ebenfalls offen.

Am 14. Juli sicher wieder mit von der Partie sein wird – neben Anette Schmidt – der Unternehmensberater Dr. Matthias Blümm. Mit seinen knapp zwölf Prozent liegt der zwar weit hinter den Bürgermeistern zurück, hat aber angesichts der starken Konkurrenz ein durchaus achtbares Ergebnis eingefahren. Kowatsch – „der Junge“, Schmid – „der Lehrer“ und Gehrig – „der Diplomat“ wollen dagegen das Handtuch werfen. Zumindest haben sie das gegenüber den FN erklärt.

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Und bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist kann noch viel passieren. Zum Beispiel könnte ein neuer Kandidat aufschlagen und das Feld „aufmischen“. In jedem Fall bleibt es spannend, auch wenn die Favoritenrolle nun klar vergeben ist.