Tauberbischofsheim

Kirchenchor St. Bonifatius Eineinhalbstündiges Konzert anlässlich des 50-jährigen Bestehens beeindruckte die Zuhörer

Abend mit klassischer Musik ging unter die Haut

Mit einem eineinhalbstündigen Festkonzert in „seiner“ Kirche feierte der Kirchenchor St. Bonifatius Tauberbischofsheim kürzlich sein 50-jähriges Bestehen.

Tauberbischofsheim. Der Kirchenchor hatte sich dazu die Gesangssolisten Sophia Bauer (Sopran) und Andreas Stoy (Bass) sowie das Kammerorchester „Leggero“ aus Würzburg engagiert. Das sehr zahlreich erschienene Publikum erlebte einen Abend mit klassischer Musik, der unter die Haut ging.

Geschickt verband das Programm Bach und Mozart mit geistlichen Volksliedern, Marienliedern und Abendliedern. Der 36 Mitglieder starke Chor zeigte mit sauberer Intonation, rhythmischer Präzision und wohltuend rundem, jungem Gesamtklang ein hohes musikalisches Niveau. Unter der Leitung seines neuen Dirigenten Arno Leicht entwickelte er eine erstaunliche Suggestionskraft, die in Mozarts Motette „Alma Dei creatoris mater“ und den stimmungsvollen Abendliedern am Ende des Konzerts ihre Höhepunkte hatte.

Das seidenweich musizierende Orchester, die glockenreine, bezaubernde Stimme der Sopranistin und die kraftvolle, Raum füllende des Basssolisten setzten überzeugende Farbakzente.

Instrumentaler Höhepunkt war das Doppelkonzert für zwei Violinen und Orchester von J. S. Bach: Konzertmeisterin Franziska Glemser und Kathrin Hildebrandt bildeten dabei ein virtuoses Solistenduo, das sowohl mit rasantem Impetus wie mit gefühlstiefen Kantilenen die grandiose Partitur auslotete.

Lang anhaltender Beifall belohnte die Ausführenden für ein Konzert, das wahr machte, was Dekan Hauk in seiner kurzen Ansprache formulierte:

„Wo das Wort nicht mehr weiter reicht, kann Musik die Geheimnisse des christlichen Glaubens erschließen.“