Tauberbischofsheim

Wahlkampfveranstaltung Bürgergespräch mit Wolfgang Vockel in Distelhausen

Absage an Abfallbehandlungsanlage

Archivartikel

Distelhausen.Eine Wahlveranstaltung mit Wolfgang Vockel fand im Biergarten des „Kleinen Amtshotel“ in Distelhausen statt. Dazu ging den FN folgender Bericht zu:

Eines der lokalen Anliegen ist die Neugestaltung der Ortsmitte besonders an der östlichen Seite der Ortsdurchfahrt gegenüber der Kirche. Sie werde bisher von unattraktiven Leerständen geprägt. Vockel ist zuversichtlich, einen guten Konsens zwischen den öffentlichen Belangen und den Interessen der Eigentümerin zu erzielen.

Den Überlegungen aus Gerlachsheim, eine Abfallbehandlungsanlage an die Grenze zu Distelhausen zu setzen, erteilte Vockel ein erneute Absage. „Es ist weder hinnehmbar noch genehmigungsfähig, den Distelhäusern so etwas vor die Nase zu setzen,“ erklärte er. Zur geplanten Trasse der Suedlink-Stromleitung lehne er den geplanten Korridor strikt ab. Der vom Investor bei der Bundesnetzagentur beantragte, einen Kilometer breite Planungsraum berühre berechtigte Distelhäuser Interessen. Er könne nach Süden verschwenkt werden.

Modellcharakter für andere Ortsteile habe das Alten- und Pflegeheim St. Hannah. Das Kleeblattprinzip mit einer Zentrale und kleineren Häusern in der Nachbarschaft ermögliche es, den Lebensabend in den Ortschaften zu verbringen. Gerne habe er an diesem Projekt mitgewirkt. Für die Jugend werde die Stadt einen Jugendraum im Rathaus schaffen. Vockel freue sich auf die zugesagte Unterstützung des dazu gegründeten Vereins. Die große Leistungsfähigkeit der örtlichen Gemeinschaft zeige sich in Distelhausen nicht zuletzt durch die vorbildlich organisierten Distelhäuser Pfingsttage. Wichtig für die Zukunft des Orts seien Baumöglichkeiten innerorts, die auch durch eine städtische Förderung unterstützt würden, aber ebenso durch die in geplante, maßvolle Flächenausweisung in südlicher Richtung.

Nach jahrelanger Planung des Bunds stehe der Neubau der Straßenmeisterei nun an. Das bringe weitere Arbeitsplätze nach Distelhausen. In dieser Hinsicht sei der Stadtteil bestens strukturiert. Dies gelte auch für die Gesamtstadt mit einer Beschäftigung auf höchstem Niveau und einer gleichzeitig sehr niedrigen Arbeitslosigkeit. Die Wirtschaftsförderung aus dem Rathaus sei für ihn stets Chefsache und ein zentrales Anliegen für die Zukunft der Gesamtstadt. Überlegungen zur Abschaffung der unechten Teilortswahl, die den Stadtteilen jeweils einen Sitz garantiere, unterstütze er nicht. „Struktur und Zusammenarbeit haben sich bisher bestens bewährt“, erklärte Vockel,

Auf Fachfragen zur Hochwasserschutzplanung des Landes und zur Forstwirtschaft bot Vockel an, die Verantwortlichen und die Kritiker an einen Tisch zu holen, um unterschiedliche Auffassungen zu fachspezifischen Aspekten zu besprechen. Die anwesenden Bürger gaben zudem Hinweise zu notwendigen Verbesserungen an städtischen Einrichtungen und Straßen. Vockel begrüßte diese Hinweise.