Tauberbischofsheim

Schulzentrum am Wört Entlassfeier für 87 Realschüler in der Festhalle / Zeugnisse übergeben und herausragende Leistungen gewürdigt

Alle Hindernisse erfolgreich überwunden

Archivartikel

Im Rahmen eines Festakts erhielten 87 Realschüler des Schulzentrums am Wört ihre Abschlusszeugnisse.

Tauberbischofsheim. „Zehn Jahre sind eine lange Zeit. Um: Den Eltern über den Kopf zu wachsen, die Holzbauklötze gegen ein modernes Smartphone einzutauschen, das Fahrrad durch ein Moped zu ersetzen. Oder um seinen Schulabschluss abzulegen. Dabei von der ersten bis zur zehnten Klasse in die Höhe zu steigen, alle Hindernisse und Schwierigkeiten Stufe für Stufe zu überwinden, das Ziel ,Mittlere Reife‘ immer fest im Blick behaltend.“

Für 87 Realschüler des Schulzentrums am Wört war das in der letzten Dekade die Realität gewesen, und nun warteten sie, als Lohn ihrer Bemühungen, darauf, ihr Abschlusszeugnis überreicht zu bekommen.

Abwechslungsreicher Abend

Die Entlassfeier stand an und wurde gleich schwungvoll eröffnet: das Bläserensemble unter Leitung von Frau Erhardt stimmte mit „Land of Hope and Glory“ sowie der „Europahymne“ die Gäste auf einen abwechslungsreichen Abend ein.

Die stellvertretende Schulleiterin Kieslich übernahm daraufhin die Begrüßung, woraufhin erneut das Bläserensemble mit dem „Party Rock Anthem“ zu den Grußworten überleitete.

Bürgermeister Wolfgang Vockel gratulierte den Absolventen und wünschte ihnen viel Mut und Freude für die Zukunft. Die Schüler seien als Angehörige der „Generation Z“ von Kindesalter an völlig selbstverständlich mit dem Gebrauch von digitalen Technologien wie World Wide Web, MP3-Player, Instagram und Mobiltelefonen vertraut, sollten aber dabei nicht die Teilnahme an der Gesellschaft aus den Augen verlieren.

Weitere Glückwünsche überbrachten die Elternbeiratsvorsitzenden Carmen Wagner sowie Judith Föhre, die ganz explizit allen Eltern dankten, die immer dafür gesorgt hätten, dass ihre Kinder pünktlich in die Schule gekommen seien und ihren Sprösslingen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite gestanden seien. Ein wichtiger Lebensabschnitt gehe für die Schüler zu Ende, für den nächsten wünschten sie alles Gute.

Dann wurde es lauter und fetziger – die Rock-AG mit ihrem Bandleader Kirchner an der Spitze ließ die Festhalle zu den Klängen von „Slither“ und „25 or 6 to 4“ erbeben. Doch die nächsten ruhigeren Worte ließen nicht lange auf sich warten: Aleyna Dogruel übernahm in ihrer Funktion als Schülersprecherin das Mikrofon und ließ die letzten Schuljahre Revue passieren. Die Aufregung und Nervosität im Jahr 2012 bei der Einschulungsfeier seien umsonst gewesen, alles hätte gut geklappt in den Jahren auf der weiterführenden Schule. Mit Wehmut blickten sie und ihre Mitschüler auf die Realschulzeit zurück. Dankbar seien sie den Lehrern und ihren Eltern für ihre Unterstützung und sie seien froh, dass sie viele Freundschaften an der Schule geschlossen hätten, die hoffentlich lange halten würden.

Natürlich wollte es sich auch der Rektor des Schulzentrums, Christian Wamser, nicht nehmen lassen, „seine“ Schüler zu verabschieden. Die Jugendlichen hätten eine wichtige Etappe geschafft, neue Türen würden sich nun für sie öffnen. In den letzten Jahren hätten die Absolventen viele Stufen überwunden, „manchmal fiel es ihnen leicht, manchmal war es schwieriger – aber alle Hindernisse sind erfolgreich überwunden worden, was sich im erfolgreichen Bestehen des Abschlusses widerspiegelt“, sagte er.

Diese Erfahrungen sollten sie alle in Erinnerung behalten für den Ansturm auf neue Gipfel, egal ob auf dem weiteren Schulweg, oder in der anstehenden Ausbildung. Für das Erklimmen dieser neuen Stufen wünschte Rektor Wamser den Ex-Realschülern alles Gute.

Preise und Belobigungen

Die Rock-AG sorgte mit zwei weiteren Liedern für die richtige Einstimmung, bevor endlich der von den Schülern herbeigesehnte Moment anstand: die Zeugnisübergabe sowie das Überreichen der Belobigungen und Preise, die vom Förderverein gestiftet wurden.

Rektor Wamser, seine Stellvertreterin sowie die Klassenlehrer Geidel (10c), Günther (10d), Kirchner (10e) und Veith (10f) händigten den Jugendlichen die wichtigen Dokumente aus und wünschten ihnen viel Erfolg für die Zukunft.

Zehn Jahre als Schüler waren somit vorbei, und das Ziel „Mittlere Reife“ nun auch endlich offiziell erreicht.

Der Preis des Fördervereins für den Schulbesten ging an Jonas Dosch (Notendurchschnitt 1,3). Einen Preis für besondere Leistungen erhielten: Lena Bauer (1,9), Theresa Haag (1,9), Eva Baumann (1,8), Chantal Greulich (1,8), Simon Lippert (1,7), Celine Röchner (1,6), Jan Sexlinger (1,6), Aleyna Dogruel (1,5), Julius Faulhaber (1,4), Luca Müller (1,4) und Jonas Dosch (1,3).

Zusätzliche Preise gingen an: Eva Baumann für sehr gute Leistungen im Fach Deutsch (1,4), Vivien Engert (Mathematik, 1,3), Katharina Glock (Englisch, 1,4), Chantal Greulich (Englisch, 1,4), Johanna Wiefel (Mathematik, 1,3), Sonja Ostermann (Mathematik, 1,0), Celine Röchner (Mathematik, 1,2), Julius Faulhaber (Mathematik, 1,3), Luca Müller (Mathematik, 1,4), Aleyna Dogruel (Englisch, 1,4), Jonas Dosch (Mathematik, 1,2), Eike Hetzel (Englisch, 1,3), Simon Lippert (Mathematik, 1,3), Muriel Withopf für besonderes Engagement in der Rock AG sowie Aleyna Dogruel für ihr herausragendes Engagement als Schülersprecherin.

Preis des Fördervereins

Der Preis des Fördervereins für die besten FÜK-Gruppen (Note 1) ging an Luca Müller, Lena Bauer, Julius Faulhaber und Luca Ausmeier (Thema: „Atombombe – ihre Entwicklung und Funktionsweise“) sowie an Jonas Dosch, Jan Sexlinger und Simon Lippert (Thema: „Das Wirtschaftswunder – Der wirtschaftliche Wiederaufstieg in Westdeutschland“).

Ein Lob für allgemeine gute Leistungen erhielten: Jonas Berger, Katharina Glock, Lara Hemrich, Luisa Marie Kurz, Marie Heintz, Sandra Vegele, Jasmin Göbel, Michelle Wild, Dennis Fritzenschaft und Eike Hetzel.