Tauberbischofsheim

Johannes-Sichart-Haus Anna-Maria Witte wurde am Dienstag in den Ruhestand verabschiedet / Künftige Leiterin mit einem kleinen Festakt offiziell eingeführt

Annika Hoffmann ist neue Hausdirektorin

Das Johannes-Sichart-Haus hat eine neue Leitung. Annika Hoffmann wurde offiziell als Hausdirektorin der Pflegeeinrichtung eingeführt, ihre Vorgängerin Anna-Maria Witte verabschiedet.

Tauberbischofsheim. „Ich bin immer wieder gerne in Tauberbischofsheim, heute besonders“, sagte Bernhard Schneider bei der Amtseinführung der neuen Hausdirektorin Annika Hoffmann im Johannes-Sichart-Haus in seiner Begrüßung. Bevor der Hauptgeschäftsführer der Evangelischen Heimstiftung (EHS), dem Träger des Altenheims, Hoffmann den sprichwörtlichen Staffelstab übergab, stand jedoch erst einmal die Verabschiedung der bisherigen Heimleiterin Anna-Maria Witte in den Ruhestand auf dem Programm.

Abschied und Neuanfang

Seit dem Jahr 2010 hatte Witte als Hausdirektorin das Johannes-Sichart-Haus geleitet, für die EHS war sie insgesamt 13 Jahre lang tätig. „Ich hatte immer das Gefühl, dass sie eine gute Seele dieses Hauses und eine treue Seele für die EHS war“, betonte Bernhard Schneider.

Nachfolgerin von Anna-Maria Witte wird die 27-jährige Annika Hoffmann. Zur Vorbereitung auf ihre neue Aufgabe hat sie unter anderen ein zweijähriges Trainee-Programm bei der EHS absolviert. Erfahrungen hat sie außerdem in EHS-Einrichtungen in Heidenheim an der Brenz und Stuttgart gesammelt. „Bis jetzt hat mich noch keine der jungen Frauen enttäuscht, die eine solche Aufgabe bei uns übernommen hat – und Sie werden das sicher auch nicht tun“, sagte der Hauptgeschäftsführer an Hoffmann gerichtet. „Packen sie die Herausforderungen an“, lautete sein Rat für die neue Hausdirektorin.

Dass das Johannes-Sichart-Haus in Tauberbischofsheim eine besondere Rolle spielt, hob Bürgermeister Wolfgang Vockel in seinem Grußwort hervor. „Sie sind mehr als nur ein Altenheim, weil sie sich auch nach außen öffnen“, bekräftigte das Stadtoberhaupt. Mit Blick auf das Wirken der bisherigen Heimleiterin stellte Vockel fest: „Die Menschlichkeit und Herzlichkeit ist hier spürbar, dafür haben Frau Witte und ihr Team gesorgt“. Die neue Leiterin Annika Hoffmann übernehme ein sehr gut geführtes Haus, so der Rathauschef.

Nicole Schwarz, Leiterin des Amts für Pflege und Versorgung beim Landkreis Main-Tauber, wählte in ihrem Grußwort einen nautischen Vergleich. Die Aufgabe eines Heimleiters sei schließlich nicht unähnlich der eines Kapitäns: „Beide haben keine leichte Aufgabe, tragen viel Verantwortung und müssen dafür sorgen, dass der Kurs gehalten wird“.

Silke Breuninger vom Konvent der EHS bot der neuen Heimleiterin ihre Patenschaft an, damit sie für ihre neue Aufgabe einen Ansprechpartner, einen Ratgeber und auch eine Schulter zum Anlehnen habe.

Mit viel Lob verabschiedete sich Swantje Popp, Regionaldirektorin Hohenlohe/Tauber bei der EHS, von der scheidenden Heimleiterin. „Mit großem Engagement, hoher Fachkompetenz und wunderbarer Empathie haben Sie dieses Haus geleitet“, sagte Popp an Anna-Maria Witte gerichtet. Um ihr anschließend wohl das größte Lob zu erteilen, dass man als Arbeitnehmer erhalten kann: „Wir haben es nie bereut, Sie eingestellt zu haben“.

Der neuen Hausdirektorin gab Popp einen Vertrauensvorschuss mit. „Die Übernahme einer Einrichtung als Leiterin ist eine große Herausforderung, aber ich bin sicher, dass Sie diese Aufgabe mit Bravour meistern“, zeigte sich die Regionaldirektorin überzeugt.

Neben den zahlreichen Grußworten durften selbstverständlich auch die beiden wichtigsten Personen des Tages zu Wort kommen: die alte und die neue Hausdirektorin.

Anna-Maria Witte blickte dabei überaus zufrieden auf ihre Zeit als Leiterin des Johannes-Sichart-Hauses zurück. „Es war mein Traumjob, mit allen Höhen und Tiefen, mit allem was dazugehört“, sagte Witte. „Mein Arbeitsleben war so erfüllend und bereichernd, es ist kaum zu fassen, dass so viel Leben in diese Tage und Jahre gepasst hat.“ Ihre Motivation sei dabei stets die Liebe zu Menschen gewesen. Von ihren ehemaligen Kollegen wünschte sie sich dann auch, dass diese Liebe und Humor bei der Arbeit nicht zu kurz kommen ließen. Sie gab ihnen noch den Rat mit auf den Weg, sich den Beruf des Altenpflegers nicht schlechtreden zu lassen. „Das ist ein wundervoller Beruf mit vielen Aufstiegsmöglichkeiten“, so Witte voller Überzeugung.

Gemeinsam die Aufgabe angehen

Die neue Hausdirektorin Annika Hoffmann bedankte sich für die zahlreichen Vorschusslorbeeren und bekräftigte, dass im Johannes-Sichart-Haus alle gemeinsam ein Team seien. „Hier in unserem Haus leben, lieben und lachen wir gemeinsam“, so Hoffmann.

Ein geistliches Wort sprach Pfarrer Gerd Stühlinger von der evangelischen Kirchengemeinde Tauberbischofsheim. „Wer sich von Gott getragen weiß, kann immer wieder von sich absehen und den Blick auf andere wenden, die Trost und Hilfe suchen“, lautete sein Rat an die neue Heimleiterin. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Band „Swing Two“.