Tauberbischofsheim

Distelhäuser Brauerei Slow Brewing Institut übergab erneut das Gütesiegel / Strenge Richtlinien vorgegeben

Ausgezeichnete Art des Bierbrauens

Auszeichnung für die Distelhäuser Brauerei. Das Slow Brewing Institut vergab erneut ihr Gütesiegel.

Distelhausen. Erneut fand die jährliche Überprüfung der Brauerei durch das Slow Brewing Institut statt. Dr. August Gresser, Gründer und Geschäftsführer von Slow Brewing, war selbst nach Distelhausen gekommen, um das Unternehmen nach den strengen Richtlinien der Vereinigung zu überprüfen. Das Gütesiegel wird nur vergeben, wenn alle Bereiche als ausgezeichnet bewertet wurden.

Nachdem dieses Ziel am Ende eines erfolgreichen Prüfung mit Bravour erreicht war, überreichte Dr. Gresser den beiden Distelhäuser Geschäftsführern Roland Andre und Christoph Ebers die Urkunden, die nun ein weiteres Jahr die Mitgliedschaft in dieser inzwischen hoch angesehenen und exklusiven Vereinigung ausgesuchter Brauereien besiegelt.

„Wir sind der Überzeugung, dass Genuss Zeit braucht. Danach richten wir unsere Arbeitsweise, unsere Rezepturen und unsere ganze Art aus, Bier zu brauen. Und das nicht nur seit heute, sondern seit vielen Jahren. Daher sind wir auf die erneute Auszeichnung wieder sehr stolz“, so Roland Andre, Braumeister und Geschäftsführer der Distelhäuser Brauerei.

Renommierte nationale und internationale Qualitätswettbewerbe sehen in der Regel nur eine einmalige Prüfung des Biers pro Jahr vor. Oft beschränkt sie sich nur auf eine sensorische Kontrolle des frischen Biers. Das Slow Brewing Gütesiegel für Bier hingegen prüft im Rahmen des sogenannten „Bierkarussells“ monatlich die Qualität des Bieres sowohl analytisch im Labor als auch auch sensorisch den Geruch, den Geschmack, die Vollmundigkeit, die Rezenz und die Bittere – nicht nur im frischen sondern auch im gealterten Bier.

Diese wissenschaftliche Kontrolle in hoher Frequenz stellt für Slow Brewer eine permanente Herausforderung dar.

„Am Biermarkt gibt es kein Gütesiegel, das mit Slow Brewing vergleichbar ist. Wir sind daher stolz, dass alle unsere Biere auf ihrem Etikett das Slow Brewing Siegel tragen dürfen“, so der kaufmännische Geschäftsführer Christoph Ebers.

Neben der Verwendung reinster, natürlicher Rohstoffe ist es auch die langsame, schonende Brauweise, die sich auf den runden und ausgereiften Geschmack der Biere auswirkt. Diese Sorgfalt beginnt bereits bei der Verarbeitung der natürlichen Rohstoffe im Sudhaus. Bei der anschließenden Gärung und Lagerung geben die Distelhäuser dem Bier ganz bewusst die nötige Zeit, um sich in Ruhe zu entwickeln. Die Würze wird nicht wie in vielen Brauereien üblich, bei hohen Temperaturen und oft unter Druck in wenigen Stunden vergoren. Die Hefe hat mindestens eine Woche Zeit, damit sie bei niedrigen Temperaturen ohne Stress die gewünschten Aromen voll entwickeln kann. Bis zu 6 Wochen Reifung bei Temperaturen um den Gefrierpunkt entfalten zu guter Letzt den vollendeten Geschmack der Genussbiere.

Slow Brewer müssen aber nicht nur die Anforderungen an Geschmack, Qualität und Brautechnik erfüllen, sondern auch etliche ganz wesentliche Anforderungen in den Bereichen nachhaltiges Wirtschaften sowie Unternehmensführung und -kultur erfüllen. Das Slow Brewing Audit umfasst mehr als 500 Fragen und wird permanent weiterentwickelt. Dies fordert von den Brauereien Transparenz und das zahlt sich aus - für die Konsumenten und die Brauereien. Vergeben wird das Gütesiegel vom Slow Brewing Institut, einem unabhängigen und wissenschaftlich fundierten Kontrollorgan. Slow Brewing wurde 2011 als „Bewegung“ mit äußerst strengen Aufnahmekriterien ins Leben gerufen.

Nach der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Kriterien wurde 2016 als Konsequenz das Slow Brewing Institut gegründet. Seit diesem Zeitpunkt kann sich jede Brauerei für das Gütesiegel bewerben.

Mittlerweile wurden 26 Brauereien aus Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.