Tauberbischofsheim

Kolpingsfamilie Hochhausen 70-jähriges Bestehen wurde mit einem umfangreichen Programm gefeiert / Langjährige Mitglieder ausgezeichnet

Bedeutend in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Hochhausen.Ihr 70-jähriges Bestehen feierte die Kolpingsfamilie Hochhausen mit einem umfangreichen Programm. Besonders erfreulich war, dass auch drei Neumitglieder aufgenommen werden konnten.

Mit dem Kameradschaftsabend am vergangenen Samstag im Konradsaal begann die Feier. Nach der Begrüßung durch Vorsitzenden Hans-Jürgen Bundschuh nutzte der langjährige Bezirksvorsitzende Georg Maluck (Tauberbischofsheim) die Gelegenheit zum Dank für das gute Miteinander der Kolpingsfamilien Tauberbischofsheim und Hochhausen.

Blick in die Geschichte

Im Anschluss gratulierten Dekan Gerhard Hauk und Präses Pater Kasimir Fieden zum Jubiläum. Während Hauk die solide Zusammenarbeit mit dem Pfarrgemeinderat hervorhob, erörterte Pater Kasimir die Bedeutung des Kolpingwerks in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Anschließend blickte Hans-Jürgen Bundschuh auf die Geschichte der Kolpingsfamilie zurück und erinnerte an die am 19. Januar 1948 erfolgte Gründung sowie die ersten Jahre, die von Vorträgen, Sitzungsabenden und Ausflügen etwa in die Schweiz oder zum Kolpingtag nach Köln dominiert wurden. In diese Zeit fielen auch der Bau des Konradsaals und der Ausbau des Gruppenraums; aus der früheren Pfarrscheune wurde ein Gemeinschaftsraum für die Ortschaft.

1974 stellte ein junges Vorstandsteam mit Vorsitzendem Hans-Jürgen Bundschuh und Stellvertreter Hubert Kuhn, Schriftführer Joachim Schmitt und Kassier Franz-Wilhelm Ditzenbach den Verein neu auf und ordnete unter anderem die Renovierung des „Käpelle“, der Friedhofskapelle und die Errichtung des Jugendkellers im Grünauer Hof an. Zeitgleich entstand der Tischtennisraum unter dem Konradsaal.

Gleichsam erinnerte Hans-Jürgen Bundschuh an 30, in ganz Deutschland verbrachte Freizeiten und die Auslandsfreizeiten nach Schweden, Jugoslawien, England/Schottland, Südfrankreich und Westfrankreich mit Besuch der Olympischen Sommerspiele 1992 in Barcelona. 1991 nahm eine Hochhäuser Delegation an der Seligsprechung von Gründervater Adolph Kolping teil. „All das hinterließ bleibende Werte in Form besonderer Erinnerungen, die wir nicht missen möchten“, fasste Bundschuh zusammen. Geehrt wurden im Anschluss Josef Michel und Dekan Werner Florian für jeweils 25-jährige Treue; seit 40 Jahren gehört Anton Michel dem Verein an. Neu aufgenommen wurden Lore Faulhaber, Amelie Mark und Lena Mathias. Musikalisch wurde der Kameradschaftsabend von Thomas Ditzenbach umrahmt: Er brillierte mit einem geschmackvollen Trompetensolo.

Am Sonntag setzte ein mit Kolpingfreunden aus Tauberbischofsheim, Königheim, Unterbalbach, Lauda und Königshofen gefeierter Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Pankratius die Feier fort. Dekan Gerhard Hauk berief sich in seiner packenden Predigt auf Adolph Kolping, der die Zeichen der Zeit erkannte, indem er Antworten auf die „soziale Frage“ suchte und fand. Auf die Frage, ob die Kirche politischer werden müsse, antworte er, dass Kolping als politischer Mensch Flagge zeigte und zog Parallelen zu Papst Franziskus. Sein Dank galt allen Aktivposten des Vereins.

Mit einer gut besuchten, in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung „Schwarz auf Weiß“ veranstalteten Buchausstellung, klang das Jubiläumswochenende aus.

Auf besonderes Interesse stießen Bände über das Leben und die Predigten des früheren Dekans Fritz Ullmer.