Tauberbischofsheim

Zweites Jugendforum Unter dem Titel „Unser Tauber. Entscheidet mit“ machten sich rund 60 Jugendliche zu fünf Themen Gedanken und brachten ihre Ideen vor

Das Freizeitangebot attraktiver gestalten

Beim zweiten Jugendforum unter dem Titel „Unser Tauber. Entscheidet mit“ am Freitag in der Stadthalle machten sich rund 60 Jugendliche Gedanken, wie die Stadt für sie attraktiver würde.

Tauberbischofsheim. Rund 60 Jugendliche der Tauberbischofsheimer Schulen trafen sich am Freitag zum zweiten Jugendform der Stadt in der Festhalle zusammen. Unter dem Motto „Unser Tauber. Entscheidet mit.“ waren alle zwischen 14 und 18 Jahren aufgerufen, gemeinsam mit Vertretern der Stadt über Vorschläge und Themen für Tauberbischofsheim zu diskutieren.

Bürgermeister Wolfgang Vockel begrüßte zunächst die Jugendlichen und wies darauf hin, wie wichtig die Beteiligung der Jugend einer Stadt ist. „Wir wollen Eure Ideen hören und tun unser Bestes, diese auch umzusetzen“, so Vockel.

Verschiedene Mitarbeiter aus der Stadtverwaltung und Mitglieder des Gemeinderates betreuten anschließend die Kleingruppen, auf die sich die Schülerinnen und Schüler gleichmäßig aufgeteilt hatten. Über den Organisator Christian Gros konnten die Teilnehmer in den Wochen zuvor schon eigene Themen einreichen und Schwerpunkte festlegen.

Fünf Hauptthemen

Die fünf Hauptthemen waren letztendlich die „Steigerung der Attraktivität von städtischen Veranstaltungen“, „Sport- und Freizeitstätten im Stadtgebiet“, „Gestaltung eines Jugendtreffs“, „Organisation eines Freizeitevents für Jugendliche“ und „Musikschule für Jugendliche“. Nach einem kurzen Frühstück begannen die Jugendlichen zu diskutieren und präsentierten anschließend ihre Ergebnisse im Plenum.

Die Gruppe für „Sport- und Freizeitstätten im Stadtgebiet“ stellte die Idee eines großen Skateparks vor. Dort sollte es Sitzmöglichkeiten und eine Überdachung geben, damit die Jugendlichen sich bei Bedarf dort aufhalten können.

Finanziert werden könnte das Gelände durch Sponsoring, beispielsweise von Sportgeschäften. Eine weitere Idee war eine Graffitiwand, an der sich die Jugendlichen verwirklichen dürfen.

Bei „Gestaltung eines Jugendtreffs“ wünschen sich die Teilnehmer einen zentralen Jugendraum mit Musik und Lichtanlage, der ohne feste Uhrzeiten geöffnet ist.

Für die „Organisation eines Freizeitevents“ schlugen die Teilnehmer Discos, Partys oder ein Farbenfestival vor, zum Beispiel an der Kaserne oder in der Festhalle, als zweiten Vorschlag eine Schaum- oder Beachparty im Schwimmbad und als dritten Vorschlag Bälle in Kooperation mit Tanzschulen oder dem Tanzsportclub.

Die Gruppe „Musikschule für Jugendliche“ machte sich für mehr Werbung für die städtische Musikschule stark und möchte zu diesem Zweck entweder ein Werbevideo drehen oder für mehr Aufmerksamkeit in den sozialen Medien und bei Veranstaltungen wie Martini-Messe oder Altstadtfest sorgen.

Thema in der fünften Gruppe war die „Attraktivität von städtischen Veranstaltungen“. Hier wollen die Jugendlichen mehr Aktivität der Stadt bei Instagram, mehr Feste in der Stadt wie Mottopartys und den Zugang zu Festen auch für Jüngere.

Bürgermeister Wolfgang Vockel dankte den Jugendlichen für die zahlreichen Vorschläge und wollte auch zuletzt wissen, wie man die jüngeren Bürger der Stadt am besten ansprechen könne.

Das Format „Jugendforum“ wurde gut bewertet und einige Teilnehmer waren von der Veranstaltung positiv überrascht. „Natürlich habt Ihr ganzjährig die Möglichkeit, Euch in der Stadt einzubringen“, so Vockel zum Schluss. „Über die Sozialen Medien, E-Mail oder persönlich könnt Ihr mich oder die Mitarbeiter der Stadt jederzeit gerne kontaktieren.“ Im vergangenen Jahr startete das Jugendforum erstmalig. Hierbei hatten sich 15 Jugendliche in der Stadthalle eingefunden, um in verschiedenen Projektgruppen über Angelegenheiten und Probleme zu debattieren und ihre Ideen in aktuelle Projekte einzubringen.

In der Gemeindeordnung Baden-Württemberg wurde fest verankert, dass eine Gemeinde Kinder und Jugendliche bei Planungen und Vorhaben, die ihre Interessen berühren, in angemessener Weise einbeziehen muss. Dafür sind von der Gemeinde geeignete Beteiligungsverfahren zu entwickeln. In Tauberbischofsheim folgte der Gemeinderat dem Vorschlag von Bürgermeister Wolfgang Vockel, die Jugendlichen in Form eines jährlich stattfindenden Jugendforums zu beteiligen. sttbb