Tauberbischofsheim

Schreibwerkstatt FN-Redakteurin Melanie Müller und Volontär Marcel Sowa erklärten Azubis der Kaufmännischen Schule wie Texte, Berichte und Briefe aufgebaut sein sollten

Das Für und Wider des Handyverbots im Unterricht erörtert

Archivartikel

Tauberbischofsheim.Worauf kommt es beim Verfassen von Texten an? Was muss man beachten, damit ein Bericht ausgewogen ist, und der Leser sich ein umfassendes Bild machen kann? Wie schreibe ich einen Brief, damit meine Argumentation für den Adressaten nachvollziehbar ist? Mit dieser Thematik beschäftigte sich die Schreibwerkstatt im Rahmen des FN-Projekts „Klasse Azubis“ an der Kaufmännischen Schule in Tauberbischofsheim.

Bei Schülern bietet sich natürlich das Handy als Thema an und da es sich um Schüler und Auszubildende handelt, natürlich das Handyverbot im Unterricht oder bei der Arbeit. Auch an der Kaufmännischen Schule gibt es in der Schulordnung ein solches Handyverbot für den Unterricht. Nun sollten die Auszubildenden zunächst Argumente für und gegen das Verbot sammeln. FN-Redakteurin Melanie Müller und Volontär Marcel Sowa standen mit Rat und Tat zur Seite und gaben hilfreiche Tipps. Im Nu waren zahlreiche Argumente sowohl für als auch gegen das Handyverbot gefunden.

Als die zwei wesentlichen Argumente für das Handyverbot kristallisierten sich Unhöflichkeit und Ablenkung heraus. Vor allem auch am Arbeitsplatz erachteten es die Auszubildenden als unhöflich, wenn man im Beisein oder im Gespräch mit Kunden ständig am Handy ist. Weiter führten die jungen Erwachsenen ins Feld, dass das Handy vom Unterricht ablenken würde, die Schüler dann nicht konzentriert genug bei der Sache wären. Auch würde es mitunter den Unterricht stören.

In der Mehrzahl waren jedoch die Argumente, die gegen ein Handyverbot im Unterricht sprachen. Hier wurde an erster Stelle die Erreichbarkeit genannt, gefolgt von der Möglichkeit, die Handys für den Unterricht zu nutzen. Hier führten die Schüler auf, dass man Taufelaufschriebe abfotografieren und es für Übersetzungen im Englischunterricht verwenden könne sowie dass man immer gut informiert sei – etwa über das Weltgeschehen. Was aber noch wichtiger sei, über Schulinterna, wie Stundenplanverschiebungen. Auch meinten die Auszubildenden, dass eine bessere Kommunikation möglich sei.

Aufbauend auf dieser Stoffsammlung sollten die Auszubildenden dann einen Brief an den Schulleiter schreiben, in dem sie ihm ihre Meinung zum Handyverbot schildern sollten und aufgrund der Argumente entweder das Aufheben des Verbotes fordern oder dessen Aufrechterhaltung. Natürlich waren die Schüler in der Mehrzahl gegen das Handyverbot.

Wichtig war Melanie Müller und Marcel Sowa, zu zeigen, dass Texte und Briefe so abgefasst werden, dass die Meinungsbildung des Autors für den Leser oder Adressaten nachvollziehbar ist. Dies gelte auch für Zeitungsberichte, die ein neutrales und vielschichtig beleuchtetes Bild eines Ereignisses geben sollten. Die Sammlung von Fakten und Argumenten ist dabei unverzichtbar. hut