Tauberbischofsheim

Ein farbenfrohes Spektakel Der Seligenstädter Kaufmannszug machte nach vier Jahren wieder Station in der Stadt / Auch Duderstadts Bürgermeister war begeistert

„Das passt zu Tauberbischofsheim“

Der Kaufmannszug legte am Dienstag auf seinem Weg von Augsburg nach Seligenstadt unter lauten „Jubel!“-Rufen Station in Tauberbischofsheim ein.

Tauberbischofsheim. Pünktlicher als mancher Zug der Bahn traf der Kaufmannszug vor den Toren der Stadt ein. Nach der Übergabe des Geleitbriefs – alles muss seine (historische) Richtigkeit haben – bahnte sich der farbenfrohe Tross unter „Jubel!“-Rufen seinen Weg hinauf zum Schlossplatz.

Man hatte die Wahl: Entweder konnte man sich ins Mittelalter zurückversetzt fühlen, glauben, Komparse in einem Historienfilm zu sein, oder ganz einfach das seltene Spektakel genießen.

Schließlich bietet sich die Gelegenheit dazu nur alle vier Jahre.

Während es beim verspäteten Empfang in Unterwittighausen in Strömen geregnet hatte – unter anderem hatte ein Pferd unterwegs ein Hufeisen verloren –, klappte in Tauberbischofsheim alles wie am Schnürchen, und auch das Wetter „benahm“ sich.

Mit einer Fanfare vom Türmerturm herab begrüßten Gustav Endres und Andreas Schreck die rund 150 gut gelaunten Mitglieder des Kaufmannszugs – neben den Pferden gehören übrigens auch Hunde und ein Falke zum „Team“.

Wohlmeinende Grußworte

„Jubel!“-Rufe gab es ebenso für die Auftritte des Tauberbischofsheimer Volkstanzkreises. Die Tänzer und natürlich ebenso die Tauberfränkischen Heimatfreunde sorgten in vollem „Ornat“ für ein noch prachtvolleres Bild, als es der Kaufmannszug sowieso schon bot.

Den wohlmeinenden Grußworten von Bürgermeister Wolfgang Vockel, Richard Biegel, dem Vorsitzenden des Heimatbunds Seligenstadt, sowie Armin Schaupp in seiner Rolle als Amtmann von Mainz, merkte man die über die Jahre gewachsene, enge Verbindung an. Zugführer Peter Rühl zeigte sich im FN-Gespräch auch vom Reitclub Tauberbischofsheim sehr angetan. In der Reithalle konnte der Kaufmannszug sein Nachtlager aufschlagen. „Der Club ist auf Zack“, meinte er anerkennend.

Hoher Besuch aus der Partnerstadt

Zum ersten Mal erlebte Wolfgang Nolte das bunte Spektakel.

Der Bürgermeister von Tauberbischofsheims Partnerstadt Duderstadt genoss das Spektakel sichtlich. Gegenüber den FN meinte er: „Etwas Vergleichbares haben wir in Duderstadt nicht. Ich bin begeistert, dass es möglich ist, eine solche Tradition zu leben und zu erleben. Es beeindruckt mich, wie viele Bürger gekommen sind, um den Zug zu empfangen und Dankbarkeit zu zeigen. Das ist toll und passt zu Tauberbischofsheim. Ich kann nur hoffen, dass es dieses Spectaculum noch viele Male gibt.“

Über Eiersheim und Uissigheim ging es dann am Mittwoch weiter nach Külsheim (wir berichten noch).

Info: Weitere Informationen zum Kaufmannszug gibt es unter www.kaufmannszug.com im Internet.