Tauberbischofsheim

Gemeindefest St. Bonifatius 20. Geburtstag der Kindertagesstätte St. Lioba und fünf Jahre Kinderkrippe gefeiert

Das Wohl der Kinder steht im Mittelpunkt

Viele Besucher lockte das Gemeindefest St. Bonifatius an. Dabei wurde das 20-jährige Bestehen der Kindertagesstätte St. Lioba und das fünf jährigen Bestehen der Kinderkrippe gefeiert.

Tauberbischofsheim. Den Auftakt bildete ein Konzert des Kirchenchores unter der Leitung von Dirigent Arno Leicht (siehe gesonderten Bericht).

Gottesdienst zum Auftakt

Der Sonntag begann dann mit einem Festgottesdienst, der von Dekan Gerhard Hauk zelebriert wurden. Gemeindeteam, Erzieherinnen und Kinder der Kindertagesstätte St. Lioba gestalteten den Gottesdienst feierlich mit.

Gemeinsam wurde der Altar gedeckt, um die Zusammenarbeit zu symbolisieren. So wurden symbolisch Gegenstände, die im Gottesdienst benötigt werden, vorgetragen und kurz erklärt, um was es sich handelt. Begonnen vom Altartuch, das von Kindern nach einem Familiengottesdienst gestaltet wurde, bis hin zum Evangelienbuch, das eine Lektorin brachte.

Der Gottesdienst nahm dann den Gedanken der Schöpfungsgeschichte auf, dass sich Elemente wie Feuer, Luft, Erde und Wasser gegenseitig brauchen, so unterschiedlich sie auch erscheinen mögen. Die Elemente wurden dabei von den Kindern in einem kleinen Anspiel symbolisiert.

Mit selbst gebastelten Kopfbedeckungen und Tüchern in den entsprechenden Farben waren die Kinder eifrig dabei, den gesprochen Text mit Leben zu erfüllen. Jedes Element alleine ist sehr wichtig. Aber zusammen sind sie füreinander viel wichtiger.

Dekan Gerhard Hauk ging in der Predigt auf das Teilen ein. In seiner alten Heimat Höpfingen heiße es auch: „Habt ihr schon gedaahlt?“. Wobei „gedaahlt“ nicht nur das Teilen von Waren oder Geld symbolisiere, sondern auch das Vererben. Vererben heiße weitergeben. Innere Werte, die den Eltern wichtig sind, würden an die Kinder weitergegeben. „Schon Bonifatius hat uns Werte hinterlassen, die wir annehmen und weitergeben dürfen“, sagte Hauk.

Abwechslungsreiches Programm

Im Anschluss an den Gottesdienst begann der Festbetrieb mit verschiedenen Programmpunkten. Die Tanzgruppe der Groasmückle Hochhausen trat auf. Moderne Tänze wurden dem Publikum präsentiert.

Außerdem führte Rudi Knaus in bewährter Weise Interessierte durch die St. Bonifatiuskirche. Er zeigte so manche Details in den Fenstern, die den meisten Gottesdienstbesuchern bislang immer verborgen geblieben waren.

Für alle Leseratten unter den Besuchern hatte das Büchereiteam außerdem einen Bücherflohmarkt im Gemeindehaus aufgebaut. Das ein oder andere in der Bücherei ausgemusterte Buch fand hier einen neuen Besitzer.

So manch ein Besucher wurde animiert, wieder mal nach dem Sonntagsgottesdienst in der Bücherei in der Kapellenstraße vorbeizuschauen, und sei es nur auf einen kurzen Kaffee nach dem nächsten Familiengottesdienst.

Am Nachmittag stellte sich die Kindertagesstätte St. Lioba dann mit einem Tag der offenen Türe vor. Viele Gemeindemitglieder nutzen den Tag, um einen Blick in den Kindergarten zu werfen und in den Gruppenräumen zu sehen, was die Kleinsten alles schon leisten können.

Zur Eröffnung begrüßten die Kinder alle Anwesenden mit einen Willkommenslied. Dekan Gerhard Hauk betonte, er habe sich sehr gefreut, dass bereits im Gottesdienst der Dank an die Erzieherinnen mit einem Applaus gewürdigt wurde. Es sei schön hier im Kindergarten ein engagiertes Team zu haben, das im Sinne der Patronin des Kindergartens, der heiligen Lioba erzieht und die Kinder Kind sein lassen. Die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinde und politischer Gemeinde passten hier gut.

Gartenhaus aus Holz gestiftet

Bürgermeister Wolfgang Vockel verbindet mit dem Kindergarten sehr viel. Gleich am Anfang seiner Amtszeit ging es schon um die Zukunft des damaligen Kindergartens St. Anton, der etwas oberhalb des jetzigen Kindergartens stand.

Diese Überlegungen mündeten 1995/1996 in die Entscheidung diesen neuen Kindergarten St. Lioba im Folgejahr auf der Gemeindewiese neben dem Gemeindehaus zu bauen. Da die Stadt Tauberbischofsheim sehr großen Wert auf die Kinder lege, gebe sie Jahr für Jahr sehr hohe Summen für die Kinderbetreuung aus.

Als kleinen Aufmerksamkeit überreichte er der Leiterin der Kindertagesstätte, Rebecca Hauk noch Gutscheine der Bürgerstiftung, um einer kleinen Anzahl an Kindern ein „Schnupper-Abo“ bei der Richard-Trunk Musikschule zu ermöglichen. Das letzte Grußwort wurde vom Förderverein der Kindertagesstätte St. Lioba vorgetragen. Vorsitzender Andreas Braun stellte nochmals den mit erst 1,5 Jahren recht jungen und damit neuen Verein vor. Alle Eltern, Großeltern und der Kindertagesstätte nahe stehende Personen seien eingeladen, Mitglied zu werden. Der Verein möchte den Kindern im Kindergarten mit seinem Wirken viele besondere Momente ermöglichen. Ein Anfang wurde bereits gemacht und mit den gesammelten Spenden konnte ein Gartenhaus aus Holz gestiftet werden.

Langgehegter Wunsch

Dies sei schon lange vor Vereinsgründung ein Wunsch von vielen Erzieherinnen und Eltern gewesen, da das kleine beliebte Plastikhäuschen bereits vor ein paar Jahren entsorgt werden musste.

Nach dem Dank an die Bauhelfer wurde das Haus offiziell an den Kindergarten übergeben. Den Schlüsseln erhielt Fr. Hauck aus den Händen der beiden Vorsitzenden Andreas Braun und Thorsten Bürschgens.

Nach diesen Grußworten, die aufgrund des regnerischen Wetters im Foyer des Kindergartens gesprochen wurden, klarte der Himmel auf, so dass die Kinder und Eltern auch im Außengelände die vorbereiteten Spielstationen nutzen konnten. Außerdem wurden an Stellwänden Bilder aus den letzten 20 Jahren Kindertagesstätte gezeigt.

Auch die Kinderkrippe, die schon seit fünf Jahren als Außengruppe existiert präsentierte sich an einer Stellwänden. Ein Quiz forderte nochmals die gesamte Aufmerksamkeit der Besucher.

Das Gemeindefest zeigte auch dieses Jahr wieder ein sehr abwechslungsreiches Programm. Für jung und alt war vieles geboten. Es zeigt verlässlich Jahr für Jahr wie vielfältig das Gemeindeleben in St. Bonifatius ist und Zusammen mit dem Kindergartenfest wurde dies nur allzu deutlich. mavi