Tauberbischofsheim

Technischer Ausschuss Das Gremium vergab weitere Arbeiten für die Sanierung von Dormitorium und Liobakirche

Die Decken sind wieder begehbar

Die Sanierungsarbeiten im Klosterhof laufen auf Hochtouren. Der Technische Ausschuss vergab weitere Gewerke.

Tauberbischofsheim. "Alle beschädigten Bauteile sind inzwischen ausgebaut", gab die Leiterin des Hochbauamtes, Gertraud Stumpf-Virsik, eine kurzen Sachstandsbericht. "Wir haben natürlich darauf geachtet, alles wiederzuverwenden, was möglich ist." Die Balken seien gereinigt und teilweise eingemauert worden. "Die Decken sind alle begehbar." Nur, so die Amtsleiterin gebe es in der Liobakirche einige Unwägbarkeiten. Deshalb müsse die weitere Sanierung in diesem Bereich mit dem Denkmalamt abgestimmt werden.

Damit die Arbeiten ohne Unterbrechung fortgesetzt werden können, vergab der Technische Ausschuss weitere Gewerke. Den Auftrag für die Innenputzarbeiten erhielt die Firma Stahl aus Esselbach zum Bruttopreis von 65 272 Euro. Die Verwaltung geht davon aus, dass diese Kosten vom Sachversicherer getragen werden.

Bei den Außenputzarbeiten sieht das anders aus. Von den Kosten von 95 784 Euro muss die Stadt einen Anteil von 39 270 Euro übernehmen. Der Grund: Hierin sind auch umfangreiche Arbeiten enthalten, die über die Wiederherstellung der durch den Brand in Mitleidenschaft gezogenen Bausubstanz hinausgehen. "Ein Flickwerk macht hier keinen Sinn, deshalb bleibt ein größerer Posten an der Stadt hängen", sagte Bürgermeister Wolfgang Vockel. Den Auftrag erhielt die Firma Baumann aus Tauberbischofsheim.

Den Auftrag für die Fensterbauarbeiten vergab der Technische Ausschuss an die Schreinerei Franz Michel aus Großrinderfeld zum Bruttopreis von 52 063 Euro. Der Anteil der Stadt beläuft sich hier auf 6200 Euro.

Die Trockenbauarbeiten im Dormitorium wird die Firma Rügemer aus Eisingen zum Bruttopreis von 89 263 Euro ausführen. Im Ostflügel des Klosterhofs erledigt diese Arbeiten die Firma Kaiser aus Kleinrinderfeld zum Bruttopreis von 58 260 Euro. Der Anteil der Stadt beläuft sich hier auf 19 000 Euro.

Fußgängerzone

"Wir haben das Kreuz vor dem Rathaus gereinigt und den Brunnen mit einer neuen Beschichtung versehen", gab der Leiter des Tiefbauamtes Zoltan Szlaninka einen kurzen Sachstand zur Sanierung der Fußgängerzone. Die Beleuchtung sei mittlerweile komplett eingerichtet. Probleme gebe es bei den Fugen. Durch den Starkregen seien sie teilweise ausgespült worden und müssten erneuert werden. Eine zeitliche Verzögerung der Maßnahme bedeute dies aber nicht. Als nächste Schritte werden die Schilder gesetzt und die Parkflächen ausgewiesen.

"Wir werden dann daran gehen, die Infrastruktur auf dem Marktplatz aufzubauen", ergänzte Bürgermeister Wolfgang Vockel die Ausführungen des Tiefbauamtsleiters. Beide sind zuversichtlich, dass alle Arbeiten bis zum vorgesehenen Einweihungstermin abgeschlossen sind.

Den Antrag auf Abbau von Telefonzellen an den Standorten Am Wörth, Am Heimbergsflur, Schlossplatz, Albert-Schweitzer-Straße und Vitryallee lehnte der Technische Ausschuss ab. Der Betrieb der Standorte am Marktplatz, in der Dr. Ulrich-Straße und in der Bahnhofstraße ist momentan gesichert.

Keinerlei Einwände gegen die Umnutzung eines Verwaltungs- und Betriebsgebäudes in der Mergentheimer Straße. Das Deutsche Rote Kreuz plant dort eine Hausmeisterwohnung künftig als Büros und Aufenthaltsraum zu nutzen. Außerdem soll ein Abstellraum im Erdgeschoss zu einem Kleiderladen umfunktioniert werden. Darin werden gebrauchte Kleidungsstücke bedürftigen Personen preisgünstig zum Verkauf angeboten.

Bernd Mayer (Bürgerliste) fragte nach, ob dies eine Konkurrenz zum Tafelladen sei. "Das ist kein geschützter Bereich, und das DRK hat dort schon eine Kleiderkammer, sie soll nur vergrößert werden", erläuterte Bürgermeister Wolfgang Vockel.

Verschiedenes

Ebenso stellte der Technische Ausschuss sein Einverständnis zu Umnutzung und Umbau eines Verbrauchermarktes in der Pestalozziallee her. Der Betreiber des E-Centers will die Verkaufsfläche des Getränkemarktes um 90 Quadratmeter vergrößern, indem die freigewordene Konzessionsfläche der Europcar Autovermietung dem Getränkemarkt zugeschlagen wird. Weiter ist der Einbau eines Büroraums im Bereich der Tiefkühlung vorgesehen.

Nur ein Einvernehmen mit Auflagen stellte der Technische Ausschuss zu Grundstücksauffüllungen im Gewann "Unter dem Krainersweg" in Impfingen her. "Das ist einfach des Guten zu viel", meinte der Rathauschef. Eine Reduzierung der Auffüllhöhen und die Anordnung von mindestens einer Berme erachtet die Verwaltung als dringend notwendig.

Die Ingenieurleistungen zur Erneuerung der Blockheizkraftwerke (BKHW) auf der Kläranlage Tauberbischofsheim in Höhe von 79 434 Euro erteilte der Technische Ausschuss der SAG (Süddeutsche Abwasserreinigungs-Ingenieur) aus Ulm.

Beide BHKW-Einheiten sind außer Betrieb und technisch-wirtschaftlich verbraucht. Die Stadtverwaltung schlägt vor, zwei neue BHKW zu errichten.