Tauberbischofsheim

Vorstellung im Landratsamt Dr. Klaus Bühn schrieb das Buch „Tauberfranken – Biographie einer Landschaft“ und bringt Landrat Reinhard Frank damit ins Schwärmen

„Die Seele des Taubertals eingefangen“

„Tauberfranken – Biographie einer Landschaft“ heißt das Buch, das nun im Beisein des Autors Dr. Klaus Bühn im Landratsamt vorgestellt wurde.

Main-tauber-Kreis. Leuchtende, herbstbunte Rebhänge zieren das Cover des druckfrischen Werks, das Reinhard Frank in seinem Vorwort im Buch als „fundiert und anschaulich“ bezeichnet. Bei einer Pressekonferenz kam der Landrat dann gar nicht mehr aus dem Schwärmen heraus. Er bezeichnete die Publikation aus dem Verlag „regionalkultur“ als eine „Hommage und Liebeserklärung“ an die hiesige Gegend.

„Ein liebliches Stück Heimat“

Das Taubertal werde hier als ein liebliches Stück Heimat dargestellt – eine Heimat, nach der Menschen heute mehr denn je Sehnsucht hätten. „Atemlos könnte man sein, wenn man das Weltgeschehen betrachtet“, meinte er, und spannte den Bogen von Kriegen, Hungersnot und Klimawandel herunter zum Taubertal. „Wir haben eine besonders schöne Heimat und eine intakte Natur“, schwärmte der Landrat. Hinzu käme eine „prosperierende Wirtschaftsentwicklung“.

Die große Herausforderung bestehe darin, die Arbeitsplätze hier mit qualifizierten Kräften zu besetzen. Wichtig sei auch, dass die Menschen sich mit ihrer Umgebung identifizieren. Deshalb sei Dr. Bühns Buch auch „ein Beitrag zur Identifikationsbildung und Entwicklung dieser Region.“

Der Geograf Dr. Klaus Bühn, so Frank weiter, „führt wichtige Erkenntnisse aus unterschiedlichen Fachdisziplinen wie der Geologie und der Geographie zusammen, um so unsere Heimat begreifbar zu machen“.

Die Geschichte seit der Besiedlung des Taubertals bis hin zu den wirtschaftlichen Grundlagen der Gegenwart bilde einen wichtigen Bestandteil des Buchs. Anschaulich, so der Landrat, werde dargestellt, dass es viele Aspekte sind, die den heutigen Main-Tauber-Kreis und die Region Tauberfranken landschaftlich prägen.

„Endlich ist das Kind auf der Welt!“, freute sich Dr. Klaus Bühn als – wie er sagte – „verantwortlicher Vater“. Für das Buch seien allein schon wegen der Bildrechte viele Internet-Recherchen, E-Mails und Telefonate nötig gewesen. Seine Frau Ursula, die ihn zur Pressekonferenz begleitete, habe ihn „immer nur im Arbeitszimmer verschwinden sehen“, meinte der 77-Jährige.

Und etwas ganz Neues habe er durch die Auseinandersetzung mit diesem Buch ebenfalls kennengelernt, verriet Dr. Bühn schmunzelnd: Er steht nun mit den Gesetzmäßigkeiten des Layouts auf du und du. Zur allgemeinen Erheiterung sorgten auch seine humorvollen Ausführungen über Franken: „Der Bayer musste das Fensterln erst mühsam erlernen. Der bayerische Franke sagt: Wir wissen längst, wo die Tür ist.“ Und er setzte noch einen drauf: „Der Schwabe wird mit 40 gescheit, der Franke braucht das nicht – er bringt so eine Kleinigkeit schon aus der Wiege mit.“

Dr. Klaus Bühn geht in seinem Werk zudem auf die Weltmarktführer, den bedeutenden Gesundheitssektor und das bauliche Kapital ein.

Tauberfranken bezeichnete der Igersheimer als „hochwertige Kulturlandschaft mit einem reichen Erbe“. Bühn: „Steile Felshänge mögen bei uns fehlen. Aber immerhin ist Tauberfranken zusätzlich angereichert mit den Artifakten berühmter Künstler und der vielen namenlosen, aber hoch qualifizierten Handwerker.

Er appellierte daran, „verantwortungsvoll mit den Vermächtnissen unserer Vorfahren umzugehen, sie zu erhalten, wo nötig renovierend zu sichern und immer erst nach fachgerechter, womöglich nicht nur an den reinen Kosten orientierter Entscheidung zu ersetzen“.

Der Landrat geriet indes schon wieder ins Schwärmen: „Klaus Bühn ist es gelungen, die Seele des Taubertals im Brennglas einzufangen“. Und überhaupt, das Taubertal: Reinhard Frank beschwor die „Lieblichkeit und Heiterkeit der Hügel, das vielfältige Grün, die wundervolle Naturlandschaft“. Alles in allem: „Im Paradies kann es nicht anders sein. Wir sind dankbar, dass wir in dieser begnadeten Landschaft leben dürfen.“

Frank dankte dem Autor, spiritus rector und Ideengeber Dr. Klaus Bühn und seinen Mitarbeitern Dr. Heiko Schnell, Jochen Müssig und Diana Gerner für ihre Arbeit. Neben der Landkreisverwaltung haben die Firma Wittenstein und der Verein Deutschordensmuseum Bad Mergentheim, der mit seinem Vorsitzenden Gernot-Uwe Dziallas und Liselotte Kult vertreten war, das Werk unterstützt.