Tauberbischofsheim

Kaufmännische Schule Mit Axel Fahrbach, Berthold Fünkner, Albrecht Rudolf und Klaus Schenck gingen auch 121 „Schuldienstjahre“ in Pension

„Diese Lücke muss erst einmal neu gefüllt werden“

Archivartikel

Tauberbischofsheim.Mit Ende dieses Schuljahres verließen 121 Jahre Schuldienst die Kaufmännische Schule Tauberbischofsheim – insgesamt vier Kollegen wurden in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Zum Lehrer berufen

Auf Klaus Schenck, Lehrer für Deutsch und evangelische Religion, fallen dabei insgesamt 15 der 121 „Schuldienstjahre“ an der Kaufmännischen Schule Tauberbischofsheim. Vor allem über seine Schülerzeitung „Financiel t(‘a)ime“ machte sich Schenck auch über Tauberbischofsheim hinaus einen Namen; die Zeitung wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet und war als digitale Ausgabe weltweit im Netz abrufbar. Darüber hinaus nutzen bis zu 13 000 User im Monat die ebenfalls von Klaus Schenck betriebene Homepage zur Abiturvorbereitung. Diese Homepage wird er auch im Ruhestand weiter pflegen, bleibt seinem Beruf, seiner „Berufung“ als Lehrer treu, so dass auch die kommenden Schülergenerationen hier Anregungen und Hilfestellung erhalten.

Insgesamt 40 Jahre unterrichtete Axel Fahrbach, Lehrer für BWL und Geographie, 34 „Schuldienstjahre“ davon verbrachte er an der Kaufmännischen Schule Tauberbischofsheim. Während seiner Zeit in Tauberbischofsheim organisierte Fahrbach jährlich Exkursionen ins Ruhrgebiet, um den Schülern das Fach Geografie auch in der Praxis nahe zu bringen. Darüber hinaus war er in der Kommission für Prüfungsaufgaben für das Abitur bzw. der Bankkaufleute tätig und arbeitete ebenfalls am Lehrplan sowie an Handreichungen für das Fach Finanzmanagement mit.

Auf Berthold Fünkner, Lehrer für Mathematik und BWL, fallen 37 Jahre der 121 „Schuldienstjahre“ – die gesamte Zeit seiner Lehrertätigkeit hat Berthold Fünkner an der Kaufmännischen Schule Tauberbischofsheim, damals noch Handelslehranstalt Tauberbischofsheim, unterrichtet und dabei fünf verschiedene Schulleiter erlebt. 35 Schülerjahrgänge, verteilt auf rund 45 Abiturklassen mit insgesamt etwa 900 Schülern führte er in dieser langen Zeit zur allgemeinen Hochschulreife.

Doch nicht nur die Schüler schätzten seine ausgleichende, ruhige und höfliche Art, auch die Kollegen profitierten von Fünkners Engagement. So leitete er die Fachgruppe Mathematik und vertrat die Belange der Kollegen seit 2003 im örtlichen Personalrat. Seit 2011 führte er dort auch den Vorsitz. Nicht viel weniger Zeit, nämlich 37 Jahre, unterrichtete Albrecht Rudolf, der direkt nach seinem Referendariat in Schwäbisch Hall an die Kaufmännische Schule Tauberbischofsheim wechselte – insgesamt 35 der 121 „Schuldienstjahre“ an der Kaufmännischen Schule Tauberbischofsheim fallen daher auf seine Person.

Zu Beginn seiner Lehrertätigkeit engagierte sich Albrecht Rudolf als Verbindungslehrer für die Belange der Schüler, später dann, als Personalratsvorsitzender, setzte er sich zudem für die Anliegen der Kollegen ein. Seit 1997 war Rudolf Abteilungsleiter für die Berufsschule, koordinierte das Zusammenspiel von Schule und Betrieb. Darüber hinaus vertrat er die Schule seit 2008 als stellvertretender Schulleiter. Dass Schule sich weiterentwickeln muss, war Rudolf immer sehr wichtig. Er begleitete daher als Visionär der Qualitätsentwicklung von Anfang an den Prozess der operativ eigenständigen Schule (OES). Zusammen mit seinem Kollegen Uwe Daub „steuerte“ er diesen Prozess für die Kaufmännische Schule Tauberbischofsheim.

Studienfahrten und Projekttage

Dass ihm die Belange der Schüler auch als stellvertretender Schulleiter ein Anliegen waren, zeigt sich daran, dass er regelmäßig Studienfahrten nach Rom organisierte und die Projekttage, die mittlerweile im Jahresplan der Kaufmännischen Schule Tauberbischofsheim fest verankert sind, als federführende Kraft 1996 initiierte.

Diese Lücke, die die vier Lehrer hinterlassen muss, so die Kaufmännische Schule, nun erst einmal neu gefüllt werden. kms