Tauberbischofsheim

Michael Weinig AG IHK überreichte Urkunde für Dualis-Rezertifizierung dieses Mal für fünf Jahre

„Ein Ansporn für die Zukunft“

Archivartikel

Tauberbischofsheim.„Der Termin gehört beinahe schon zur Tradition“, meinte Dietmar Niedziella, Mitglied der Geschäftsleitung der IHK Heilbronn-Franken, als er am Mittwoch in Tauberbischofsheim die Urkunde für die Dualis Rezertifizierung an die Michael Weinig AG in deren Casino übergab. Diese Auszeichnung gilt normalerweise für drei Jahre, bevor sich die Unternehmen in einem weiteren Audit dieses Gütesiegel erneut verdienen müssen. Der Tauberbischofsheimer Maschinenbauer darf sich mit diesem Zertifikat für hohe Ausbildungsqualität jedoch nun für fünf Jahre „schmücken“.

„Die Auszeichnung ist nicht nur eine Bestätigung der guten Qualität unserer Ausbildung, sondern auch Ansporn, dieses hohe Niveau auch in der Zukunft zu halten“, sagte Weinig-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Pöschl. „Inzwischen ist die Urkundenübergabe für die Dualis-Zertifizierung fast schon Routine und wir freuen uns, dass wir es wieder geschafft haben.“ Die Ausbildung und vor allem auch die Betreuungsqualität mit gut geschultten Ausbildern habe bei Weinig in der Firmengeschichte immer einen hohen Stellenwert gehabt und so solle es auch bleiben.

„Seit Gründung des Unternehmens haben wir 1550 Jugendliche und junge Erwachsene in 16 verschiedenen Berufen und Studiengängen ausgebildet. Zurzeit haben wir 65 Ldehrlinge am Standort Tauberbischofsheim und über 100 in der gesamten Gruppe“, stellte Wolfgang Pöschl nicht ohne Stolz fest. „Für unser Unternehmen ist es wichtig, gut ausgebildete Mitarbeiter zu haben“, meinte der Vorstandsvorsitzende weiter. „Aber natürlich können wir nicht alle Fachkräfteselbst ausbilden. Zudem tut es dem Unternehmen gut, wenn frisches Blut von außen kommt. Deshalb ist ein gutes Mischungsverhältnis für uns am besten.“ Dies habe in der Vergangenheit immer gut geklappt.

Die Michael Weinig AG brauche auch qualifiziertes Personal, um sich am Markt nicht nur zu behaupten, sondern auch um die eigene Position auszubauen. Was in der jüngsten Vergangenheit auch gelungen sei. Wolfgang Pöschl: „Wir haben ein kräftiges Wachstum von 200 Millionen Euro Umsatz auf 480 Millionen Euro hingelegt und sind profitabel unterwegs.“ Am Hauptsitz in Tauberbischofsheim seien derzeit rund 950 Mitarbeiter beschäftigt, insgesamt an allen Niederlassungen der Konzern-Gruppe rund 2300. Dieses weit gespannte Netz habe natürlich auch Auswirkungen auf die Ausbildung. „Die Lehrlinge können mittlerweile auch Praktika bei unseren Tochtergesellschaften machen. Es herrscht ein reger Austausch“, führte Wolfgang Pöschl weiter aus.

„Sie haben für das zweite Audit einiges getan und sind die Kritikpunkte des ersten Prüfverfahrens angegangen“, lobte Dietmar Niedziella. „Sie haben geschaut, was haben wir gemacht und was müssen wir noch tun und daraus die richtigen Schlüsse gezogen.“ Gerade heute, da ein Fachkräftemangel herrscht, habe eine qualifizierte Ausbildung im Betrieb einen noch höheren und auch wichtigeren Stellenwert. „So haben sie ihre Belegschaft in den letzten Jahren immer gut auffüllen können“, meinte Niedziella weiter. Er könne nur sagen und empfehlen: „Machen sie weiter so.“ hut