Tauberbischofsheim

BoGy-Praktikum 58 Schüler des Matthias-Grünewald-Gymnasiums zu Gast in verschiedenen Betrieben

Einblicke in die Arbeitswelt

Tauberbischofsheim.In einem einwöchigen Praktikum lernten alle Schüler der zehnten Stufe des Tauberbischofsheimer Matthias-Grünewald-Gymnasiums unter dem Namen „BoGy“ (Berufsorientierung Gymnasium) die verschiedensten Berufe kennen. In dieser Zeit waren die Schüler vom Unterricht freigestellt und sollten sich bei einem Betrieb ihrer Wahl für ein Praktikum bewerben.

So bekamen die Jugendlichen die Chance, ihre Wunschberufe genauer kennen zu lernen oder auch andere, neue Berufe zu erleben. Gleichzeitig erhielten sie auf diese Weise einen Einblick in die Arbeitswelt.

Vielseitiges Programm

Dieses Jahr bewarben sich insgesamt 58 Schüler bei den unterschiedlichsten Betrieben. In Banken, Apotheken, Krankenhäusern und einem Reisebüro legten die Schüler genauso Praktika ab wie in einer Schule, einem Labor, einem Orgelbauer und in der Redaktion der Fränkischen Nachrichten in Tauberbischofsheim.

Dieses sehr vielseitige Programm freute auch Oliver Ross, der als Bogy-Koordinator am Matthias-Grünewald-Gymnasium das Praktikum organisierte. So, meinte er, sei es immer wieder schön zu sehen, welche unterschiedlichen Interessen die Jugendlichen haben.

Sehr positiv gegenüber der Berufsorientierung zeigte sich auch der Schüler Jan Philipp, der sein Praktikum in der Notaufnahme des Uniklinikums Erlangen absolvierte. „Ich habe hier viel gelernt. Ich weiß nicht, ob ich das hier auch in Zukunft machen will, aber interessant war es auf jeden Fall.“ Diese Meinung kann Oliver Ross nur unterstreichen. Ihm zufolge sei es gar nicht so wichtig, dass die Praktikanten ihren Berufswusch ausprobieren oder einen neuen finden sollten. Viel wichtiger sei der Blick in die Zukunft, welche Aufgaben einen erwarten könnten.

„Es gab immer etwas zu tun“

Eine weitere Praktikantin erlebte eine Woche in einer Apotheke: „Ich habe mich richtig gut aufgehoben gefühlt. Es gab immer was zu tun, und ich wurde hier direkt integriert.“ Auch das Angebot fand sie eine „coole Sache“, die sie „gerne auch mal wieder“ machen würde.

Das Gesamtbild der meisten Schüler aus der zehnten Klassenstufe gegenüber dem Praktikum bestätigt ihre Meinung. Zwar sei die Bewerbung eine zusätzliche Belastung gewesen, das Praktikum lohne sich in den meisten Fällen dann aber doch.

Zusätzlich zu der Berufsorientierung bietet das Gymnasium auch sogenannte „Best-Seminare“ für die Jahrgangstufe an, die die Schüler ebenfalls bei der späteren Berufs- und Studiumswahl unterstützen sollen.

Aus diesem Grund trägt das Tauberbischofsheimer Matthias-Grünewald-Gymnasium auch das „Boris“-Berufswahlsiegel, das berufsorientierte Schulen von der IHK Heilbronn verliehen bekommen können. Jonas Imhof