Tauberbischofsheim

Weltladen Tauberbischofsheim Ökologische Mode im Blick

„Fair handeln“

Archivartikel

Tauberbischofsheim.„Die Zeit der Schlabberpullis ist vorbei“, sagt Helena Bieber. Die Sprecherin des Weltladens Tauberbischofsheim möchte den Blick auf die öko-faire Mode lenken, die sich unter anderem auf der Stuttgarter Messe „Fair Handeln“ Anfang April präsentieren wird. Die Grüne Mode von heute habe das schlechte Image von einst hinter sich gelassen. Seitdem sei sie eine Alternative zu Modelabels, die sich durch ihre Arbeitsbedingungen einen schlechten Ruf einhandelten.

Am 24. April jährt sich der Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch, wo zahlreiche bekannte Modehersteller ihre Kleidung nähen ließen. Grund genug für Helena Bieber und die anderen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Weltladens Tauberbischofsheim über die Textilherstellung aufzuklären und Alternativen vorzustellen. „Die Näherinnen und Näher in den Textilfabriken Südasiens müssen unter menschenverachtenden Bedingungen arbeiten, oft bis zu 14 Stunden pro Schicht“, sagt Helena Bieber. Darüber hinaus deckte die Organisation Femnet auf, dass in hochmodernen Spinnereien Indiens, wo das Garn für unsere Kleidung herkommt, mittelalterliche Zwangssysteme herrschen.

Schon lange haben sich unzählige Modemacher auch in Baden-Württemberg auf den Weg gemacht, Textilien zu produzieren, die soziale und ökologische Kriterien beachten. Der Weltladen hat am Montag, 9. April, um 18.30 Uhr einen Experten der Fairhandelsgenossenschaft dwp zu einer öffentlichen Veranstaltung zu Gast. In den Räumen der Lebenshilfe werden fair gehandelte Textilien präsentiert und über die Herstellung der Mode informiert.

Auch auf der Messe „Fair Handeln“ werden zahlreiche nachhaltig arbeitende Modelabels vertreten sein. Im Weltladen gibt es Informationsmaterial, das die Hintergründe beleuchtet. sps