Tauberbischofsheim

In der Liobastraße Technischer Ausschuss hat keine Einwände gegen Umnutzung eines Ladens

Grünes Licht für Wettbüro

Archivartikel

tauberbischofsheim.Der Laden in der Liobastraße hat eine bewegte Vergangenheit: Er war schon Verkaufsstätte für Videospiele, Fahrschule und Kindertagesstätte. Zuletzt wurden dort asiatische Lebensmittel verkauft. Derzeit steht er leer. Das kann sich nun ändern. Ein Wettbüro soll dort eingerichtet werden.

„Baurechtlich spricht nichts dagegen, und nur das ist heute Thema“, machten Bürgermeister Wolfgang Vockel und Rainer Ruppert, Amtsleiter Rechts- und Ordnungswesen, deutlich.

Die Umnutzung des Ladengeschäfts stößt nicht nur auf Gegenliebe, vielmehr stößt es den Eigentümern der Wohneinheiten in dem Gebäude sauer auf. Sie haben Einwände vorgebracht. So befürchten sie durch die Wettannahme bis 23 Uhr erhebliche Lärmbelästigungen und erhöhtes Verkehrsaufkommen . Kritisch sehen sie auch das Fehlen von Stellplätzen. Sie brachten vor, dass es zu einem Trading-Down-Effekt kommen könnte. Zu deutsch: Sie haben Angst, dass ihr Quartier herunterkommen könnte.

Gerade letztere Gefahr sehen Ruppert und Vockel nicht. Es soll dort nur ein Wettbüro geben, so dass eine Verelendung des Bereichs nicht zu erwarten sei. Da das Nutzungskonzept das Ausfüllen des Tippzettels, dessen Abgabe an einer Kasse oder einem SB-Schalter sowie das Verfolgen des Sportereignisses via Bildschirm vorsehe, handle es sich nicht um eine Wettannahmestelle, sondern um eine Vergnügungsstätte, führte Ruppert aus. Eine solche Nutzung ist im städtischen Bereich zulässig. Ein gastronomischer Betrieb sei nicht vorgesehen. Lediglich über Automaten würden Heißgetränke sowie alkoholfreie Getränke angeboten. „Aus städtebaulicher Sicht gibt es keine Einwände“, so Vockel. „Wichtig ist, dass die Glasfläche zur Straße hin nicht abgedunkelt wird, sondern den Charakter eines Schaufensters behält.“ hut