Tauberbischofsheim

Industriepark A 81 Besuch durch die Parlamentarische Staatssekretärin Dorothee Bär / Verbesserte Verkehrsanbindung wird immer wichtiger

Grundlage für gute Weiterentwicklung

Über den Industriepark "A 81" informierte sich die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Dorothee Bär.

Tauberbischofsheim. Bei dem Informationsgespräch am Samstagmittag standen neben einem Überblick über den aktuellen Stand und die weitere Entwicklung des Industrieparks des Zweckverbandes Tauberbischofsheim/Großrinderfeld/Werbach nahe der A 81 insbesondere auch Möglichkeiten einer besseren verkehrstechnischen Anbindung im Mittelpunkt. Das Treffen wurde von MdB Nina Warken (CDU) initiiert.

Teilnehmer waren neben Warken die Bürgermeister Wolfgang Vockel (Tauberbischofsheim) und Ottmar Dürr (Werbach), Großrinderfelds Bürgermeisterstellvertreterin Helga Koch, die Geschäftsführerin des Zweckverbandes Industriepark A 81 und Kämmerin der Stadt Tauberbischofsheim, Barbara Kuhn, sowie Hubert Kraus, Mitglied der Zweckverbandsversammlung und des Großrinderfelder Gemeinderats.

Der Industriepark "A 81" wurde vor über zwei Jahrzehnten interkommunales Industriegebiet auf Basis einer seit 1975 bestehenden vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Tauberbischofsheim sowie der Gemeinden Werbach und Großrinderfeld gegründet. Auf dem bislang rund 25 Hektar umfassende Areal haben sich bereits zahlreiche Unternehmen und Betriebe unter anderem aus den Branchen Spedition und Logistik, Aufbereitung gebrauchter Holzbearbeitungsmaschinen, Vertrieb von Ruhe- und Relaxmöbel sowie Druckerzubehör angesiedelt, so dass über zwei Drittel der Flächen verkauft sind.

"Der Vorteil in der interkommunalen Zusammenarbeit liegt in der effizienten gemeinsamen Planung, Erschließung, Vermarktung und Bewirtschaftung von Industrie- und Gewerbegebieten", bekräftigte Vockel.

Im Vordergrund weiterer Entwicklungspotenziale soll zum einen der interkommunale Industriepark "A 81" in westlicher Richtung um etwa 30 Hektar erweitert werden. Zum zweiten sei in den vergangenen Jahren immer wieder der Wunsch nach einer besseren Anbindung an die A 81 geäußert worden.

Im Rahmen von Umstrukturierungen und Erweiterungen würden sich sowohl ansässige als auch auswärtige und an einer Neuansiedlung interessierte Unternehmen insbesondere aus logistischen Bereichen und Motiven zunehmend für einen nahen Anschluss an die A 81 starkmachen.

Hierzu seien im wesentlichen zwei Alternativen konzipiert worden, nämlich entweder eine Erschließung mit gesonderter Ein- und Ausfahrt über die Kreisstraße aus Richtung Paimar oder ein Anschluss an die Autobahn über die Raststätte "Ob der Tauber".

Gleichwohl Bär keine konkreten Zusagen für eine mögliche Realisierung einer der beiden Alternativen geben konnte, wies sie darauf hin, dass eine Umsetzung einer Zustimmung des Landes Baden-Württemberg bedürfe: Zudem zeigte die Parlamentarische Staatssekretärin sehr großes Verständnis für die Interessen der lokalen und regionalen Wirtschaft sowie auswärtigen Unternehmen.

In der Vorgabe des Regionalplans, die Stadt Tauberbischofsheim verstärkt als Mittelzentrum auszubauen, und der Ausweisung des Gewerbeparks "A 81" als sogenannter IGD-Standort (Standort für "Industrie, Gewerbe und Dienstleistung"), liege eine wesentliche Grundlage für die Motivation zum Ausbau des Industrieparks, betonte Vockel. Jetzt seien eine essenzielle Frage und einhergehender Planungsprozess, wohin die Entwicklung gehen könne. "Im Rahmen der Fortschreibung des Regionalplanes durch den Regionalverband Heilbronn-Franken sieht die Verbandsgeschäftsführung unsere Vorstellungen sehr positiv", hob er hervor.

Die in Bamberg geborene und in ihrem Heimatlandkreis Haßberge aufgewachsene Politikerin gehört seit 2001 dem CSU-Parteivorstand an und wurde bei der Bundestagswahl 2002 über die Landesliste in den Deutschen Bundestag gewählt. 2009 gewann Bär erstmals als Direktkandidatin den Wahlkreis der Landkreise Haßberge, Rhön-Grabfeld und Bad Kissingen. Von 2009 bis 2013 war sie für ihre Partei stellvertretende Generalsekretärin sowie für die gesamte CDU/CSU-Bundestagsfraktion Sprecherin für den Bereich Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Seit Dezember 2013 ist Bär Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur. Zudem ist sie seit über drei Jahren Koordinatorin der Bundesregierung für die Themen Güterverkehr und Logistik.

Anlässlich ihres Besuchs des Industrieparks A 81 trug sich die Parlamentarische Staatssekretärin Dorothee Bär darüber hinaus in das Goldene Buch der Stadt Tauberbischofsheim ein.