Tauberbischofsheim

Hängepartie beenden

Archivartikel

Harald Fingerhut zur Schließung der Kleinschwimmhalle

Dass die Zahlen eindeutig gegen einen Weiterbetrieb der Kleinschwimmhalle sprechen, ist nicht von der Hand zu weisen. Es sei denn, man zweifelt deren Richtigkeit an, wie Gernot Seitz es tut.

Aber darin liegt nicht die Krux. Vielmehr liegt der Hase anderswo im Pfeffer. Dass die Geschichte der Kleinschwimmhalle endlich ist, weiß man nicht erst seit gestern. Es ist ein Spiel auf Zeit, das Verwaltung und Gemeinderat betreiben. Deshalb stimmte man auch im September 2019 der Defizitabdeckung für 2020 zu, um ein weiteres Jahr für die Entscheidungsfindung zu gewinnen.

Mein Kollege Fabian Greulich mahnte damals in seinem Kommentar an, dass ein Jahr schnell vorüber geht und man sich sputen sollte. Doch geschehen ist in puncto Hallenbad nichts. Eine noch unter Bürgermeister Wolfgang Vockel in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie ist bislang noch nicht Gegenstand einer öffentlichen Beratung geworden. Warum eigentlich?

Eine politische Willensbekundung ist längst überfällig. Die Hängepartie „Hallenbad“ muss umgehend beendet werden. Dabei sollte man auch in Betracht ziehen, dass Tauberbischofsheim als Wohngemeinde mit anderen Städten in Konkurrenz steht. Ein Hallenbad erhöht sicherlich die Attraktivität.

 
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