Tauberbischofsheim

Internationaler Tag der Patientensicherheit Im Krankenhaus Tauberbischofsheim wurde über die richtige Händehygiene informiert

Hygiene als tragendes Element im Klinikalltag

Archivartikel

Tauberbischofsheim.Das lila Licht bringt es an den Tag: Fast die ganze Handoberfläche ist weiß überzogen, aber einige Stellen an der Innenseite der Daumen und am kleinen Finger sind noch frei. „Hier ist die Händedesinfektion noch nicht vollständig“, erläutert Kira Jahn und demonstriert der Besucherin noch einmal die genaue Vorgehensweise. Die Hygienefachkraft im Krankenhaus Tauberbischofsheim informierte am Montag im Rahmen des „Internationalen Tags der Patientensicherheit“ im Krankenhaus Tauberbischofsheim über die richtige Händehygiene im Krankenhaus.

Kampf gegen die Keime

Adressaten waren dabei nicht nur die Mitarbeiter. „Auch für die Patienten selbst und die Besucher ist die Händedesinfektion von überragender Bedeutung im Kampf gegen die Übertragung von Keimen“, betont Kira Jahn.

Deshalb stehe auch gleich im Eingangsbereich des Krankenhauses ein Spender mit Desinfektionsmittel. „Jeder Besucher ist aufgefordert, sich hier direkt beim Betreten und Verlassen des Gebäudes die Hände zu desinfizieren.“

Auch die Spender für das Desinfektionsmittel, die neben der Tür jedes Patientenzimmers hängen, können von den Besuchern und Patienten jederzeit genutzt werden. So könnten etwa beim Händedruck leicht Keime übertragen werden, diese Gefahr werde oft unterschätzt. Beim „Internationalen Tag der Patientensicherheit“ wolle man daher auch das Bewusstsein hierfür wecken.

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit und seine internationalen Partner rufen seit einigen Jahren den „Internationalen Tag der Patientensicherheit“ aus. Gerade weil das Thema der Krankenhauskeime in der Bevölkerung immer wieder kritisch angesprochen wird, beteiligte sich auch das Krankenhaus Tauberbischofsheim an der Aktion.

Hygienefachkraft Kira Jahn informierte ausführlich über mögliche Vorsichtsmaßnahmen, darunter vor allem die wohl wichtigste und einfachste Form: Die Händedesinfektion. Diese sei von „überragender Bedeutung“ im Kampf gegen eine Übertragung der Keime.

„Zwei bis drei Spenderhübe des Desinfektionsmittels auf die Finger und Daumen-Kuppen, die Handinnenflächen und Fingerzwischenräumen bis zu den Handgelenken gut verteilen und verreiben. Bereits 30 Sekunden reichen aus, um Infektionsketten zu unterbrechen“, so Kira Jahn.

Um die Verbreitung von Keimen zu vermeiden, werden im Krankenhaus außerdem weitere Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Die erste Risikobewertung beginnt beispielsweise schon bei der Aufnahme. Hier werden die Patienten nach einem vorgegebenen Schema – mittels unterschiedlicher Abstriche – auf eine eventuelle Keimbesiedelung untersucht und gegebenenfalls isoliert untergebracht. Zusätzlich zu den regelmäßigen Begehungen vor Ort und den diversen mikrobiologischen Untersuchungen werden die Mitarbeiter aller Bereiche mindestens einmal im Jahr zum Thema Hygiene geschult.

Außerdem wird der Verbrauch der Händedesinfektionsmittel dokumentiert und an eine externe Datenbank versandt. So könne man sich qualitativ mit anderen Häusern vergleichen. Um immer einen Ansprechpartner vor Ort zu haben, bestehe das Hygiene-Team nicht nur aus Hygienefachkräften sondern auch aus sogenannten Hygienebeauftragten. Diese finden sich in den Reihen der Pfleger und Ärzte wieder. Patienten und Besucher des Krankenhauses können so sicher sein, dass das Thema Hygiene als „tragendes Element im Krankenhausalltag“ gesehen werde. khtbb