Tauberbischofsheim

Leserbrief Zu „Regierung sieht keine Unterversorgung“ (FN, 7. Mai)

„Im Bedarfsfall nützt keine Statistik“

Archivartikel

Wir versuchen seit Anfang März für meine Mutter, die in ein Seniorenwohnanlage in der Innenstadt von Tauberbischofsheim gezogen ist, einen Hausarzt im näheren Umkreis zu finden.

Eine einzige Ärztin war bereit sie zu übernehmen, allerdings mit einem System ohne Terminvergabe und der Androhung von bis zu drei Stunden Wartezeit. Das ist für einen älteren Menschen im Krankheitsfall nicht zumutbar. Das besondere Kuriosum erlebten wir, als die 30-jährige Enkeltochter erneut für die Oma auf Arztsuche ging. Sie erhielt einen Termin als neuer Patient. Als sie sagte, dass es um ihre Oma geht, wand man sich heraus und der Termin platzte.

Eine Beschwerde bei der Landesärztekammer wurde vom betreffenden Arzt zur Rechtfertigung als Lüge deklariert. Jetzt fahren wir meine Mutter im Krankheitsfall und zur Gesundheitsbetreuung 34 Kilometer aufs Land zu unserem Hausarzt, der sie freundlicherweise übernommen hat.

Unsere wohnortnahe Ärztebetreuung im Main-Tauber-Kreis ist also keinesfalls in Ordnung. Sollte sich ein Hausarzt in Tauberbischofsheim angesprochen fühlen – wir suchen immer noch ...