Tauberbischofsheim

Kabarett Yasmin Röckel und Peter Buchenau begeisterten mit ihrer Show „Männerschnupfen“ in der Alten Füllerei in Distelhausen

Je stärker der Mann, desto größer das „Aua“

Archivartikel

Distelhausen.Zum Auftakt nach der Sommerpause gab es in der Alten Füllerei „Männerschnupfen“ – eine der gefährlichsten Krankheiten der Menschheit. Mann/Frau, Frau/ Mann, die Gegensätze der Geschlechter, so könnte man die Bühnenshow auch sehr gut beschreiben.

Mit einem Handytelefonat begann die humorige Bühnenshow in Distelhausen: „Du Hase-Peter, warum antwortest du nicht?“ Er: „Schatz, mir geht es nicht gut.“

Geburtswehen ein Klacks dagegen

Die für eine Frau gefährlichste Antwort ihres Göttergatten und das erste Anzeichen für eine Männergrippe. Es gibt über 300 verschiedene Schnupfenarten auf der Welt, und die schmerzhafteste von allen ist die „Männergrippe“. Richtige Kerle wissen, dass die Geburtswehen einer Frau nicht im Ansatz an das herankommen, was ein Mann beim Schnupfen fühlt – denn je stärker der Mann, desto größer das „Aua“.

Der arme Peter (Peter Buchenau) stellte eine Frage an Kalexa, die Stimme auf seinem Handy: Wie gefährlich ist Männerschnupfen? Kann man daran sterben? Die Antwort kam prompt: „Die Zahlen sind erschreckend, der Männerschnupfen kann tödlich sein“. Und schon meldete sich die Leber in russischem Akzent zu Wort: „Die Nase sei der Nabel im Gesicht und diese wolle den ganzen Tag nur geputzt und gepudert werden.“

Im nächsten Akt kam Peter sichtlich schwer krank auf die Bühne zurück und wartete im Wohnzimmer auf seine umsorgende Ehefrau Gloria. Sie riet dem Leidenden den Arzt aufzusuchen, und dabei stellte er sich die Frage, ob er das alles überleben werde.

Die weibliche Arztvertretung Dr. Karthasis stellte dann eine schreckliche Diagnose: „Männerschnupfen!“. Und er stellte ihr sogleich die Frage, ob er nun sterben müsse. Die hellhörige Medizinerin schickte ihn nach der Ausstellung einer „Arbeits-unlustbescheinigung“ mit Rezepten ausgestattet in die nächste „Memmen-Apotheke“. Hier erhielt der Leidende gleich für jedes Wehwehchen das „passende“ Mittelchen in bunter Auswahl.

Die Apothekerin des Vertrauens versprach, dass sich die Ehefrau ganz besondere über die „kleine Blaue“ freuen werde. Diese Aussage löste natürlich wieder so manchen Lacher aus. Nach einer kurzen Pause ging es mit einem Trauermarsch in die zweite Runde, und zu diesen Klängen kam der schwer leidende Ehemann zurück auf die Bühne. Von den vielen Medikamenten war die Leber natürlich nicht begeistert. Total überarbeitet begann diese zu weinen – herrlich dargestellt von der Bühnenpartnerin Yasmin Röckel. Schließlich forderte die Leber einen „Hopfensmoothie“ zur Regenerierung an.

Heiße Zitrone von der Sensenfrau

Zum „Lied vom Tod“ kam die Sensenfrau gut vorbereitet auf die Bühne und kredenzte dem Todkranken eine heiße Zitrone mit Ingwer, denn die wecke sogar Tote auf. War das Fieberwahn? Die Erklärung suchte Patient Peter im beim Arzt gefundenen Fachbuch.

Doch plötzlich wendete sich das Blatt, denn nun war Männerschnupfen auch bei Frauen festgestellt worden. Mit dem Nena- Lied „Wunder gescheh’n“ endete die quirlige Bühnenshow in Distelhausen, die vor allem der charmanten und hervorragend spielenden Yasmin Röckel zu verdanken war. Eine bessere Bühnenpartnerin hätte Peter Buchenau nicht auswählen können. Ob als Leber mit „russischer Seele“, Sensenfrau des 21. Jahrhunderts oder umsorgende Ehefrau Gloria – die Lacher und Sympathien hatte sie auf jeden Fall auf ihrer Seite. ubü