Tauberbischofsheim

Rekordverdächtiges Treffen Noch bis morgen ist Tauberbischofsheim Schauplatz von „Kata-Spezial“ / FN-Interview mit Cheftrainer Schlatt und Trainer Tatsuya Naka

„Karate ist unsere Erfüllung“

Archivartikel

Noch bis morgen ist Tauberbischofsheim Austragungsort von „Kata-Spezial“, der weltweit größten Karateveranstaltung.

Tauberbischofsheim. Im FN-Gespräch freute sich der Organisator, Cheftrainer Schlatt, gestern über den reibungslosen Ablauf. Besonders glücklich ist der studierte Japanologe über die Anwesenheit von Tatsuya Naka – für ihn einer der besten Karatetrainer überhaupt. Weltberühmt wurde Naka auch durch den Film „Kuro Obi“

Schlatt, wie läuft das Treffen?

Schlatt: Es ist absolut überwältigend. Wir machen das zum dritten Mal, aber dieses Mal haben wir alles bisher Dagewesene übertroffen. Wir freuen uns über mehr als 1000 Teilnehmer, also insgesamt rund 2000 Gäste. Es klappt alles wie am Schnürchen. Alle sind super untergebracht – wir dürfen sogar in Klassenzimmern übernachten. Die Hotels von Wertheim bis Bad Mergentheim sind ausgebucht.

Dass Tatsuya Naka hier ist, stellt für mich eine ganz besondere Ehre und Freude dar. Wir sind schon seit über 20 Jahren Freunde und trainieren miteinander.

Er ist mein Meister, aber auch ein sehr guter Freund. Ich fliege oft dorthin, wo er unterrichtet. Für mich ist er einer der besten Trainer der Welt.

Was bedeutet Ihnen die Freundschaft zu ihm?

Schlatt: Sehr viel. Ich freue mich jedes Mal, wenn er mich zu Hause besucht. Er ist wie ein Familienmitglied.

Tatsuya Naka: Ich gebe in der ganzen Welt Unterricht und kam direkt aus Panama nach Tauberbischofsheim. Mir gefällt die Stadt so gut. Alle Menschen sind freundlich. Ich freue mich, dass Leute aus aller Welt hierherkommen, um mit mir zu trainieren.

Uns alle eint die Freude an unserer Sportart, dem Karate. Und die Freundschaft zu Schlatt – sie besteht hoffentlich für immer.

Herr Naka, Sie sind ja auch ein Filmstar und Idol. Wie gehen Sie damit um?

Naka: Ich liebe Karate und würde gern mehr Zeit haben, um mein eigenes Karate zu verbessern. Durch meinen Status bin ich aber gezwungen, die Hälfte des Jahres in der ganzen Welt zu unterrichten.

Es macht mich jedoch sehr glücklich, wenn ich die Gesichter der Menschen sehe, die mit mir trainieren. Das gibt mir soviel zurück. Es ist eine wunderbare Arbeit.

Was bedeutet Ihnen beiden Karate?

Schlatt: Es ist unser Leben. Ich habe mit 15 angefangen, Tatsuya Naka mit 13. Wir wussten, dass das unser Lebensweg wird. Wegen Karate habe ich auch Japanisch gelernt.

Karate ist unsere Erfüllung.