Tauberbischofsheim

72-Stunden-Aktion Am Donnerstagabend fiel der Startschuss mit der Übergabe der Aufgaben an die 14 teilnehmenden Gruppe

Knifflige Aufgaben kreativ lösen

Archivartikel

Punkt 17.07 Uhr fiel am Donnerstag der Startschuss zur 72-Stunden-Aktion. Auf dem Tauberbischofsheimer Wörtplatz erfolgte die Übergabe der Umschläge, die die Aufgaben beinhalteten.

Main-Tauber-Kreis. Im Dekanat Tauberbischofsheim sind bis Sonntagnachmittag rund 300 Kinder und Jugendliche sowie zahlreiche Helfer für einen guten Zweck im Einsatz. Mit verschiedenen sozialen, karitativen oder ökologischen Projekten wollen sie die Welt ein bisschen besser machen.

Sie waren ein gut gehütetes Geheimnis. Bis zum Schluss kannten die einzelnen Gruppen die Aufgaben nicht, die sie meistern müssen. Als gestern die Umschläge geöffnet wurden, gab es viele überraschte Gesichter. Die Projekte, die der Koordinierungskreis sich im Vorfeld überlegt hat, sind knifflig und kreativ zugleich. Alle enthalten drei wesentliche Elemente: Arbeit, Spiritualität und Feiern.

Offizieller Start der 72-Stunden-Aktion für das Dekanat war auf dem Wörtplatz in Tauberbischofsheim. Dekan Gerhard Hauk war als Schirmherr in Eubigheim im Einsatz. 14 Gruppen von Bestenheid bis Eubigheim sind im Main-Tauber-Kreis für den guten Zweck im Einsatz.

Die Aufgaben im Überblick

Die „Kellerkinder“ aus Bestenheid gestalten im Pfarrheim einen Raum für die Oberministrantenrunde. Unterstützung erhalten sie dabei von den Kindergartenkindern. Am Sonntag steigt ein gemeinsamer Spielenachmittag.

Die Ministranten der Pfarrei St. Martin in Werbach peppen die Kneippanlage auf. Dazu gestalten sie einen Barfuß-Pfad und installieren eine Sitzgelegenheit mit Liegestühlen. Zum Auftrag gehört es außerdem, Getränke und Essen für eine Party mit der gesamten Bevölkerung zu organisieren.

Die Jugendlichen der „Carawanse“ aus Dittwar bauen am Sportplatz eine Boule-Anlage in Kooperation mit dem Sportverein.

In Tauberbischofsheim treten zwei Gruppen in Aktion. Bei den Ministranten der Pfarrei St. Martin sind Fantasie und handwerkliches Geschick gefragt. Am Kindergarten gestalten sie ein Logo. Außerdem haben sie diverse Gartenarbeiten zu erledigen. Ihr Projektauftrag endet am Sonntag mit einem Kindergottesdienst auf den Wört-Terrassen.

Die soziale Komponente dominiert bei den Jugendlichen KjG St. Bonifatius. Zu ihrer Aufgabe gehört es, einen Wetterunterstand für den Tafelladen zu errichten. Außerdem sollen sie sich Aktionen ausdenken, um die Bevölkerung für den Tafelladen und dessen Arbeit zu sensibilisieren.

Die KLJB Schönfeld ist am Sportplatz in Aktion. Dort entstand beim letzten Mal ein Grillplatz. Den sollen die Jugendlichen jetzt um eine „coole Sitzgruppe“ erweitern.

Moderne Medien spielen bei den „Helping Hands“ eine wichtige Rolle. Die Gruppe mit Jugendlichen aus Krensheim entwickelt einen digitalen Informations- und Aktionspfad in und um ihren Heimatort, der zu einer Zeitreise einlädt und dabei auch aktuelle Aspekte nicht aus den Augen verliert.

„Rent a KjGler“ heißt es für die KjG Gerlachsheim. Die Jugendlichen sollen auf kreative Art und Weise Spenden sammeln für ein von ihnen selbst ausgesuchtes soziales Projekt.

Einsatzort für die „Bälmer Minis“ ist die Pfarrkirche von Oberbalbach. Sie beschäftigen sich damit, einen barrierefreien Seiteneingang einzurichten.

Der soll am Sonntagabend im Rahmen einer Prozession eingeweiht werden.

Die Jugendgruppe „Bälmer Schelle“ aus Unterbalbach ist damit beschäftigt, Vorbereitungen für die 800-Jahr-Feier zu treffen. Dazu sollen sie einen Leiterwagen gestalten und die historische Obstpresse wiederinstandsetzen. Spannende Interviews verspricht der Auftrag, Zeitzeugen zu befragen.

Die Königshöfer Ministranten haben sich der Leseförderung verschrieben. Dazu gestalten sie fantasievoll die neue Leseburg in der Turmbergschule. Höhepunkt ist ein Bücherfest für alle Generationen am Sonntag unter dem Motto „Erzähl mir deine liebste Grundschulgeschichte“.

Fest zupacken müssen die Ministranten der Seelsorgeeinheit Boxberg/Ahorn. Am Kloster Angeltürn soll eine Freizeit- und Begegnungsstätte entstehen. Dafür haben die Minis den Fahrweg zu pflastern, einen Altar zu bauen, eine Sitzgruppe anzulegen und eine Grotte mauern. Wenn alles fertig ist, wird die Anlage am Sonntag mit einem Gottesdienst eingeweiht.

Einen grünen Daumen sollten die Klepsauer Ministranten schon haben. Ihre Aufgabe ist es nämlich, den Kirchengarten herzurichten. Nach getaner Arbeit wird das neue Schmuckstück am Sonntag eingeweiht.

„Rettet die Arche“ heißt es für die Gruppe „UPS“ aus Eubigheim. Das Freizeitgelände am Sportplatz ist mittlerweile in die Jahre gekommen. Die einst stattliche „Arche“, der imposante Nachbau eines Schiffes, schaut ziemlich ramponiert aus. Die Jugendlichen aus Eubigheim krempeln die Ärmel hoch, um diesen markanten Ort zu renovieren.

Bis zum Sonntagnachmittag sind die Aktionsgruppen im Einsatz. Bis dahin müssen sie ihre Aufgaben erledigen. Ohne Wenn und Aber. Die Erfahrungen mit den vergangenen Sozialaktionen stimmen Dekanatsjugendreferentin Maxi Scheuermann: „Die packen das!“ feu