Tauberbischofsheim

Rotary Wolfgang Eble referierte über die Tätigkeit der Außenstelle Main-Tauber-Kreis des Weißen Rings

Kriminalitätsopfer sowohl ideell als auch materiell unterstützen

Tauberbischofsheim.Im Rahmen des wöchentlichen Meetings des Rotary Clubs Tauberbischofsheim berichtete Wolfgang Eble, Leiter der Außenstelle des Weißen Rings im Main-Tauber-Kreis, über Aufgaben und Arbeit dieser Opferhilfsorganisation. Unter dem Motto „Wir helfen Kriminalitätsopfern“ berät und unterstützt der Verein als einzige bundesweit organisierte Hilfsorganisation mit rund 50 000 Mitgliedern und etwa 3200 qualifizierten ehrenamtlichen Helfern Opfer vorsätzlicher Straftaten sowohl ideell als auch materiell. Der Verein erhält keinerlei staatlichen Mittel und finanziert sich ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, Geldbußen und Vermächtnisse.

Der Referent ging zunächst auf die Entstehung des Vereines ein, der im Jahre 1976 von dem Fernsehmoderator Eduard Zimmermann („XY - Gesucht“) und einigen Gleichgesinnten gegründet wurde. Vor Ort leistet der Weiße Ring zunächst und vor allem menschlichen Beistand und berät das Opfer über seine Rechte und Möglichkeiten, hilft bei Behördengängen sowie bei Antragsstellungen, zum Beispiel nach dem Opferentschädigungsgesetz und bei Vernehmungen bei der Polizei oder vor Gericht bis hin zur Begleitung des Opfers zur Gerichtsverhandlung.

Voraussetzung für eine Hilfeleistung ist dabei das Vorliegen einer vorsätzlichen Straftat zum Nachteil des Opfers, betreut werden dabei gegebenfalls auch dessen Angehörige.

Zur Milderung der materiellen Schädigung können die Opferhelfer unbürokratisch und schnell eine Soforthilfe bis 300 Euro an Betroffene ausbezahlen. Für die rechtliche Beratung stellt der Weiße Ring Erstberatungsschecks zur Verfügung.

In Fällen, in denen ein Opfer durch die Straftat in eine finanzielle Notlage gerät, ist auch eine weitergehende finanzielle Unterstützung durch den Verein möglich Bei schwer traumatisierten Opfern ist sogar eine Ferienhilfe möglich.

Die Arbeit des Vereins erfolgt durch rund 3200 ehrenamtliche Opferhelfer in 420 Außenstellen und etwa 100 Hauptamtliche in der Bundesgeschäftsstelle in Mainz und in den Landesbüros. Die Ehrenamtlichen müssen vor ihrem Einsatz eine Qualifizierung durchlaufen.

Die Außenstelle Main-Tauber-Kreis besteht aus zwei Opferhelferinnen und drei Opferhelfern. Sie ist erreichbar unter Telefon 0151/55164806 oder unter weisser-ring.main-tauber@web.de.