Tauberbischofsheim

Jahreshauptversammlung Kreisjugendfeuerwehr blickte auf Aktivitäten des vergangenen Jahres zurück und ehrte Mitglieder

Leichter Zuwachs stimmt vorsichtig optimistisch

Archivartikel

Auf ein umfangreiches Arbeitspensum blickten die Mitglieder der Kreisjugendfeuerwehr zurück und ehrten verdiente Feuerwehrmänner.

Main-Tauber-Kreis. Die Kreisjugendfeuerwehr hielt im Dorfgemeinschaftshaus in Pülfringen Jahreshauptversammlung. Eröffnet wurde die Versammlung vom Kreisspielmannszug unter Leitung von Kreisstabführer Michael Kronhofmann.

Zahlreiche Jugendfeuerwehrmitglieder, Funktionsträger der Jugendfeuerwehren und Freiwilligen Feuerwehren sowie viele Gäste nahmen teil. Nach der Begrüßung stellte Jochen Herrschlein das anstehende Jahr unter das Motto „Mehr als Feuer und Flamme“.

Bürgermeister Ludger Krug freute sich als Gastgeber, die zahlreichen Gäste willkommen heißen zu dürfen. Auch er sei seit seiner Jugend ein Mann der Feuerwehr. Er führte aus, wie wichtig die Jugendfeuerwehr für die Zukunft ist, denn der Nachwuchs fährt zukünftig die Löschfahrzeuge und bedient die anspruchsvolle technische Ausstattung der Feuerwehren.

Sechs Kindergruppen

Der Leiter der Kreisjugendfeuerwehr, Jochen Herrschlein, stellte in seinem Bericht die wichtigsten Zahlen vor. Die 215 Mädchen und 672 Jungen sind in 18 Jugendfeuerwehren in mehreren Gruppen organisiert. Schön sei, dass es zwischenzeitlich auch sechs sogenannte Kindergruppen gibt.

Beachtlich sei auch, dass die 240 Betreuerinnen und Betreuer sich mit mehr als 7500 Stunden für den Fortbestand des Nachwuchses engagieren. Hinzu kämen noch fast 2000 Stunden, die das Team um Jochen Herrschlein im vergangenem Jahr in die Organisation und Vertretung der Kreisjugendfeuerwehr bei Veranstaltungen innerhalb des Landkreises, aber auch auf Landesebene aufgewendet hat.

Auch wurden zahlreiche Schulungen und Seminare besucht und auch selbst durchgeführt.

Herrschlein, der zugleich auch Regionalvertreter der Jugendfeuerwehr der Region Heilbronn-Franken ist, betonte die sehr gute Zusammenarbeit mit seinen Kollegen in der Region, man ziehe an einem Strang und spreche eine Sprache. „So wird unsere Stimme auf Landesebene auch gehört.“

Er dankte allen Förderern und Unterstützern der Jugendfeuerwehr. Besonderer Dank ging an sein Team für die geleistete Arbeit.

In Berichten der Fachgebietsleiter ließ man die zahlreichen Aktivitäten des vergangenen Jahres Revue passieren. So stellte der Kreisjugendsprecher Justin Günther seine Aufgaben und Tätigkeiten vor. Besonders eindrucksvoll war der Bericht aus dem Fachgebiet Veranstaltung. Stefan Bartelt schilderte eindrucksvoll die erfolgreichen gemeinsamen Aktionen, die auf Kreisebene stattfanden. So wurde ein Leistungsmarsch in Sonderriet organisiert, ein Gauditurnier in Nassig durchgeführt und die bewährte Erlebnistour in Freudenberg auf die Beine gestellt. Das anstehende Kreiszeltlager wird im Juli in Grünsfeld stattfinden.

Die solide Kasse wurde vorbildlich von Peter Achatz in bewährter Weise geführt. Die beiden Kassenprüfer Carsten Wirth und Bernhard Künzig konnten keine Unstimmigkeiten finden. Die Entlastung wurde daraufhin vom Ersten Landesbeamten Dr. Ulrich Derpa beantragt. Dem Antrag folgten die Delegierten einstimmig.

Dr. Derpa freute sich, dass in jeder Freiwilligen Feuerwehr des Landkreises eine Jugendfeuerwehr besteht und diese im zurückliegendem Jahr einen leichten Zuwachs hatten. Er stellte fest, dass die Jugendfeuerwehr des Main-Tauber-Kreises von Jochen Herrschlein hervorragend und mit Hingabe geführt wird. Auch im Bereich der sozialen Medien sei man gut aufgestellt. Abschließend verwies Dr. Derpa noch auf die Delegiertenversammlung der Jugendfeuerwehren von Baden-Württemberg. Diese findet, erstmalig vom Main-Tauber-Kreis ausgerichtet, am 22. September in Bad Mergentheim statt. Er wünschte bei allen Aktivitäten viel Spaß und bei der Nachwuchswerbung viel Erfolg.

Nach dem Ausblick auf Termine und geplante Veranstaltungen in den kommenden Monaten bat Herrschlein um Unterstützung bei der Durchführung und Umsetzung. Ohne Hilfe komme man nicht weiter, so werde das Maskottchen „Eddi“ derzeit alleine von der Feuerwehrfamilie Bender aus Niederstetten betreut und organisiert. Hier warb Herrschlein besonders für Unterstützung, schließlich sei das Maskottchen ja das Aushängeschild.

Ehrungen

Als sichtbares Zeichen der Anerkennung im Ehrenamt, wurden Ralf Schieß mit der Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg in Gold und Heiko Bernhardt in Silber ausgezeichnet.

Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Sebastian Quenzer stellte fest, dass die Jugendfeuerwehr mehr mache, als viele denken. Sie sei eine wichtige Stütze bei der Nachwuchssicherung, leiste einen wichtigen kulturellen Beitrag, tage dazu bei, soziale Werte zu erhalten, und begleite Kinder und Jugendliche so auf ihrem Weg in die Zukunft. Er lobte das Engagement und bemerkte, dass man mit Herzblut bei der Sache sei. Er freute sich, die Jugendfeuerwehr im Kreis gut aufgestellt zu wissen und wünschte weiterhin viel Erfolg und Spaß.

Der aus Bretzfeld angereiste Tobias Bechle überbrachte der Versammlung die Grüße aus den Landkreisen Hohenlohe, Heilbronn und Schwäbisch Hall. Er lobte Jochen Herrschlein für seinen hervorragenden Einsatz als Regionalvertreter („Durch Ihn haben wir Gewicht im Land“). Der kurze Draht, der sehr unkomplizierte Umgang und die sehr gute Zusammenarbeit seien der Erfolg für die Durchsetzung der Interessen in der Region. beke