Tauberbischofsheim

Caritassonntag am 16. September Gottesdienste greifen Jahresmotto „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“ auf / Spendenaktion startet

Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist auch im ländlichen Raum angekommen

Tauberbischofsheim.Das Caritas-Jahresmotto „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“ weist auf den Mangel an bezahlbarem Wohnraum hin, der auch im ländlichen Raum angekommen ist, wie der Caritassozialdienst bei seiner täglichen Arbeit feststellen muss.

Der Herausforderung, das Problem Wohnungsnot zu lindern, begegnet auch der Caritasverband im Tauberkreis mit seinem vielseitigen Engagement in der Fläche.

Die Gottesdienste in Tauberbischofsheim und Freudenberg zum Caritassonntag am 16. September im Dekanat Tauberbischofsheim greifen das Jahresmotto plastisch auf. Für alle beteiligten Kirchengemeinden sind diese Gottesdienste ein sehr wichtiger Bestandteil in der Zusammenarbeit mit der Caritas und daher traditionell sehr gut besucht.

Musikalische Umrahmung

In Tauberbischofsheim wird der Gottesdienst als Familiengottesdienst gestaltet – beteiligt sind hier der Ausschuss Caritas und Soziales der Seelsorgeeinheit Tauberbischofsheim und die Musikgruppe „Klangspiel“ mit Beschäftigten der Werkstätte Alois Eckert und ihrer musikalischen Leiterin Hildegard Beetz-Geier.

In Freudenberg sind unter anderem Bürgermeister Roger Henning, Ralf Kern, der Vorsitzende der Aktion Gemeinsinn, und die Pflegedienstleiterin des Caritas-Altenpflegeheims Otto-Rauch-Stift Marina Weimer mit einem Statement eingebunden.

Einigen Haushalten ist bereits ein Spendenaufruf zur Caritassammlung ins Haus geflattert, andere werden ihn dieser Tage in den Gemeindeblättern lesen und einen Überweisungsträger vorfinden. Alljährlich rufen die Kirchengemeinden gemeinsam mit dem Caritasverband zu einer Spende auf, die vor allem der caritativen Arbeit vor Ort zu Gute kommen soll.

Die jährliche Caritassammlung findet im Dekanat in der Woche von 23. bis 30. September statt. Die letztjährigen Spendengelder konnten für ein Jugendprojekt in Freudenberg und das neugegründete Familienzentrum in Assamstadt eingesetzt werden.

Unbürokratische Hilfe

Generell sollen die Spendengelder unbürokratische Hilfe vor Ort und wirkungsvolle Projekte im direkten Lebensumfeld ermöglichen. So wird das vielfältige und ehrenamtliche Engagement in den Pfarrgemeinden durch die Caritas in der Region mit professionellen Angeboten für Hilfsbedürftige ergänzt.

Mit ihren Diensten und Einrichtungen ist die Caritas für Menschen im Main-Tauber-Kreis da, die auf Hilfe angewiesen sind: Kinder, Jugendliche, Familien, Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen, Arbeitslose, Flüchtlinge, Alte und Kranke sowie Menschen, die Unterstützung brauchen, um ihr Leben wieder eigenverantwortlich in die Hand nehmen zu können.

Auch Wohnungslosigkeit oder der drohende Wohnungsverlust spielen in den Beratungen des Sozialdienstes und anderer Fachdienste eine immer größere Rolle.

Das Geld, das bei der Caritassammlung eingeht, wird aufgeteilt: Das erste Drittel kommt direkt der jeweiligen Pfarrgemeinde zugute, das zweite Drittel dem Caritasverband im Tauberkreis und das letzte Drittel dem Caritasverband der Erzdiözese Freiburg.

Von letzterem, dem Diözesancaritasverband, kann in Form von beantragten Fördermitteln auch immer wieder Geld in die Orts- und Regionalverbände zurückfließen – beispielsweise in Projekte der örtlichen Seelsorgeeinheiten wie die oben genannten in Assamstadt und Freudenberg.