Tauberbischofsheim

Am gestrigen Aschermittwoch Die Kröten beklagten am Krötenbrunnen in der oberen Fußgängerzone das Ende der Fastnacht und wuschen ihre Geldbeutel

Mit großem Wehklagen ins närrische Jammertal

Traditionell haben die Bischemer Kröten am gestrigen Aschermittwoch am Krötenbrunnen das Ableben der Fastnacht beklagt und ihre Geldbeutel gewaschen.

Tauberbischofsheim. Bitteres Jammern und lautes Heulen waren am gestrigen Vormittag schon von weitem zu hören. Präsident Steffen Burger und sein närrisches Gefolge hatten sich am Krötenbrunnen vor der Sparkasse Tauberfranken in der oberen Fußgängerzone versammelt, um zu trauern. Es galt, das Ableben der Fastnachtskampagne 2017/18 zu beklagen.

„Holt die Taschentücher raus, die Fastnacht ist nun aus“, beklagte Steffen Burger. „Die Fastnacht ist nun leider aus, das Schicksal nimmt nun wieder seinen Lauf.“ Die kleine Trauerfeier nutzte der Präsident, um in Reimform auch kurz Rückschau zu halten. „Kurz war die Saison in diesem Jahr, 96 Tage lang nur war die Narrengefahr, heute am Aschermittwoch ist es vorbei, nun bricht die tolle Narrenwelt entzwei.“

Kurz, heftig und schön sei die Kampagne gewesen, und „die Krötenfamilie hat wieder alles gestemmt und sich keine Pausen gegönnt“, meinte der Präsident. „Vorbei die Zeit in Saus und Braus, die Fastnacht ist nun aus“. Auf diese traurigen Worte schnieften die schwarz gekleideten Kröten in ihre weißen Taschentücher und jammerten erbärmlich.

Doch in die Trauer mischte sich auch ein wenig Freude auf die nächste Kampagne, die man wieder voller Elan angehen will. Und damit die Narren die nächste Fastnacht auch in vollen Zügen genießen können, wurden noch die leeren Geldbeutel gewaschen, damit sie spätestens am 11. 11. 2018 wieder prall gefüllt sind.

Beim anschließenden traditionellen Heringsessen im Casino der Sparkasse Tauberfranken hielt die Kröten-Vorsitzende Evelyn Ritz-Brandel einen kleinen Nachruf auf die dahingeschiedene fünfte Jahreszeit . „Unsere Garden haben in kürzester Zeit rund 50 Auftritte bewältigt, Abordnungen waren bei diversen Umzügen und Prunksitzungen dabei und trotz des großen Pensums hat es wieder richtig Spaß gemacht.“

Evelyn Ritz-Brandel und auch Bürgermeister Wolfgang Vockel lobten vor allem die tolle Resonanz des Narrenvolks beim Rathaussturm mit anschließender närrischer Party auf dem Marktplatz. „Da entwickelt sich was, und wir wollen ja auch, dass die Leute rauskommen und mit uns gemeinsam feiern“, meinte der Rathauschef, der noch eine Frage hatte: „Wo ist eigentlich der Rathausschlüssel?“

Auch Wolfgang Reiner, der stellvertretende Vorsitzende des Vorstands der Sparkasse Tauberfranken, war voll des Lobes. „Besonders gefreut hat uns natürlich der Besuch am Schmutzigen Donnerstag, der zu einem kleinen närrischen Spektakel geworden ist“, so Rainer. hut