Tauberbischofsheim

Seelsorgeeinheit Tauberbischofsheim Wallfahrt unter der Überschrift „Zukunft säen – die Welt fair-wandeln“ / Insgesamt 28 Kilometer Wegstrecke

Momente der Ruhe und gute Gespräche

Archivartikel

Tauberbischofsheim.„Zukunft säen – die Welt fair-wandeln“. Unter diesem Motto, das zugleich das Jahresthema der Katholischen Kirchengemeinde Tauberbischofsheim ist, fand am Samstag zum sechsten Mal die Wallfahrt durch alle Pfarreien der Seelsorgeeinheit statt.

Pfarrer Gerhard Hauk begrüßte am frühen Morgen in der St. Bonifatiuskirche bereits eine sehr große Schar von Mitpilgern. Er freute sich dabei über viele bekannte Gesichter aus allen Pfarreien der Seelsorgeeinheit. In seinen Begrüßungsworten ging er auch auf die Wallfahrt als persönliche Bereicherung ein, auf das Zusammenwachsen der Seelsorgeeinheit. Es sei aber auch wichtig, sich der Heiligen Lioba anzuvertrauen. Deshalb wurde die Wallfahrtsgruppe auch mit dem Pilgerkreuz mit dem Bild der Heiligen angeführt. Neben den Momenten der Ruhe, insbesondere in allen besuchten Kirchen der Gemeinden, sollten die Gespräche untereinander eine wichtige Rolle spielen.

Stationen zum Innehalten

Vorbereitet wurde die Wallfahrt vom Liturgieausschuss, der das Jahresthema „Zukunft säen – die Welt fair-wandeln“ bereits bei der ersten Station von Gisela Müller und Johannes Hautzinger mit Impulsen und Gebeten zur Schöpfung ins Bewusstsein stellte.

Bevor es dann richtig losging, versammelte sich die Gruppe um den Altar, um im gemeinsamen Gebet die Wallfahrt zu beginnen. Pfarrer Hauk lud dabei jeden einzelnen ein, in seinen Rucksack auch die ganz persönlichen Anliegen zu packen, die die Intention für die Teilnahme an der Wallfahrt seien. Bei bestem Wanderwetter ging es wie bei jeder der folgenden Stationen hinaus mit dem Lied „Geh mit uns, auf unserem Weg“ durch die Natur.

Zügig erreichte die Pilgergruppe Impfingen. Dort gaben Ulrike Steigerwald und Elisabeth Heid in der Pfarrkirche St. Nikolaus wertvolle Impulse zum Thema „Wasser“. Nach einer kurzen Stärkung brach man auf zur dritten Etappe. Die Stimmung unter der Wallfahrerschar war sehr gut und das Teilstück nach Hochhausen war nicht sehr lang.

In der St. Pankratiuskirche trug Michael Schmitt Gedanken vor, die dazu anregten, die „Welt mit allen Sinnen wahrzunehmen“. Auch hier konnte man sich stärken und die Gruppe vergrößerte sich um weitere Teilnehmer. Es galt nun das erste steilere Stück auf dem Weg nach Dienstadt zu bezwingen. Dennoch zogen um die 40 Personen unter der Leitung von Pfarrer Gerhard Hauk weiter in Richtung Mittagsziel.

„Mit allen Sinnen“

In der Dienstadter St. Jakobus-Kirche erklärte Rita Hauk die Umsetzung des Wallfahrtsmottos in der bildlichen Darstellung auf der Osterkerze sehen. Nach einem gemeinsamen Gebet und Lied zogen die Anwesenden zur verdienten Mittagspause an den See, wo man sich ausruhen und bei gutem Essen stärken konnte.

Traditionell stand hier ein gewisser Wechsel in der Wallfahrtsgruppe an: Während manche nur den Vormittag dabei waren, kamen viele Mitpilger neu dazu. Die Gruppe machte sich auf den Weg zum längsten und anstrengendstem Teilstück der Wanderung mit Ziel Dittwar (St. Laurentiuskirche). Interessant war hier der Dialog zweier Personen (Anna Maria Both und Theo Zegowitz) zum Thema „fair“. Beim Nachmittagskaffee konnte man anschließend nochmals die Kräfte mobilisieren, um weiter über Hof Steinbach (Kapelle), Distelhausen (St. Markuskirche) und Dittigheim (St. Vituskirche) nach Tauberbischofsheim zu wandern. Auch in diesen Kirchen gab es durch Margaretha Hartmann und Barbara Eckert und Helga Eckert „Nachdenkliches“ für die Wallfahrtsgruppe.

Pünktlich zum Glockengeläut der Vorabendmesse zog eine noch immer beträchtliche Wallfahrerschar müde, aber froh, es geschafft zu haben, mit Pfarrer Gerhard Hauk (der die 28 Kilometer mühelos durchgehalten hatte) und den Ministranten in die St. Martinskirche ein um gemeinsam Eucharistie zu feiern und den Tag Revue passieren zu lassen.

Liebgewonnene Tradition

Zu Beginn des Gottesdienstes betonte Pfarrer Hauk, es habe gutgetan, diese Tradition der Wallfahrt fortzuführen, miteinander diesen Weg zu gehen und Gespräche über „Gott und die Welt“ zu führen. Die Pausen in den Kirchen waren gefüllt mit Überlegungen zum „Welt fair-wandeln“ und damit achtsam und sensibel mit der Schöpfung umzugehen und gegebenenfalls den eigenen Lebensstil zu verändern. In seiner Predigt ging Hauk auf das Tagesevangelium ein, bei denen die Jünger auf dem See Genezareth im Sturm Angst um ihr Leben hatten. Wem sei nicht einmal „das Wasser bis zum Hals gestanden“, sei es durch Krankheit, Angst um den Arbeitsplatz oder anderen Dingen.

Mit Jesus habe man eine Person an seiner Seite, zu der man großes Vertrauen haben könne. Am Ende des Gottesdienstes dankte Pfarrer Hauk den Gemeindeteams, Pfarrgemeinderäten und allen, die zum Gelingen des Tags beigetragen hatten. Er hoffe auf eine Wiederholung der Wallfahrt. Er erinnerte auch gleich an die vom 2. bis 8. September stattfindende Fußwallfahrt durch das Dekanat. Bk