Tauberbischofsheim

Verein Nachbarschaftshilfe Tauberbischofsheim Mitgliederversammlung mit Berichten, Neuwahlen und einer Ehrung

Monika Wenzel ist neues Ehrenmitglied

Archivartikel

Tauberbischofsheim.Zur Mitgliederversammlung des Vereins Nachbarschaftshilfe Tauberbischofsheim begrüßte Vorsitzende Brigitta Meuser zahlreiche Mitglieder. Es sei ein aufregendes Jahr gewesen, da es – zusätzlich zum Tagesgeschäft – fünf große „Baustellen“ gegeben habe, die viel Zeit und Kraft kosteten.

Zunächst sei man im Januar mit dem Büro innerhalb des DRK umgezogen und sei froh, jetzt einen eigenen Besprechungsraum zu haben, der auch stark genutzt werde.

Dann habe es Probleme mit dem PC-Banksystem gegeben, das selbst Fachleute nicht lösen konnten. Das dritte sei die neue Datenschutzgrundverordnung gewesen. Das vierte sei der Eintritt in den Ruhestand von Einsatzleiterin Monika Wenzel gewesen, der ein Bewerbungsverfahren mit sich gebracht habe, um wieder eine dritte Person im Büro zu haben. Nun sei Christine Schaber neu im Team. Mit der neuen Personalbesetzung habe es auch eine Umstrukturierung bei den Bürostunden gegeben. Das fünfte Thema war der Neuantrag für die Bewilligung der Entlastungsleistung. Nachdem diese zehn Jahre geleistet wurde und vom Land ein neues Anerkennungsverfahren auf den Weg gebracht wurde, habe sich herausgestellt, dass die Voraussetzungen und Auflagen für das Ehrenamt in diesem Bereich erschwert wurden, sowohl für die Helfer wie auch für die Vereinsleitung. Sehr ärgerlich sei auch die Sicht auf Ehrenamtliche. Die Vorsitzende stellte die Frage in den Raum, was so mancher Politiker vom Alltagsgeschäft im Bereich Pflege und Versorgung Hilfsbedürftiger denn wirklich kenne. Nach engem Kontakt mit dem Landratsamt als zuständige Genehmigungsstelle sei die Anerkennung ab 2019 neu ausgesprochen worden.

„Im Oktober war der Verein Mitveranstalter des Palliativ-Fortbildungstags, der auf sehr gute Resonanz stieß. Im November wurde das 20-jährige Jubiläum mit einem schönen Festakt in der Volksbank Main-Tauber und zahlreichen Gästen gefeiert“, so Meuser. Weiterhin gebe es den „Info-Punkt-Deutsch“ als Kooperation mit der VHS und im Auftrag des Vereins sei weiterhin eine Dolmetscherin unterwegs, die Flüchtlinge zu Ämtern oder Ärzten begleite. Auch die fünfte Brillensammlung im November sei wieder ein riesiger Erfolg gewesen.

Auch die Einsatzleiterinnen berichteten wieder von einem sehr arbeitsreichen Jahr: über 19 900 Stunden leisteten 171 Helfer in 205 Haushalten; insgesamt hatte der Verein 526 Mitglieder. Der Vorstand arbeite drei Monate in Vollzeit.

Drängende Frage für die Zukunft sei, wie man an weitere Helfer kommt, die handfest mit anpacken, da alle schon sehr ausgelastet sind und etliche Anfragen vertröstet werden müssen.

Die Kassenprüferinnen bescheinigten eine einwandfreie Buch- und Kassenführung und der Vorstand wurde daraufhin einstimmig entlastet. Auf Antrag des Vorstands wählte die Mitgliederversammlung Monika Wenzel (im Bild links mit Vorsitzender Brigitta Meuser) zum Ehrenmitglied als Dank und Anerkennung für die jahrelange umsichtige und zuverlässige Einsatzleitung.

Die Neuwahlen des Vorstands gingen zügig und jeweils einstimmig über die Bühne. Er setzt sich wie folgt zusammen: Vorsitzende Brigitta Meuser, stellvertretende Vorsitzende Heidi Sax, weitere Vorstandsmitglieder Irene Schneider, Tanja Gerber und Sabine Nowakowski. Die ausscheidende Doris Berberich erhielt als Dank von der Vorsitzenden ein Präsent. Zu Kassenprüferinnen wurden Maria Junk und Lydia Zoller gewählt.

Einige Informationen zu Fortbildungen wurden danach ausgetauscht. Zum Abschluss der Versammlung folgte der Fachvortrag „24-Stunden-Betreuung zu Hause“ von Gerhard Lippert (Promedica), der interessante Details über diese Möglichkeiten der Versorgung von Menschen in ihrem Zuhause berichtete. Bild: Verein NSH