Tauberbischofsheim

Aufbereitungsanlage Standort nahe Distelhausen im Blick

„Nach wie vor absolut unrealistisch“

Archivartikel

Tauberbischofsheim.Mit Blick auf die Zusammenkunft des Gemeinderats der Stadt Lauda-Königshofen am Montag (Bericht auf Seite 25) fragte Stadtrat Kurt Baumann am Dienstag in der Sitzung des Tauberbischofsheimer Gremiums nach, ob es Neuigkeiten bezüglich der Standortsuche für eine Aufbereitungsanlage der Firma Konrad Bau gebe.

Zuletzt waren zwei Alternativstandorte links und rechts der B 290 zwischen Gerlachsheim und Distelhausen ins Spiel gebracht worden, die sich nah an der Gemarkungsgrenze von Tauberbischofsheim befinden (die FN berichteten). Die Wohnbebauung des Stadtteils Distelhausen wiederum liegt nur 200 Meter von dieser Grenze entfernt.

Mitten im Schutzgebiet

Bürgermeister Wolfgang Vockel erklärte, dass die beiden Standorte seinen Informationen zufolge geprüft werden. Er betonte außerdem, dass man es seitens der Stadt nach wie vor für absolut unrealistisch halte, dass hier eine solche Abfallbehandlungsanlage eingerichtet werden kann.

Bei dem Bereich handele es sich nicht nur um ein Wasser- und Landschaftsschutzgebiet, sondern auch um den Lebensraum des seltenen Feldhamsters. Darüber hinaus liege das Gebiet mitten im Planungskorridor der „SüdLink“-Trasse und sei obendrein als Erholungszone eingestuft.

„Keine tragfähige Lösung“

„Aus meiner Sicht tragen die beiden Standorte sicher zu einer vorübergehenden Entschärfung der Diskussionen in Gerlachsheim bei, sind aber keine tragfähige Lösung. Das Ganze ist aus unserer Sicht nicht genehmigungsfähig. Wir unterstützen in keinem Fall eine solche Planung“, versicherte Vockel. Insofern könne er die Bevölkerung von Distelhausen beruhigen. gf