Tauberbischofsheim

Tischtennisbezirk Tauberbischofsheim Vereinsvertreter trafen sich zum Fachtag in der Kreisstadt

Nachwuchsmangel ist nicht nur bei Jugend spürbar

Zum Bezirksfachtag des Tischtennisbezirks Tauberbischofsheim trafen sich die Vereinsvertreter am Dienstag im Sportheim des TSV Tauberbischofsheim. Berichte und Wahlen standen ebenso an wie eine Debatte über eine Fusion drei Tischtennisverbände in Baden-Württemberg (siehe Bericht im heutigen Sportteil dieser Ausgabe). Bezirksvorsitzender Thomas Henninger wurde ebenso wie der gesamte Vorstand bestätigt.

Wie Henninger in seinem Bericht informierte, habe sich der Vorstand mehrfach wegen der Verbands- und Pokalrunden getroffen. Gespräche gab es auch über den Rückgang der Spielerzahlen bei Meisterschaften, Pokal-Wettbewerben, Bezirks- und Ranglistenturnieren. Bewährt habe sich, die Termine von Jugend-Bezirksfachtag und Bezirksfachtag zusammenzulegen. Diese Bündelung bringe nicht nur eine Zeitersparnis für die Vertreter der Vereine. Sie führe unter anderem auch zu einer Verbesserung der Kommunaktion. Ein weiterer Schwerpunkt der Gespräche sei der außerordentliche Verbandstag Ende Juni in Ettlingenweier gewesen.

Der Bezirksvorsitzende lobte, dass sechs Vereine zahlreiche Spieler für viele Jahre Tischtennis geehrt haben. Dies war beim SV Schönfeld, TSV Gerchsheim, TTC Oberschüpf, TTC Großrinderfeld, ETSV Lauda und FC Gissigheim der Fall. Henninger dankte allen Beteiligten im Tischtennisbezirk Tauberbischofsheim für deren „Einsatz für unseren Tischtennissport“ aus.

Bezirkssportwart Josef Arnold blickte auf die Saison zurück. So habe es in der Runde insgesamt keine Probleme gegeben. Die Trennung in der C- und D-Klasse in Sechser- und Vierer-Mannschaften sei nicht so glücklich gewesen, weil ein Team habe zurückziehen müssen. Die Neueinteilung für die nächste Saison sei abhängig von den Mannschaftsmeldungen.

Arnold gratulierte den Meisterteams SV Niklashausen IV (Kreisklasse D), SC Grünenwört II (Kreis-klasse C), TSV Tauberbischofsheim IV (Kreisklasse B), TSV Assamstadt II (Kreisklasse A) und SV Dertingen I (Kreisliga). Erfreulich nannte er das Abschneiden einiger Mannschaften, die weiter oben spielten. So habe der SV Niklashausen I in der Badenliga einen guten dritten Platz belegt, der SV Niklashausen II sei Meister der Bezirksliga Ost geworden, der FC Külsheim II Meister der Bezirksklasse Tauberbischofsheim/Buchen.

Der Bezirkssportwart ging auf die Platzierungen der Bezirksrangliste ein. Er bedauerte, dass der Tischtennisbezirk unter Nachwuchsmangel leide. Dies zeige nicht nur die sinkende Zahl der Nachwuchsmannschaften, sondern sei mittelbar auch im Erwachsenenbereich zu spüren. Dort werde es immer schwieriger, Teams zu bilden. Arnold schlug vor, Spielklassen nur mit Vierer-Mannschaften zu bilden.

Der Redner verwies auf wichtige Stichtage: 10. Juni: Meldung der Mannschaften; 20. Juni: Einreichung der Terminwünsche; 30. Juni: Eingabe der Mannschaftsaufstellungen. Die Bezirksmeisterschaften finden am 14. und 15. Dezember in Lauda statt. Arnold verwies darauf, dass in der neuen Saison nur noch „Plastikbälle“ erlaubt seien.

Frank Schwager informierte über das Pokalgeschehen und betonte, dass man nach erfolgter Meldung oder Qualifikation auch anzutreten habe. Bezirkspokal-Gewinner sind SV Niklashausen I (Herren A), SV Niklashausen II (Herren B) und SC Grünenwört I (Herren C), wobei der Bezirkspokal der Herren C erstmals im „Final Four“ ausgetragen wurde. Im Regionspokal hat sich der SV Niklashausen I behauptet, das Spielrecht beim Verbandspokal jedoch nicht wahrgenommen. SC Grünenwört I ist im Regionspokal sehr knapp ausgeschieden.

Die Endspiele im Tauberpokal der Erwachsenen wurden in Dörlesberg an einem Tag ausgespielt. Pokalsieger sind der FC Külsheim I/II (Herren S), SV Dertingen I (Herren Kreisliga), TTC Oberschüpf I (Herren A), FC Gissigheim II (Herren BCD) sowie TTV Oberlauda (Damen).

Das Bezirksschiedsgericht musst nicht tagen, was der Bezirksvorsitzende mit „das ist das Schöne, den Strafenkatalog nicht anzuwenden zu müssen“ kommentierte. Wie Schiedsrichterobfrau Katharina Göller informierte, stellt der Tischtennisbezirk Tauberbischofsheim zehn Verbandsschiedsrichter. Damit seien die Badenligaspiele des SV Niklashausen gut abgedeckt. Zudem seien die Verbandsschiedsrichter außerhalb unterwegs. Göller warb um neue Verbandsschiedsrichter.

Bezirkskassenwart Roland Hörner fasste die Finanzen mit „es ist nicht viel angefallen“ zusammen. Die Kassenprüfer Paul Treu und Johannes Sieron befanden „alles korrekt“. Die von Frank Tratsch vorgeschlagene Entlastung erfolgte einstimmig.

Die Neuwahlen bestätigten alle Funktionsträger ohne Gegenstimmen: Bezirksfachwart Thomas Henninger, stellvertretender Bezirksfachwart Reinhold Schulte, Kassenwart Roland Hörner, Sportwart Josef Arnold, Pressewart Heinz Eger, Aktivensprecher Helmut Denninger, Schiedsrichterobfrau Katharina Göller, Günter Veith, Arnold Seubert und Karlheinz Henninger im Rechtsausschuss, Online-Pressewart und Webmaster Christoph Muhr sowie die Kassenprüfer Paul Treu und Johannes Sieron. Tina Neuser wurde zur Schriftführerin gewählt. Die Versammlung bestätigte die Jugendwarte Marcel Münkel, Achim Ansmann und Frank Schwager.

Ein Versammlungsteilnehmer warb für einen durchweg regulären Ablauf der Verbandsrunde, damit es nicht zu einer Wettbewerbsverzerrung komme. hpw