Tauberbischofsheim

Kreisseniorenrat Main-Tauber Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahlen / Schwerpunktthemen besprochen

„Noch nie so wertvoll und wichtig wie heute“

Tauberbischofsheim.Vorstandswahlen sowie ein Rückblick auf 2018 und Ausblick auf Aktivitäten im laufenden Jahr standen im Mittelpunkt der turnusmäßigen Mitgliederversammlung des Kreisseniorenrates (KSR) Main-Tauber im Haus Heimberg in Tauberbischofsheim.

„Es ist sehr wichtig, dass wir in Vernetzung miteinander arbeiten“, betonte der Vorsitzende Robert Wenzel, der unter anderem Landrat Reinhard Frank und Kurt Weiland, Vorsitzender des VdK-Kreisverbandes Tauberbischofsheim, als Ehrengäste begrüßte.

„Noch nie war der KRS so wichtig und wertvoll wie heute, denn der Main-Tauber-Kreis wird immer mehr Senioren zählen“, meinte Frank in einem Kurzvortrag. Der Anteil von Menschen über 60 Jahre betrage derzeit rund 21 Prozent der Gesamtbevölkerung im Main-Tauber-Kreis – mit Tendenz nach oben. Der aktuell noch amtierende Kreistag blicke gegen Ende seiner Periode auf eine sehr intensive Zeit mit Investitionen in Höhe von über 80 Millionen Euro zurück, berichtete der Landrat, der zudem einen Überblick über Aufgaben des Landkreises und aktuelle Projekte gab. Themenschwerpunkte seien unter anderem die Sanierung der Beruflichen Schulen, der Ausbau der Glasfaserinfrastruktur und der ÖPNV, bei dem das Ruftaxi-Konzept ein besonderes Erfolgsmodell darstelle.

Soziale Aufgaben

Als weiteres Schwerpunktthema nannte Frank soziale Aufgaben, die zugleich den größten Anteil des Kreisetats ausmachten. Als besonders wichtig bei den Planungen für den Seniorenbereich bezeichnete er die Sicherstellung der Versorgungsleistungen sowie der Kapazitäten in der Tages- und Kurzzeitpflege.

Dazu zähle konkret auch der Abriss und Neubau des bisherigen Hauses Heimberg mit einem Investitionsvolumen in Höhe von rund 30 Millionen Euro. Besondere Aufgaben für den könnte die Arbeit in den Gemeinde- und Stadtteilen sein, um mit kleinzelligen Angeboten die dortige Lebensqualität zu erhalten. „Machen Sie mit bei den Planungen, engagieren Sie sich und bleiben Sie ein lebendiger Teil dieser Gesellschaft“, warb Frank zum Mitmachen beim KSR und bei dessen Aktivitäten. Wenzel bat den Landrat um Unterstützung bei der Bildung von Seniorenbeiräten in den Kommunen im Kreis, da dies eine der kommenden Hauptaufgaben des KSR sein werde.

In seinem Jahresbericht hob Wenzel die Themen bei den fünf Vorstands- und Beiratssitzungen sowie weiteren Aktivitäten des KSR Main-Tauber 2018 hervor.

Hauptthemen waren unter anderem die Erstellung der Broschüre „Vorsorge im Alter“, die erfolgreiche Bewerbung zur Durchführung der regionalen Verbraucherkonferenz „60 Plus“, die Wohnraumberatung, ein Gespräch mit der stellvertretenden Vorsitzenden Nora Jordan-Weinberg und der Geschäftsführerin Birgit Faigle vom Landesseniorenrat Baden-Württemberg über aktuelle Themen und über die künftige Zusammenarbeit.

Außerdem die EU-Datenschutzverordnung, eine Besichtigung des neuen Seniorenzentrums St. Hannah in Distelhausen, eine Vorstellung der Arbeit des „Weißen Ring“ durch Außenstellenleiter Wolfgang Eble sowie Mitwirkung bei Polizeiveranstaltungen zum Thema „Schutz vor falschen Enkeln und anderen Betrügern“.

„Wir wollen weiterhin mit den Ämtern und Einrichtungen vor Ort arbeiten sowie die Vernetzung mit in der Seniorenarbeit tätigen Behörden, Vereinen und Institutionen ausbauen“, nannte der Vorsitzende als eines der wesentlichen Ziele des Vorstandes.

„Zusammen mit verschiedenen Vorstandsmitgliedern habe ich Gespräche geführt und die Arbeit unseres KSR vorgestellt“, berichtete Wenzel.

Einen positiven Kassenstand und Finanzhaushalt vermeldete Schatzmeister Manfred Bürckert. Nach Bestätigung einer einwandfreien Kassen- und Finanzführung durch Revisor Gerhard Schilling erfolgte einstimmig die Entlastung des Vorstandes.

Bei den Vorstandswahlen wurden ebenfalls jeweils einstimmig in ihren Ämtern bestätigt: Robert Wenzel als Vorsitzender, Bastian Weippert und Walter Ruf als Stellvertreter, Manfred Bürckert als Schatzmeister sowie Swantje Vogt als Schriftführerin. Als Beiräte gewählt wurden Heidemarie Hofmann, Brigitte Schwarz und Heinz Bader, als Revisoren Claudia Grabs und Gerhard Schilling.

Gespräche und Werbung für die Bildung von Seniorenbeiräten in weiteren Städten und Gemeinden im Landkreis, die öffentliche Vorstellung der Vorsorgebroschüre, Prüfung mit den Krankenhausträgern und Trägern von Senioreneinrichtungen der Möglichkeiten einer stationären Hospiz im Main-Tauber-Kreis, eine Erweiterung der Liste mit Referenten und Vortragsthemen für die Mitglieder, Fortführung der Wohnraumberatung eventuell in Kooperation mit dem VdK, Ausbau der Vernetzung mit Organisationen auf dem Gebiet der Altenhilfe und Seniorenbetreuung, Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem KSR Schwäbisch Hall und Hohenlohe-Kreis, Gewinnung von Ehrenamtlichen und Nachwuchs an Führungskräften für die Altenwerke und Altenkreise sowie die Überarbeitung und Aktualisierung der Satzung zählte Wenzel als Themen- und Projektschwerpunkte des KSR für 2019 auf.

„Das Thema ‚Entsorgung von Inkontinenzartikeln’ wollen wir zum Abschluss bringen“, betonte der Vorsitzende zum Abschluss.