Tauberbischofsheim

Vermisste 13-Jährige Private Suchaktion für Samstag geplant

Polizei warnt vor ernsten Gefahren

Tauberbischofsheim.Für Aufsehen sorgt derzeit ein Facebook-Eintrag, in dem für Samstag zu einer privat organisierten Suchaktion nach dem seit 9. Januar vermissten 13-jährigen Mädchen aufgerufen wird. Darin heißt es unter anderem: „Die Polizei hat die Suche eingestellt. Deshalb haben wir, Freunde und Familienangehörige, mit dem Einverständnis der Polizei eine private Suchaktion organisiert.“

Die FN fragten beim Polizeipräsidium in Heilbronn nach. „Wir haben auch auf Facebook gelesen, dass dieser Aufruf erfolgte. Wir haben Verständnis für den Wunsch einer solchen privaten Suchaktion. Die Ungewissheit der Angehörigen über den Verbleib der 13-Jährigen ist wirklich unvorstellbar“, schreibt Pressesprecher Gerald Olma in einer Stellungnahme.

Verbieten könne man eine solche Suche nicht. „Wir warnen jedoch ausdrücklich vor den Gefahren, die eine solche Aktion mit Freiwilligen birgt. Das haben wir bereits gegenüber der Familie und anderen Angehörigen geäußert“, so Olma.

Und weiter: „Wir appellieren an alle Beteiligten, die Gefahren bei einer solchen Suche nicht zu unterschätzen. Die Tauber hat aktuell eine Temperatur von vier bis sechs Grad. Aufgrund der Regenfälle Anfang dieser Woche sind auch wieder die Pegelstände gestiegen. Wer mit dem Boot ungeübt ist und bei diesen Witterungsverhältnissen in die Tauber fällt, setzt sich großer Gefahr aus.“

Dementiert wird von Gerald Olma unterdessen die Aussage, die Suche nach der 13-Jährigen sei von der Polizei eingestellt worden: „Die in Facebook gepostete Information, dass die Suche der Polizei eingestellt wurde, ist falsch. Regelmäßig suchen Beamte des Polizeireviers Tauberbischofsheim die Wehre und Kurvenbereiche im fraglichen Abschnitt der Tauber ab. Mit den Wehrbetreibern ist man regelmäßig in Kontakt.“