Tauberbischofsheim

Liederabend in der Laurentiushalle Der MGV Liederkranz Dittwar und die Gastchöre erfreuten die Zuhörer mit ihren Darbietungen / Chorleiterin Edith Lang-Kraft dirigiert seit 25 Jahren den Chor

Rudolf Withopf zum Ehrenvorsitzenden ernannt

Archivartikel

Einen bunten Melodienreigen boten die Chöre beim Liederabend in der Dittwarer Laurentiushalle.

Dittwar. Der Liederabend des MGV Liederkranz Dittwar fand in der schön geschmückten Laurentiushalle in Dittwar statt. Durch das Programm führten mit launigen Anekdoten und interessanten Hinweisen zu den Liedern gemeinsam die Chorleiterin Edith Lang-Kraft und der Vize-Chorleiter Manfred Bystricky.

Der Dittwarer Männergesangverein eröffnete mit dem Lied „Männer, so singt doch“, eine nicht ganz ernst gemeinte Fassung des berühmten „Land of Hope and Glory“ von Sir Edward Elgar, den Abend. Danach erfolgte die begrüßung durch den Vorsitzenden Alexander Schwarz Zum Abschluss der Begrüßung sang der gastgebende MGV das Lied „Ilsebill“ von Bernhard Weber, in dem von einer Frau mit einem nie versiegenden Redefluss erzählt wird.

Der kleinste Chor des Abends, der Kirchenchor Sankt Burkhard aus Messelhausen, überzeugte bei seinen Vorträgen durch ein ausgewogenes Klangbild. Der Chor steht seit seiner Gründung im Jahr 1990 unter der Leitung von Edith Lang-Kraft und darf zu Recht als ihr Kind bezeichnet werden. Ihr erstes Lied, „Intrada a capella“, war eine gelungene Darstellung einer Fanfarengruppe und einer Streichergruppe. Als zweites Lied folgte „Der Floh“ von Erasmus Widmann, in dem vom üppigen Leben eines dieser Tierchen in vergangenen Zeiten erzählt wurde. Den Abschluss bildete „Lobe den Herrn meine Seele“ vom Buchener Kirchenmusiker Jochen Schwab.

Der dritte Chor unter der gleichen Leitung war dann der Projektchor „Sing, Africa“. Von ursprünglich 36 Mitwirkenden ist der Chor inzwischen auf 71 Sänger angewachsen und feierte in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Der Chor begann mit dem Lied „Mmino, Kerona“, ein südafrikanisches Traditional. Es ist ein Lob an die Musik und an Gott. Der Begriff „Mmino“ bedeutet in der Sprache der Zulu „Musik“, was im Vortrag sehr schön zum Ausdruck kam. Weiter ging es mit „Hona jwale“, ein lebhaftes und rhythmisches Liebeslied. Als drittes wurde „Ndikhokhele Bawo“ vorgetragen, ein meditativer Choral aus Südafrika. Hier glänzte Michaela Lange mit einem gelungenen Solo.

Die „Young Voices“ aus Lauda begannen mit „Circle of life“ von Elton John aus dem berühmten Musical „König der Löwen“. Danach folgten „Frühlingsgefühle“ von Botho Wartke. Dieses Lied schildert ein Treffen eines Pollenallergikers mit seiner neuen Freundin in unnachahmlicher Weise. Solisten waren Michaela Lange und Gerhard Barthel. Als drittes Lied brachte der Chor „Rain in May“ von Max Werner zur Darbietung. In diesem Arrangement von der Dirigentin Lang-Kraft stach besonders die Interpretation eines Frühlingsregens hervor.

Danach trat wieder der Gesangverein Dittwar auf. Er begann mit dem bekannten Lied „The Lion sleeps tonight“. Das Solo sangen Joachim Gessler und Bernd Honikel. Als letztes Lied vor den Ehrungen trug der Chor dann „Ihr von morgen“ von Udo Jürgens und Michael Kunze vor, eine Hymne, die zum Nachdenken anregen soll.

Bei den Ehrungen ging es vor allem um Edith Lang-Kraft, die seit nunmehr sein 25 Jahren den Gesangverein Dittwar als Chorleiterin musikalisch geformt hat. Wolfgang Runge vom Sängerbund Badisch-Franken ging in seiner Laudatio nicht nur auf den Zeitaufwand für Proben und die Recherche nach neuen Notensätzen ein. Er machte auch deutlich, dass weder eine schlechter Chorleiterin noch ein schlechter Chor es so lange miteinander aushalten würden. Als Anerkennung für diese Leistung überreichte er Lang-Kraft die Urkunde und die silberne Ehrenbrosche des Deutschen Chorverbandes sowie die Urkunde und die goldene Ehrennadel des Sängerbundes Badisch-Franken. Anschließend erzählte der Vorsitzende Alexander Schwarz noch von der anfänglichen Skepsis der Sänger, erstmals als Männerchor unter der Leitung einer Frau zu singen und untermalte dies mit Tagebuchaufzeichnungen von Bernd Honikel, die bei vielen Zuhörern Schmunzeln hervorriefen. Er überreichte als Dank des Vereins eine Flasche Sekt und einen Gutschein.

Rudolf Withopf wurde um Ehrenvorsitzenden der Vereins ernannt. Er hatte den Verein 18 Jahre als Vorsitzender geführt und war damals auch dafür verantwortlich, Lang-Kraft als Chorleiterin zu verpflichten. Auch er wurde mit Urkunde, Sekt und Gutschein vom Verein bedacht.

Nach der Pause begann der Kirchenchor Messelhausen mit „Canto, Canto“, ein erfrischendes Konzertstück in lateinischer Sprache des Österreichers Lorenz Maierhofer. Es folgte eine gelungene Version des Nena-Hits „Wunder gescheh’n“, eine Version des Berliner Musikers Carsten Gerlitz. Als letztes Stück tugen sie „Peace be unto you“ vor, ein ruhiges Friedenslied der Dänen Hans Christian Jochimsen vor. Mit viel Applaus wurde der Chor von den Zuhörern verabschiedet.

Es folgte ein Programmpunkt, der vorher nicht eingeplant war. Edith Lang-Kraft und Michaela Lange führten einen hinreißenden Steptanz zu dem Lied „Leroy Brown“ auf , der die Zuhörer oder in diesem Falle besser Zuschauer von den Stühlen riss. Die beiden kamen nicht umhin, die Vorführung als Zugabe noch einmal zu wiederholen.

„Sing, Africa“ trug „Nkosi yam“, einen Gospel der tiefgläubigen südafrikanischen Bevölkerung, „Bawo Thixo somandla“, einen Protestsong und „Uyai mose“ vor. Der folgende Applaus gab dann Anlass zu einer Zugabe, nämlich der südafrikanischen Nationalhymne „Nkosi sikelel’ i Afrika“.

Die „Young Voices“ sangen „Junimond“ von Rio Reiser, „Summer in the City“, ein Stück der Rockgruppe „Lovin Spoonfull“ und den Disco-Hit „September“ von „Earth, Wind and Fire“. Als Zugabe gab’s „Rock mi“ von Voxx-Club.

Als letzter Chor trat noch einmal der Gesangverein Dittwar auf die Bühne. Die Sänger begannen mit „Die Schoppen hier in Franken“ von Killian Moritz. Als letztes Lied stand dann „Männer mag man eben“ von Hans Unterweger auf dem Programm. Nach kräftigem Applaus gab es „Das Alte Fieber“ von den Toten Hosen“ als als Zugabe. Ein gelungener Abschluss ham