Tauberbischofsheim

Dekanat Männerwallfahrt hatte dieses Mal ein Ziel innerhalb der Erzdiözese / Beeindruckender Festgottesdienst

Rund 500 Männer pilgerten nach Leutershausen

Tauberbischofsheim.Eine beachtliche Anzahl von Männern (etwa 500) folgten der Einladung des katholischen Männerwerks zur Männerwallfahrt des Dekanates Tauberbischofsheim. Als Wallfahrtsziel - diesmal innerhalb der Erzdiözese – hatte sich die Dekanatsmännerleitung um Pfarrer Bernhard Metz, Krautheim und Obmann Hermann Freitag, Zimmern für die ehemals selbstständige Gemeinde Leutershausen – heute Teilort der rund 9600 Einwohner großen Bergstraßen-Gemeinde Hirschberg – entschieden.

Das gewaltige Stimmenpotenzial der vielen Männer bei den gottesdienstlichen Anlässen des Wallfahrtstags erwies sich einmal mehr als ein Zeugnis des christlichen Glaubens, in der Eucharistiefeier morgens musikalisch hervorragend unterstützt – bereits zum dritten Mal – von den bekannten „ Fränkischen Jägern“ aus Gaubüttelbrunn.

Als Hauptzelebrant und Prediger im vormittäglichen Festgottesdienst konnte man diesmal den zuständigen Personalreferenten der Erzdiözese Freiburg, Domkapitular Dr. Peter Kohl, gewinnen. Dessen Predigtthemen hatten dabei vor allem inhaltliche Betrachtungen von Johannes-Lesung und Evangelium vom sechsten Ostersonntag im Blickpunkt. Jesus Christus habe alle bei dieser Wallfahrt, die mehr als ein Ausflug, sondern Ausdruck der Pilgerschaft sei, zusammengeführt. Für das menschliche Leben an den Auferstandenen gerichtet, nannte Dr. Kohl drei wichtige, wegweisende Stationen zur Erreichung des Zieles: Die Taufe und damit zur Gemeinschaft der Kirche gehörend, sei eine Liebeserklärung Gottes an die Menschen. „Damit stehen wir als Kirche in einer besonderen Verbundenheit mit Gott, einer Art Schicksalsgemeinschaft. Mit allem, was unser Leben ausmacht, geben wir uns in Gottes Hand“, sagte Kohl. Der Evangelist berichte aber auch vom Liebesdienst Jesu mit dessen Worten, dass er sein Leben für seine Freunde hingegeben habe. „Bleibt in meiner Liebe“, fordere er nicht nur auf, sondern „bitte er uns gar wie Freunde“. Und in Erinnerung an die eigene Pilgerschaft stünden Aussage und Auftrag Jesu: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch“. Nur was im Namen und im Geist Jesu getan werde, sei von Dauer. Die mögliche „Fülle des Lebens“ werde ergänzt durch die dritte Station „Maria – die Mutter Jesu“, die mit ihrem eigenen Leben – auch heute noch – auf das Licht der Auferstehung hindeute.

Nach der Mittagspause trafen sich die Wallfahrtsteilnehmer traditionell zu einer sakramentalen Maiandacht in der Wallfahrtskirche mit Dekanatsmännerseelsorger Pfarrer Bernhard Metz. In einer Ansprache unterstrich er nochmals die „Johannes-Texte“ aus Lesung und Evangelium und die bei allen Wallfahrtsteilnehmern positiv aufgenommenen Predigtworte des Freiburger Domkapitulars vom Vormittag. Wegweisend dabei sei einmal mehr Maria als Vorbild.

Die Wallfahrt zum Marienwallfahrtsort Leutershausen biete Gelegenheit, Kraft zu tanken, um Zeugnis abzulegen im Leben jedes Einzelnen. Obligatorische Dankesworte des Dekanatsführungsteams zum Abschluss des insgesamt gelungenen Wallfahrtstags galten den Obmännern draußen in den Pfarreien, vor allem aber den Gastgebern, den Verantwortlichen im Wallfahrtsort Leutershausen.

Nicht fehlen durfte aber auch ein Ausblick auf die nächsten Terminierungen des Dekanatsmännerwerks: Zum „Abend der Besinnung“ – Freitag, 26. Oktober: um 17.30 Uhr gemeinsamer Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Mauritius in Königshofen; anschließend spricht im nahegelegenen Gesellenhaus Innenminister Thomas Strobl. Am Sonntag, 18. November, 14 Uhr, treffen sich die Obmänner im Gasthaus „Goldener Stern“ in Lauda. Die nächste Männerwallfahrt findet am Sonntag 19. Mai 2019 statt. Das Ziel steht noch nicht fest.