Tauberbischofsheim

Leserbrief Zu fehlenden Veranstaltungen für den Umweltschutz in der Region

„Schläft die Jugend im Taubertal?“

Die Schüler in vielen Städten demonstrieren freitags für eine Verbesserung der Umweltpolitik, damit sie in der Zukunft eine lebens- und liebenswerte Umwelt erhalten können.

Es scheint jedoch mehr ein Problembewusstsein der Jugend in den Großstädten zu sein, denn die Fränkischen Nachrichten haben nach meiner Kenntnis seit Monaten noch nichts über Freitagsaktionen von Schülern berichtet.

Es hat den Anschein, dass die Jugend im Taubertal die Entwicklung verschläft.

Oder glaubt sie, im Ländlichen Raum würden wir in einer heilen Umwelt leben?

Unsere regionalen Politiker sind erst aufgewacht als die Ergebnisse der Europawahl ihnen den Sinneswandel in der Bevölkerung deutlich gemacht haben. Die Reaktionen unserer Abgeordneten aus Bund und Land waren nicht zu lesen oder sehr mau.

Ein Umdenken aus Einsicht in die Umweltproblematik war nicht zu erkennen.

Bezeichnend für mich war die Reaktion des MdB Gerig auf einen Brief von mir vor acht Wochen, als ich zum Umweltsünder Landwirtschaft gezielte Fragen gestellt habe. Erst an diesem Freitag wird er sich telefonisch bei mir melden.

Daher rufe ich die Generation „Großeltern“ auf, mit mir zusammen Flagge zu zeigen.

Wir sind auf Grund unserer Lebens- und Berufserfahrung bestens geeignet, um 1. die Sprechblasen der Politiker in heiße Luft oder ernsthaft zu unterscheiden, 2. die Umsetzung von Maßnahmen zum Schutz der Umwelt mit Augenmaß zu bewerten und zu begleiten, 3. den jugendlichen Drang in realistische Bahnen zu lenken, 4. mit unseren Wählerstimmen (rund 30 Prozent) die Politik nachhaltig zu beeinflussen, 5. in unseren Familien durch unser Verhalten ein gutes Beispiel zu geben, denn eine verbesserte Umwelt gibt es für niemanden zum Nulltarif, und 6. Diskussionen in den Familien anzustoßen und zu begleiten.

Daher lade ich alle Großeltern dazu ein, mit mir am Samstag, 29. Juni, um 11 Uhr auf dem Marktplatz von Tauberbischofsheim das Ringen für eine lebenswerte Umwelt für unsere Enkelkinder zu unterstützen.