Tauberbischofsheim

Grundschule In Impfingen drehte sich bei den Projekttagen diesmal alles um das Thema „Meer und mehr“

Schüler auf einer ganz besonderen „Kreuzfahrt“

Impfingen.Das Thema der Projekttage in diesem Schuljahr lautete: „Meer und mehr“ und sollte eine Vielzahl an kreativen Beschäftigungsmöglichkeiten für die Schüler bieten, die sich Eltern und Lehrerinnen dazu hatten einfallen lassen. Dabei setzten sich die Schüler an zwei Tagen bei verschiedenen Projektstationen auf unterschiedlichste Weise mit dem Thema auseinander.

So konnten zum Beispiel an einer Station, nach Einfüllen von blau gefärbtem Badeöl in eine Flasche mit Wasser, durch geschicktes Hin- und Herbewegen der Flasche künstliche Meereswellen erzeugt werden. Außerdem gab es Experimente mit Salzwasser auszuführen.

Bei einer anderen Station wurde Sand in die Flasche – zusammen mit einer Schatzkarte –gefüllt, verkorkt und mit bunten Baststreifen dekoriert.

So entstand eine „Flaschenpost“. Das Hauptangebot an dieser Station aber war es, ein Segelboot (mit verschiedenen Masten und Stoffen) aus einem vorbereiteten Holzbrett herzustellen. Wer einen Hauch von Kreuzfahrt-Atmosphäre erleben wollte, besuchte die Station „Beauty-Kreuzfahrt“. Nach eigener Herstellung von Hand- und Gesichtscreme beziehungsweise -maske erlebten die Schüler auf Liegestühlen bei meditativer Musik eine Fantasieschiffsreise.

Eine andere Sichtweise, eher von der Küste aufs Meer, wurde durch den Bau von Leuchttürmen geboten. Dabei wurden unterschiedlich große Tontöpfe vorwiegend rot, weiß und blau bemalt und dann geschickt aufeinandergesetzt. Sogar ein Glasteil mit LED-Teelicht wurde mit eingearbeitet, so dass ein gutes Modell eines Nordsee-Leuchtturms erreicht wurde.

Über eine ganz besondere Schwimmstunde in der Kleinschwimmhalle in Tauberbischofsheim freuten sich die Schüler, die bei der Station „Schwimmgruppe“ dabei waren.

In die Unterwasserwelt wurde eine Gruppe geführt, in dem die Schüler einen blauen Sportbeutel mit Meerestier- und Pflanzenmotiven versahen und eine andere Gruppe durch Malen (auch mit Sandgemischen) auf Leinwänden.

Einem Meeresbewohner – der Krake – wurde an der Station mit vielen bunten Wollfäden künstlerisch nachempfunden. Da war Geduld verlangt, da die acht Fangarme aus mindestens je sechs geflochtenen Wollfäden entstanden und ein Wollknäuel als Kopf mit ihnen noch verbunden werden musste. Wer sich für die Station „Sandbilder“ entschied, hatte es nicht unbedingt einfacher, denn es haftete der farbige Sand oft nicht (gleich) an den zuvor mit Klebstoff bestrichenen Stellen. Doch die Ergebnisse zeigten durchaus passende „Meeres-Ansichten und mehr“. An der Projektstation „Fliegender Fisch“ entstand aus Spezialpapier, das bemalt, bedruckt und mit Papierfransen beklebt wurde, ein buntes Spielgerät, das an einer Leine von den Schülern durch die Luft gezogen werden konnte.

Strandgut (meist Muschelschalen oder Schneckenhäuser) und Meerestiere (aus Papierrollen hergestellt) wurden kunstvoll bei einer weiteren Station in ein Netz eingehängt. Mit einem ernsten Thema beschäftigten sich Schüler an der Station „Umweltdetektive“: mit Abfall, besonders mit Plastikmüll im Meer. Den Schülern wurde recht anschaulich verdeutlicht, wie lange es etwa braucht, bis Müll „abgebaut“ ist.

In Experimenten wurde Mikroplastik in verschiedenen Haushaltsprodukten nachgewiesen oder gezeigt, warum Meeresschildkröten Plastiktüten fressen (weil sie ihrer Lieblingsspeise Quallen ähnlich sehen). Es wurden aber auch Antworten gesucht, was jeder tun kann, um die Plastikflut einzudämmen. Dass es „Leben im Meer“ schon seit Urzeiten gibt, konnte die Gruppe der Fossiliensucher erleben.

Mit Schutzbrille und Hämmerchen ausgerüstet, machten sie in der Natur verschiedene Funde – mit einer versteinerten Muschel als Höhepunkt. Zwar war bei einer anderen Gruppe kein „Hochsee-Angeln“ möglich, aber doch die „Kunst des Angelns“ erfahrbar, die vor allem in viel Geduld besteht. Die Kinder sahen Fische in der Tauber, doch blieb keiner am Haken hängen. Schließlich lernten Schüler in der Projektstation „Improvisationstheater“ spielerisch Möglichkeiten, einem Publikum die Auswirkungen von Meeresverschmutzung und Klimawandel deutlich zu machen. Das gelang den Schauspielgruppen auch überzeugend beim Präsentationstag. Er wurde mit Liedern, Gedichten und Redensarten begonnen. Ein großes Dankeschön gab es für den engagierten Einsatz der Leiter der Projektstationen. Anschließend konnten die Eltern die Ergebnisse in den Klassenräumen bewundern. Am Ende des Präsentationstages freuten sich alle Beteiligten, „Meer und mehr“ erlebt zu haben. gsi