Tauberbischofsheim

„Aktionswoche Geodäsie“ Matthias-Grünewald-Gymnasium nahm bei Kooperationsveranstaltung mit dem Vermessungsamt teil

Schüler lernten Umgang mit ungewohnter Technik

Archivartikel

Tauberbischofsheim.Wie funktioniert das GPS im Smartphone? Woher kommen die Daten für Google Maps? Ohne Geodäsie wären viele Dinge in der modernen Welt nicht denkbar. Trotzdem ist sie vielen Menschen kein Begriff. Um zu veranschaulichen, was dieser Zweig der Wissenschaft für die Menschen leistet, fand in ganz Baden-Württemberg eine „Aktionswoche Geodäsie“ statt. Das Matthias-Grünewald-Gymnasium nahm im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung mit dem Vermessungsamt daran teil.

Bei der „Aktionswoche Geodäsie“ zeigten Geodäten in ganz Baden-Württemberg, wo in unserem Alltag überall Geodäsie steckt und was man damit alles machen kann. Besonders Schüler sollten durch die landesweite Aktion angesprochen werden und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Geodäsie kennenlernen „Wer sich für Technik, Informatik und Mathematik interessiert, bringt gute Voraussetzungen für eine Ausbildung in unserem Beruf mit“, sagte Kathleen Kraus. Die Geodätin und Leiterin der Geschäftsstelle der „Aktionswoche Geodäsie“ wies auf die spannenden Einsatzmöglichkeiten und guten Aussichten in diesem Beruf hin. „Es fehlt uns an Nachwuchskräften und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind so gut wie noch nie!“

Einen Einblick gewannen auch die Neuntklässler des Matthias-Grünewald-Gymnasiums. An verschiedenen Stationen konnten sie unter Anleitung von Mitarbeitern des Vermessungsamtes die für sie ungewohnte Technik ausprobieren. Die auf diese Weise gewonnenen Daten verwendeten sie später im Unterricht, um den Inhalt abgesteckter Flächen zu berechnen.

Die Siebtklässler beschäftigten sich mit den Grundlagen zur Erstellung von Karten. Das neu erworbene Wissen konnten sie gleich bei einem Kartenleseworkshop anwenden.

Über die gelungene Verbindung von Theorie und Praxis freute sich Studiendirektor Sebastian Link. Diese Kombination kam auch bei den Schülern gut an. „Wir durften praktisch probieren, was wir im Unterricht sonst nur theoretisch behandeln“, erklärte Stella Olma (9a). Mitschüler Patrick Krug staunte über die hochwertigen technischen Instrumente. „Mit Geräten im Wert von 15 000 Euro können wir in der Schule nicht experimentieren.“ Und Clara Murphy war beeindruckt von der Vielseitigkeit des Berufsbildes. feu