Tauberbischofsheim

TSG Impfingen Generalversammlung mit Ehrungen / Sepp Hartmann seit 60 Jahren dabei / Neue Beitragsordnung verabschiedet / Große Pläne für 2019

Tennisplatz wird zu einem Sportfeld umgebaut

Archivartikel

Impfingen.Auch in diesem Jahr haben sich wieder viele Gäste in der Generalversammlung über die erfolgreiche Entwicklung ihrer TSG informiert. Die rund 60 Mitglieder hörten nicht nur die positiven Rechenschaftsberichte, sondern waren in diesem Jahr auch als aktive Gestalter gefragt, als es um die Neuordnung und Abstimmung der neuen Beitragsordnung ging.

Nach der Begrüßung durch Vorstandsmitglied Otto Holch gedachten die Versammelten der verstorbenen Sportkameraden. Im Rechenschaftsbericht des Vorstandes erfuhren die Versammelten durch Vorstandsmitglied Günter Trefs von vielen Aktivitäten und Veranstaltungen der TSG im vergangenen Jahr. Mit Kesselfleischessen, Faschingsveranstaltungen und Festen im und ums Sportheim dteuerte der Verein wieder seinen Beitrag zum dörflichen Miteinander bei.

Sportlich läuft es gut

Alle Veranstaltungen wurden von der Bevölkerung sehr gut angenommen. Auch sportlich läuft es bei der ersten Mannschaft gut, das bewährte Trainerteam mit Peter Graf und Rainer König steht auch in der kommenden Saison weiter zur Verfügung. Besonders stolz sei man darauf, dass es der TSG nach wie vor gelinge, eine zweite Mannschaft auf die Beine zu stellen, ganz ohne Spielgemeinschaften eingehen zu müssen. Er wies auf eine kleine bauliche Veränderung im Sportheim hin. Im Winter wurden an der Decke des Gastraumes geräuschdämmende Platten installiert, die die Akustik des Raumes deutlich verbessern. Auch auf dem Sportplatz wird investiert. Sobald alle erforderlichen behördlichen Genehmigungen vorliegen, soll noch in diesem Sommer eine Rasenbewässerungsanlage eingebaut werden. Dies wird vor allem für den Allrounder Sepp Hartmann eine echte Entlastung sein, der neben seinem unermüdlichen Einsatz für die TSG bisher auch noch für die Bewässerung des Platzes sorgt. Mit seinem Dank an alle Helfer, die verantwortlichen Trainern und Betreuern, das Sportheimteam und ganz besonderes an Sepp Hartmann und Margot Wörner schloss Trefs einen Bericht.

Schriftführerin Sandra Gärtner ergänzte die Ausführungen des Vorstands im Hinblick auf die fünf stattgefundenen Vorstandssitzungen.

Die Jugendabteilung der TSG wächst und wächst. Diese erfreuliche Tatsache verkündete Jugendleiter Volker Dosch. Insgesamt treffen sich etwa 125 Kinder und Jugendliche jede Woche zum Training. In den Altersgruppen der Bambini, F- und E-Jugend meldete die TSG jeweils eine Mannschaft. Bei den Junioren der D-, C- und B-Jugend wurden Spielgemeinschaften mit Hochhausen, Distelhausen und Werbach gebildet. Auch außerhalb des Fußballs stellte die TSG wieder ein Angebot auf die Beine und realisierte eine Mädchenturngruppe. Besonders erfreulich ist, dass dieses Angebot noch ausgebaut werden kann. Ab September wird noch eine zweite Turngruppe ins Leben gerufen, die dann für die Mädchen der dritten und vierten Klasse Spiel, Spaß und Bewegung bieten wird. Er schloss seinen Bericht mit einem Dank an alle Trainer und Betreuer und der dringenden Bitte um Unterstützung bei der Jugendarbeit. Hier wandte er sich besonders an die aktiven Fußballer der TSG, da vor allem im Bereich der C-Jugend für die kommende Saison noch kein Trainer gefunden werden konnte.

Auch im finanziellen Bereich entwickelt sich die TSG hervorragend, wusste Schatzmeisterin Elke Gagalick zu berichten. So seien auch die großen Investitionen für die Rasenbewässerungsanlage gut zu tragen. Die beiden Kassenprüferinnen Simone Neller und Monika Steck hatten die Kasse im Vorfeld geprüft und bestätigten der Schatzmeisterin eine vollständige und einwandfreie Buchführung, so dass dem Antrag auf Entlastung des Vorstandes ohne Gegenstimme zugestimmt wurde.

Ehrungen

Es folgten die Ehrungen. Otto Holch freute sich sehr über die langjährige Treue und Verbundenheit, die heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Für seine 60-jährige Mitgliedschaft wurde Sepp Hartmann geehrt, für 50-jährige Mitgliedschaft Wolfgang Hilpert und Elmar Hilpert. Die Vereinsehrennadel in Gold erhielten für ihre 40-jährige Mitgliedschaft Tina Müller, Hugo Roth, Peter Roth, Thomas Roth und Isolde Schlör. Für ihre 25-jährige Treue wurden Karola Dürr, Martina und Karl Grießmann, Annette und Raimund Heber sowie Erwin und Valentina Ratke mit der Ehrennadel in Silber geehrt.

War die Generalversammlung bis dahin in ruhiger und entspannter Atmosphäre verlaufen, wurde es beim folgenden Tagesordnungspunkt deutlich unruhiger. Günter Trefs stellte, wie schon im Vorjahr angekündigt, eine neue Beitragsordnung für die Mitglieder vor.

Diskussion über Erhöhung

Die letzte Beitragserhöhung liegt nun schon zehn Jahre zurück und der Vorstand halte eine Anpassung der Tarife für nötig. Wenn in einem Verein wie der TSG Kameradschaft und Zusammenhalt großgeschrieben wird und ein harmonisches Miteinander herrscht, muss das nicht zwangsläufig auch bedeuten, dass immer alle Mitglieder einer Meinung sind. Das zeigte sich nun deutlich an den zahlreichen Wortmeldungen, Meinungsäußerungen und Unmutsbekundungen über die angedachten Erhöhungen. Aber kontroverse Diskussionen gehören eben auch zu einem gelungenen Vereinsleben, und so wurde am Ende ganz demokratisch ein Kompromiss gefunden, mit dem alle leben können. Bei der Abstimmung wurde die neue Beitragsordnung ab 2019 mit großer Mehrheit auf den Weg gebracht.

In seinem Grußwort überbrachte Ortsvorsteher Dominik Carle die Grüße des Ortschaftsrates und bedankte sich für den unermüdlichen Einsatz der TSG zum Wohle der Dorfgemeinschaft.

Vor allem dankte er für die problemlose Zusammenarbeit und Unterstützung, die er auch ganz kurzfristig von der TSG erhalten kann, als zum Beispiel vor kurzem eine größere Gruppe Radfahrer auf einer Spendentour für eine Nacht in der Impfinger Turnhalle einquartiert wurden und auch eine Duschmöglichkeit brauchten.

Es genügte ein Anruf, und schon war Sepp Hartmann zur Stelle und öffnete das Sportheim und seine Umkleidekabinen. So was mache ein gelungenes Miteinander aus. DLRG-Vorstand Bernd Wenzel konnte dem nur zustimmen. Auch er dankte für die gute Zusammenarbeit der Vereine untereinander.

Auch Diskussionen wie an diesem Abend seien wichtig und dass sie auch möglich sind, zeige, wie gut das Miteinander funktioniere. Vereinsarbeit lohnt sich und es lohnt sich weiterzumachen, so sein Resümee. In seinem Ausblick auf das kommende Vereinsjahr ging Otto Holch kurz die geplanten Investitionen ein.

Die Genehmigungen und Förderanträge für die Rasenbewässerungsanlage laufen, dem Einbau noch in diesem Sommer stehe wohl nichts im Wege. Für das Sportheim ist die Anschaffung einer Gläserspülmaschine geplant.

Im nächsten Jahr steht dann im Außenbereich eine weitere große Umgestaltung an: der Tennisplatz soll zu einem multifunktionalem Sportfeld umgebaut werden.

Mit seinem Hinweis auf die kommenden Veranstaltungen und seinem Dank an alle, die das Vereinsleben möglich machen, schloss er die Versammlung. dg