Tauberbischofsheim

Matthias-Grünewald-Gymnasium Nele Otter ist einzige Umweltmentorin im Main-Tauber-Kreis

Umweltbewusstsein schärfen

Tauberbischofsheim/Stuttgart.Umweltmentorin darf Nele Otter sich künftig nennen. Die Schülerin des Matthias-Grünewald-Gymnasiums erhielt nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung ein Zertifikat. Umweltstaatssekretär Andre Baumann überreichte ihr als Einzige aus dem Main-Tauber-Kreis im Rahmen eines Festaktes die Auszeichnung. Mehr als 70 Schüler von über 30 Schulen aus ganz Baden-Württemberg nahmen an dem Ausbildungsprogramm teil. Finanziert wurde es vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft sowie vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg. Träger war die Jugendstiftung Baden-Württemberg. Die Ausbildung beinhaltete zwei mehrtägige Einheiten mit anschließenden Projektarbeiten zu den Themen Energieeffizienz und Klimaschutz. Die Jugendlichen begutachteten beispielsweise das eigene Schulhaus mit Hilfe eines Energiechecks.

Dabei entwickelten sie Maßnahmenpläne für einen verantwortungsbewussten Umgang mit knappen Energieressourcen oder erprobten ihre fachlichen und methodischen Kenntnisse. Zu den Aufgaben gehörte es außerdem, eine Energierallye für Mitschüler vorzubereiten und durchzuführen.

Im zweiten Ausbildungsabschnitt lernten die Schüler erneuerbare Energiequellen und ihre Nutzungspotentiale kennen. Sie bereiteten eine EE-Power-Tour zum Thema „Erneuerbare Energien“ vor. Methodische Aspekte spielten auch hier eine Rolle. Die Schüler übten etwa, wie man Interviews moderiert und Filmclips zum Thema dreht. Mit Experten erarbeiteten sie schließlich Lösungen für ein verbessertes Projektmanagement.

Zum Abschluss des Ausbildungsjahres trafen sich jetzt alle zu einem Erfahrungsaustausch. Die neuen Mentoren stellten dabei ihre umweltfreundlichen Projekte vor. Darüber hinaus hatten sie die Möglichkeit, sich gegenseitig über neue Ideen auszutauschen.

Nele Otter wurde am Matthias-Grünewald-Gymnasium von Oberstudienrätin Elvira Gernert unterstützt. Die Biologielehrerin half ihr beispielsweise, ein „Klimafrühstück“ mit einer fünften Klasse zu organisieren. Oberstudiendirektorin Martina Schlegl war diese Veranstaltung noch gut in Erinnerung. „Die Fünftklässler wussten später sehr gut, was regionale und saisonale Produkte sind.“

Die Schulleiterin beglückwünschte Nele Otter zum erfolgreichen Abschluss der Ausbildung und ermunterte die neue Mentorin, sich weiterhin für die Umwelt zu engagieren. Jetzt geht es nämlich erst richtig los. Die fertigen Umweltmentoren sollen nämlich an ihrer Schule aktiv werden, eigene Aktionen und Projekte auf die Beine stellen oder Kontakte mit außerschulischen Partnern knüpfen, um gemeinsam in Sinne des Klimaschutzes zu handeln feu