Tauberbischofsheim

Schulzentrum am Wört Schüler mussten sich bei „Project Adventure“ beweisen und an ihre Grenzen gehen

Unterschiedliche Herausforderungen im Team gemeistert

Tauberbischofsheim.Zuerst das Kribbeln im Bauch beim Blick ins Leere – dann der Sprung. Dem Boden entgegen, zwölf Meter in die Tiefe. Plötzlich ein Rucken, ein jäher Stopp, das Sicherungsseil hält. Jubel brandet auf, die Mitschüler klatschen begeistert. Geschafft, die Angst überwunden, Zeit, auf sich selbst stolz zu sein. Die Schülerin atmet erleichtert auf. Nicht nur sie konnte stolz auf sich sein. Auch ihre Mitschüler hatten es geschafft und erfolgreich das „Project Adventure“ abgeschlossen. Angeboten worden war dieses Projekt über einen Zeitraum von mehreren Monaten hinweg am Schulzentrum am Wört. Schüler aus der Realschule und der Werkrealschule hatten sich angemeldet, um sehr viele unterschiedliche Herausforderungen angehen und schlussendlich meistern zu können. An neun Nachmittagen sowie drei zusätzlichen Abschlusstagen konnten sich die Jugendlichen, in eine Realschulgruppe mit 20 Schülern und eine Werkrealschulgruppe mit elf Schülern aufgeteilt, beweisen.

Angeleitet wurden sie dabei von ihren Lehrern Bauer, Wolf, Attenhauser, Fricke, Vogt und Burkhard. Teamwork, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit waren erforderlich, um die schwierigen Aufgaben und Probleme lösen zu können. Hindernisse in luftiger Höhe mussten überwunden werden, alleine war das nicht zu schaffen. Nur mit genauen Absprachen und gegenseitigem Vertrauen, von den Mitschülern gesichert und dadurch völlig auf sie angewiesen, war es möglich, nicht an den Herausforderungen zu scheitern.

Was hat die Gruppe gut gemacht, was ist nicht optimal gelaufen und was kann beim nächsten Mal verbessert werden? Nach jeder abenteuerlichen Aktivität mussten diese Fragen geklärt werden. Eine stetige Weiterentwicklung, ein optimierter Ablaufprozess wurde auf diese Art und Weise in Gang gebracht. Ängste wurden überwunden, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gestärkt - das Selbstwertgefühl der Schüler wuchs mit jeder Aktion. Seinen Höhepunkt fand das Projekt dann in den dreitägigen Abschlusstagen in der Nähe von Walldürn. Ein nächtlicher Orientierungslauf – an einem fremden Ort ausgesetzt, von dem aus der Weg zurück zum Lager gefunden werden musste – sowie das Klettern im Hochseilgarten brachten die Schüler an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Aber mit viel Anstrengung, gegenseitigem Mutmachen und starkem Durchhaltewillen wurden auch diese Herausforderungen gemeistert – alle Jugendlichen schlossen das Projekt erfolgreich ab. Eine tolle Erfahrung für die Heranwachsenden, von der sie in Zukunft auch in anderen Situationen profitieren können.

Möglich gemacht wurde das gesamte „Project Adventure“ vor allem auch durch die großzügige Unterstützung des Förderveins des Schulzentrums sowie des Aktionskreises Sucht- und Gewaltprävention (AKS). Jeweils Summen im vierstelligen Eurobereich hatten diese beiden Spender für zwei neue Seilbremsen, die aufgrund sich verschärfender Sicherheitsbestimmungen benötigt worden waren, zur Verfügung gestellt und damit entscheidend zur Durchführung des Abenteuerprojektes beigetragen.