Tauberbischofsheim

Bauplätze im Stadtgebiet Antrag auf Erörterung der Situation in der Kernstadt und den Ortsteilen

Viele Grundstücke in privater Hand

Tauberbischofsheim.In der Sitzung des Gemeinderats am Mittwoch sprach Gernot Seitz (Bürgerliste) das Thema „Bauplätze in der Kernstadt und den Ortsteilen“ an.

Er stellte eine Anfrage an den Bürgermeister, ob es nicht möglich sei, in naher Zukunft in nichtöffentlicher Sitzung die Situation zu erörtern. Seitz: „In letzter Zeit wurde ich mehrfach darauf angesprochen, nachdem in den Fränkischen Nachrichten zu lesen war, dass in anderen Kommunen und deren Ortsteilen neue Baugebiete ausgewiesen werden.“

„Es geht um Verfügbarkeit“

Bürgermeister Wolfgang Vockel betonte, dass man gerade ein neues Wohngebiet mit mehr als 30 Bauplätzen auf dem Laurentiusberg erschließe. „Ungeachtet dieser Tatsache hat die Stadt das große Problem, dass es in der Kernstadt immer noch viele Baulücken gibt, die Grundstücke aber in privater Hand sind. Es geht hier schlicht und ergreifend um die Verfügbarkeit von Grund und Boden“, betonte das Stadtoberhaupt.

Die Nachfrage nach Baugrundstücken sei in Tauberbischofsheim und seinen Stadtteilen in der Tat hoch. „Leider sind die Eigentümer der infrage kommenden Flächen meist nicht bereit, ihr Eigentum zu veräußern. Grundsätzlich ist es so, dass wir alle Möglichkeiten nutzen, innerstädtische Grundstücke zu erwerben“, sagte Vockel. Leider bekomme die Stadt in den seltensten Fällen die Gelegenheit dazu.

Der Bürgermeister sagte Gernot Seitz jedoch zu, die Situation bei Gelegenheit intensiv zu erörtern. „Das hatten wir sowieso vor, denn wir müssen für die Zukunft planen“, betonte Vockel.

Auf dem Laurentiusberg entstehen derzeit 35 neue Bauplätze. Die Erschließung des Baugebiets stellt einen weiteren wichtigen Schritt in der Konversion des ehemaligen Kasernengeländes dar. Die Arbeiten erfolgen in einem Bauabschnitt und sollen bis Ende September abgeschlossen sein. Dann stehen die Einfamilien- und Doppelhaus-Baugrundstücke für Kaufinteressenten zur Verfügung.

Die Gesamtkosten für die Erschließung in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro werden von der Stadt komplett vorfinanziert. Erst durch den Erlös der Grundstücksverkäufe erfolgt ein Ausgleich der Baukosten. Im Falle des Verkaufs aller 35 Grundstücke rechnet die Stadt mit Einnahmen von rund 3,4 Millionen Euro.