Tauberbischofsheim

Ausbildung Kinder der Grundschule Uissigheim büffelten zuerst Theorie und werden nun in der Praxis unterwiesen

Viertklässler werden fit für den Verkehr

Tauberbischofsheim.Im Herbst entdeckt man sie wieder, ausgestattet mit Fahrradhelm und Leibchen in signalgelber Leuchtfarbe auf dem Verkehrsübungsplatz in Tauberbischofsheim, die Besucher der Jugendverkehrsschule aus den jeweiligen vierten Klassen der Schulstandorte in und um Tauberbischofsheim.

Teilnahme ist Pflicht

Die Radfahrausbildung ist in der Klassenstufe 4 der Grundschulen und in Klassenstufe 5 der sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren mit Förderschwerpunkt Lernen eine schulische Veranstaltung und wird in Kooperation zwischen den Schulen und der Polizei Baden-Württemberg umgesetzt.

Dabei übernimmt die Schule die theoretische Ausbildung, während die praktische Ausbildung durch die Polizei in mobilen oder stationären Jugendverkehrsschulen mit Unterstützung der Schulen durchgeführt wird. Die Teilnahme an der Ausbildung und der Prüfung ist Pflicht für jeden Schüler.

Gestern fand sich die vierte Klasse der Grundschule Uissigheim mit ihrer Lehrerin Vanessa Dörr auf dem Platz in Tauberbischofsheim ein, um im praktischen Ausbildungsteil die ersten Erfahrungen zu machen.

Nach der neuen, seit August 2017 in Baden-Württemberg geltenden Verwaltungsvorschrift „Radfahrausbildung“ ist vor dem ersten Besuch in der Jugendverkehrsschule die theoretische Ausbildung in der Schule mit einer schriftlichen Prüfung zu absolvieren, bevor nun die praktische Ausbildung durchgeführt werden kann. Polizeikommissar Bernhard Horn und Polizeihauptmeister Bernhard Lang vom Polizeipräsidium Heilbronn, Referat Prävention, Außenstelle Tauberbischofsheim, haben sich der Klasse angenommen. Noch drei weitere Mal werden sie sich dort mit der Klasse treffen, um die Jungen und Mädchen zu sicheren Verkehrsteilnehmern zu machen. Nach Polizeikommissar Bernhard Horn geht es darum, Kindern nicht nur sicherheitsorientierte Einstellungen und Verhaltensweisen, sondern auch übergeordnete Normen des geregelten und partnerschaftlichen Umgangs miteinander im Straßenverkehr zu vermitteln.

Dies geschieht beispielsweise dadurch, wie Polizeihauptmeister Bernhard Lang erläutert, dass die Kinder bei den praktischen Übungen Erfahrungen sammeln und dadurch in die Lage versetzt werden, Probleme der Verkehrssicherheit aus unterschiedlichen Sichtweisen heraus wahrzunehmen und zu beurteilen.

Die Fahrräder selbst werden von der Verkehrswacht Main-Tauber-Kreis zur Verfügung gestellt, ebenso das „fahrende Klassenzimmer“. ew