Tauberbischofsheim

Grundschule am Schloss Klassenzimmer-Theaterstück der Badischen Landesbühne begeisterte die Vorschüler

Wichtigkeit der Sinnesorgane spielerisch erklärt

Archivartikel

tauberbischofsheim.Mit den Ohren sehen, auf der Nase tanzen: Ein Tanztheater-Erlebnis der Badischen Landesbühne rund um alle Sinne gab es für die zukünftigen Schulkinder der Grundschule am Schloss

Redewendungen inklusive

„Ohne Spucke können wir nichts schmecken. Im Laufe unseres Lebens sammeln wir so viel Speichel, um zwei Schwimmbecken zu füllen“ – das erfahren die Kinder ganz nebenbei zwischen Tanz, Rhythmik und vielem mehr von Sentire Sensibus, die nicht riechen kann. Franziska Plüschke von der Badischen Landesbühne verkörpert sehr intensiv und fein Sentire. Sie ist Tänzerin, Choreografin, zugleich Regisseurin, Ausstatterin und Autorin des Stücks.

„Nasen und Ohren hören nie auf zu wachsen“ wundert sich Homo Hapticus, der nicht hören kann. Tanzend und musizierend wird er prägnant gespielt von Alexander Chico-Bonet. Wie schon in den vergangenen Jahren wurde diese Vorstellung finanziell möglich gemacht durch den Rotary Club.

Um die fünf menschlichen Sinne – Wunderwerke der Natur – dreht sich alles in dem KlassenzimmerTheaterstück, das die Badische Landesbühne für die Kooperationskinder der Grundschule am Schloss aufführte.

Sprichwörter und Redewendungen dazu nicht vergessend: Ein Auge auf jemanden werfen, auf den Ohren sitzen, die Nase gestrichen voll haben, . . .

Mittlerweile ist diese Begegnung der Vorschulkinder aus den verschiedenen Kindergärten und der Vorklasse der Grundschule am Schloss zu einem gemeinsamen Theatererlebnis in der Turnhalle schon feste und liebgewordene Tradition innerhalb des Kooperationsjahres geworden.

Brücke statt Stolpersteine

Vorgeschaltet war eine Einführung in das Stück durch den Theaterpädagogen Julius Ferstl der Badischen Landesbühne. Die Kinder konnten sich gemeinsam zu allen Sinnen selbst erproben und erarbeiteten auch, wie man sich bei einer Theateraufführung benimmt. Das fand ebenfalls in der Schule statt. So wurde der Kontakt zwischen den Vorschulkindern zur Schule in unterschiedlicher Art und Weise über die Kooperationseinheiten und den obligatorischen Unterrichtsbesuch in einer ersten oder zweiten Klasse hinaus intensiviert. Das Ziel dabei ist immer, einen möglichst gelingenden Übergang von der einen in die andere Einrichtung für jedes Kind zu erleichtern. Eine Brücke statt Stolpersteine stellt ein schönes Sinnbild dafür dar.

Am Ende des Stücks resümierte ein Kind noch, was die Schauspieler wohl mit dem sechsten Sinn in ihrem Abschlusslied gemeint haben: „Der sechste Sinn sind Freunde, die einem helfen.“ Und mit diesen Worten wurden die Kinder mit Blick auf ihre Einschulung im September verabschiedet. gss